06.07.04 Nachhaltige Aktien , Meldungen

6.7.2004: Deutsche Autobauer in der Kritik: Initiative "Kein Diesel ohne Filter" fordert wirksame Maßnahmen - VW-Chef auf der Innovationsbremse

Die deutschen Autobauer, insbesondere die Volkswagen AG (VW), sollen dringend ihre Strategie zur Reduzierung von Dieselruß ändern. Das fordert die Initiative "Kein Diesel ohne Filter". Besonders gegen VW-Chef Bernd Pischetsrieder richtet sich die Kritik der Umweltaktivisten. Dieser wolle die Einführung des Partikelfilters um weitere 2 1/2 Jahre verzögern. Gehe es nach dem Willen von Pischetsrieder, so dürfe die Bundesregierung erst ab 2007 den Partikelfilter für Neufahrzeuge fördern. Darüber hinaus trete VW für eine massive Erhöhung der "Verschmutzungsrechte" beim Dieselruß ein. Während sich Bundesumweltminister Jürgen Trittin für den vom Berliner Umweltbundesamt vorgeschlagenen Wert von 2,5 mg/km entschieden habe, wolle der VW-Chef einen vier- bis fünfmal höheren Rußwert von 10 bis 12,5 mg/km durchsetzen.

Die Aktie des Automobilbauers mit Sitz in Hannover ist in zahlreichen Nachhaltigkeitsindices enthalten. Unter anderem sieht die Ratingagentur Sustainable Asset Management (SAM) das Unternehmen aktuell als bestes seiner Branche in Europa an. VW ist "Market Sector Leader" des Dow Jones Sustainability Index Stoxx (DJSI STOXX).

Das Aktionsbündnis "Kein Diesel ohne Filter", dem Umwelt- und Verbraucherverbände, Verkehrs- und Automobilclubs, Gesundheitsexperten und der Kinderschutzbund angehören, wird durch die Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH) koordiniert. Wissenschaftliche Berater sind die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf und das Berliner Umweltbundesamt. Die DUH stellte in Berlin als Weltpremiere einen Smart mit Rußfilter vor, damit wollen die Umweltschützer beweisen, dass auch Dieselmotoren mit kleinstem Hubraum wie VW Polo und Smart problemlos und kostengünstig mit dem Partikelfilter ausgestattet werden können.

Volkswagen AG: ISIN DE0007664005 / WKN 766400

Bildhinweis: Emissionsfreier Smart / Quelle: ECOreporter.de
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