06.06.07 Nachhaltige Aktien , Meldungen

6.6.2007: Aktien-News: Ein derzeit rares Gut - und daher schnell verkauft, wie in besten Wind-Zeiten: Der Verkauf eines Offshore-Windfonds läuft. Und zwar schnell. ECOreporter.de hat nachgefragt

Kaum auf dem Markt und schon zu 90 Prozent platziert: Das ist derzeit bei Windfonds selten. Denn Windfonds mit Standort in Deutschland sind insgesamt ein rares Angebot geworden für private Anleger. Oft sichern sich die großen Energieversorger die Windparks – die privaten Anleger haben dann das Nachsehen. Die Energiekontor AG aus Bremen hatte wohl auch aus diesem Grund schnelle Vertriebserfolge zu verzeichnen mit ihrem Windfonds zur „Energiekontor Seewind GmbH&Co Planung Nordsee KG“.

Der Fonds dient dazu, die Offshore-Standorte Borkum Riffgrund West und Nordergründe zu entwickeln. Das Investitionsvolumen liegt bei vier Millionen Euro, die Laufzeit beträgt maximal fünf Jahre. 2.500 Euro müssen Anleger mindestens investieren; Ausschüttungen bis zu 304 Prozent sind vom Anbieter als in fünf Jahren möglich in Aussicht gestellt. Fremdkapital wird nicht investiert: Die kompletten vier Millionen sollen bei Anlegern eingeworben werden. Und dieses Ziel ist - bereits drei Wochen nach Vertriebsbeginn des Risikokapital-Fonds - fast erreicht: „Nur noch zehn Prozent der Anteile sind derzeit zu haben“, sagt Energiekontor-Sprecher Jürgen Vosteen. Der Markt ist nach seiner Beobachtung nahezu ausgehungert nach ökologischen Fonds. Die öffentliche Diskussion um den Klimawandel stärke das Interesse der Anleger. Gleichzeitig gebe es nur relativ wenige Erneuerbare-Energie-Fonds am Markt – und die seien noch dazu meist von geringerem Volumen. Zwar würde es bei Onshore-Anlagen, also bei Windkraftanlagen an Land, immer noch Diskussionen um Windschwäche geben. Aber bei Offshore-Fonds sei das nicht der Fall.

„Auch bei Auslandswindparks haben wir gute Erfahrungen gemacht“, sagt Vosteen. „Grundsätzlich sehe er noch Chancen im Biomasse- und Geothermiebereich. Aber die bisherigen Angebote seien noch sehr risikobehaftet. „Wir wollen im Bereich Wind bleiben. Hier werden wir auch wieder geschlossene Auslandswindfonds in Portugal und Großbritannien anbieten“, so Vosteen.

Bildhinweis: Windpark in Portugal. / Quelle: Vestas
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