06.07.04 Finanzdienstleister

6.7.2004: OekoGeno: Neuer Aufsichtsrat, neues Geschäftsmodell, alter Aufsichtsrat geschlossen zurückgetreten

Die OkeoGeno eG, die Nachfolgegenossenschaft der Ökobank, steht vor einem Neuanfang: Während der VerteterInnenversammlung am 26. Juni in Frankfurt traten Vorstand und Aufsichtsrat geschlossen zurück. Einberufen worden war die Versammlung, weil zuvor dem Vorstandsmitglied Burkhard Flieger gekündigt worden war.

Neuer Aufsichtsratsvorsitzender ist Prof. Dr. Hans- H. Münckner, Jurist und ehemaliger Inhaber des Lehrstuhls für Entwicklungsökonomie in Marburg. Seine Stellvertreterin ist die ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete Prof. Dr. Monika Ganseforth. Bernd Steyer wurde vom neuen Aufsichtsrat umgehend als geschäftsführender Vorstand wieder bestellt. Ihm zur Seite steht Martina Maurer, allerdings als nur ehrenamtlich tätige Vorstandsfrau.

Der neue Aufsichtsrat und der Vorstandes ließen durchblicken, dass sie nun umgehend das neue Beratungs-, Beteiligungs- und Betreuungskonzept, kurz 3B genannt, realisieren wollen. Das Detailkonzept dafür ist bereits ausgearbeitet. Die ersten drei Beteiligungsanträge sollen im nächsten Monat vergeben werden. Für 2004 stehe dann noch ein Beteiligungsvolumen von ca. 500.000 Euro zur Verfügung, hieß es. Das Beteiligungskapital soll nachhaltiges Wirtschaften unter sozialen und ethischen Gesichtspunkten ermöglichen helfen. Geschäftsführer der OekoGeno-Beteiligungsgesellschaft mbH ist Christian Heyner. Er zählte zu den Gründern der Alternativen Bank Schweiz (ABS) und ist außerdem Gründungsgesellschafter und Geschäftsführer der Firma ecosoft.net.

Die VertreterInnenversammlung wurde nach der Neuwahl des Aufsichtsrates vertagt. Im Herbst soll die Veranstaltung fortgesetzt werden.
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