06.06.02

6.6.2002: ABO Wind gründet Tochterunternehmen in Frankreich mit Standorten in Toulouse und Colmar

Die ABO Wind AG (WKN 576002), Wiesbaden, hat im Januar in Frankreich eine Tochtergesellschaft namens ABO Wind SARL mit Büros in Toulouse und Colmar gegründet. Das berichtet das Unternehmen in einer aktuellen Presseerklärung. Zunächst seien für das Tochterunternehmen drei bis vier Mitarbeiter geplant, so Abo Wind. Das technische und kaufmännische Know-how zur Projektierung von Windparks werde im Wesentlichen von der deutschen Muttergesellschaft kommen. Ziel sei jedoch eine weitgehende Eigenständigkeit der Tochtergesellschaft. In Einzelfällen seien Kooperationen mit französischen Partnern vorgesehen. Der Geschäftsführer der französischen Tochter heißt Benoit Praderie. Abo Wind zufolge verfügt er über mehrjährige internationale Erfahrungen im Bereich der regenerativen Energien und eine eingehende Kenntnis des französischen Windkraftmarkts.

Bisher, so die Mitteilung, habe sich ABO Wind SARL vier Standorte für Windparks gesichert. In der Nähe von Carcassonne im Departement Aude sei der Bau von insgesamt etwa 22 Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von insgesamt 30 Megawatt (MW) möglich; zwei weitere Projekte in Elsass-Lothringen mit einer zu installierenden Leistung von je zwölf MW stünden zudem kurz vor Vertragsabschluss. Das Tochter-Unternehmen arbeite derzeit an zehn Standorten, die meisten davon befänden sich im Departement Aude in Südfrankreich und in Elsass-Lothringen. Mit der Fertigstellung des ersten Windparks rechnet Abo Wind 2003/2004.

Das französische Parlament hat im Juni vergangenen Jahres ein Gesetz zum Ausbau der Windenergie beschlossen. Seitdem besteht für die Energieversorger eine Abnahmepflicht für Windstrom. Die Betreiber von Windkraftanlagen erhalten 8,38 Cents für jede Kilowattstunde, die sie in das Stromnetz einspeisen. Die Regelung gelte für die ersten fünf Betriebsjahre, danach reduziere sich die Vergütung in Abhängigkeit der produzierten Strommenge, erläutert Abo Wind.

Das französische Windpotenzial rangiert nach Auskunft des Unternehmens in Europa auf Platz zwei - nach England. Die französische Regierung plane, bis 2010 zehn Milliarden Euro in den Ausbau der Windkraft zu investieren. Bis zum Beginn der nächsten Dekade sollten in Frankreich 10.000 MW installiert sein, aktuell seien dort Anlagen mit einer Gesamtleistung von weniger als 100 MW errichtet.
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