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6.4.2007: Chinesische Produzenten drängen auf den Windturbinenmarkt - Für Ausländische Hersteller wird die Luft im "Reich der Mitte" dünner

Chinesische Unternehmen drängen zunehmend in den Windkraftturbinen-Markt. Wie aus einem US-Medienbericht hervorgeht, befürchten Experten dadurch einen zunehmenden Wettkampf mit Preisverfall auf dem weltweiten Markt und Qualitätsprobleme. Denn im Gegensatz zu den etablierten Windkraft-Unternehmen wie etwa Vestas, Gamesa, Nordex oder REpower experimentierten chinesische Firmen mit Großwindkraftanlagen, ohne vorher mit kleineren Anlagen langjährige Erfahrungen gesammelt zu haben. Kunden seien allerdings oft noch zurückhaltend. "Wir würden uns nur für chinesische Turbinen entscheiden, wenn die ausländischen Produkte 30 bis 40 Prozent teurer würden", wird ein Marktbeteiligter mit Hinweis auf Qualitätsprobleme der chinesischen Produkte zitiert.

Laut dem Bericht tummeln sich mittlerweile rund 30 chinesische Unternehmen auf dem Feld des Windturbinenbaus. Im vergangenen Jahr hätten sie zusammen 40 Prozent der einheimischen Windkraftnachfrage gedeckt, nach 20 Prozent im Jahr zuvor. Da einheimische Unternehmen zunehmend die steigende Nachfrage decken, werde der Markt für ausländische Anbieter in China immer enger. Unterstützt werde diese Entwicklung von ehrgeizigen Energieplänen der Regierung in Peking. Im letzten Jahr waren über 1,3 Gigawatt Windkraftleistung in China installiert worden. Die Regierung wolle bis 2020 die 30-Gigawatt-Marke an installierter Leistung erreichen, heißt es in dem Bericht weiter.

Wichtigster chinesische Spieler auf dem Markt ist die Goldwind Science and Technology Co. Ltd. Im kommenden Jahr will sie über eine halbe Milliarde US-Dollar an Umsatz erreichen. Das Unternehmen, das auch einen US-Börsengang plant, sichert dem Bericht zufolge allein bereits 35 Prozent der Nachfrage in China.

Bildhinweis: Produktion beim Windkraftanlagenhersteller Nordex AG: das Unternehmen ist auch in China präsent. / Quelle: Unternehmen
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