06.07.05 Nachhaltige Aktien , Meldungen

6.7.2005: "Zwischenschein" als Zwischenl?sung - Wie k?nnen ausserb?rsliche Aktiengesellschaften den Handel ihrer Aktien unterst?tzen? Beispiel: der Energieerzeuger oekostrom AG

Nicht jede Aktiengesellschaften hat die Mittel, ihre Anteilscheine an einer B?rse oder ?ber ein Wertpapierhandelshaus handeln zu lassen. Die Notierung und die Pflege des Handels kosten die Firmen Geld, das sie für den Aufbau ihres Gesch?ftes dringend ben?tigen. Was macht aber ein Anleger, der sich an einem solchen Unternehmen beteiligt hat, wenn er sein Geld unerwartet ben?tigt und K?ufer für seine Anteile sucht? Wie der freie Handel mit den eigenen Aktien auch durch das Unternehmen unterst?tzt werden kann, zeigt das Bespiel des Wiener Gr?nstromerzeugers Oekostrom AG.

"Unsere Aktien sind nur eingeschr?nkt handelbar", sagt Martin Scharf, Leiter Rechnungswesen & Controlling der oekostrom AG, gegen?ber ECOreporter.de. Die Aktion?re des Erzeugers von Energie aus Wind, Wasser, Sonne und Biomasse erhalten laut Scharf einen sogenannten "Zwischenschein", der sichere ihnen alle Rechte und Pflichten als Aktion?r. Die R?ckseite dieses Dokuments sei bereits für ?bertragungen der Aktie auf andere Personen vorbereitet, schildert der Sprecher der oekostrom AG. Das sehe ?hnlich aus wie bei einem Fahrzeugbrief, wo nacheinander unterschiedliche Besitzer eingetragen werden k?nnten.

"K?ufer und Verk?ufer unserer Aktien finden sich meist ?ber die Gesellschaft", erkl?rt Scharf: "Wir konnten bisher rund drei Viertel aller Angebote vermitteln. Durchschnittlich gibt es zwei mal im Monat eine Transaktion unter den mehr als 900 Aktion?ren, die wir aktuell haben. Das Volumen lag zuletzt bei 140.000 Euro j?hrlich." Am besten klappe es mit dem Verkauf immer zwischen zwei Kapitalerh?hungen, so Scharf weiter, der Preis habe jeweils knapp unter den Ausgabepreis der letzten Kapitalerh?hung gelegen. Der Wert der Aktien sei pro Jahr um durchschnittlich zehn Prozent gestiegen

Auch bei der Abwicklung der Aktien?bertragung leistet das ?sterreichische Unternehmen seinen Anteilseignern Sch?tzenhilfe. Die oekostrom AG hat eigens einen Mustervertrag erarbeitet, der K?ufern und Verk?ufern zugeschickt wird. "Damit sind beide Parteien rechtlich auf der sicheren Seite und es muss nicht zwangsweise zu einer direkten pers?nlichen ?bergabe der Papiere kommen", erkl?rt der Sprecher im Gespr?ch mit ECOreporter.de. Die sei meist umst?ndlich und aufwendig zu organisieren.

Auf die Gesamtzahl der Aktion?re bezogen habe der Handel einen geringen Umfang, berichtet Scharf: "Wir sehen unsere Aktie als mittelfristiges Investment und das sagen wir unseren Aktion?ren auch." Wenn der Sprecher Recht beh?lt mit seiner Prognose, brechen für die oekostrom-Aktion?re in absehbarer Frist allerdings ganz neue Zeiten an: "In zwei Jahren wollen wir an die B?rse", so Scharf gegen?ber ECOreporter.de.
Derzeit f?hrt das Wiener Unternehmen seine 4. Kapitalerh?hung zum Preis von 155 Euro je Aktie durch.

Bilder: Windpark Parndorf der oekostrom AG und der Triebentalbach, an dem das Unternehmen ein Kleinwasserkraftwerk betreibt / Quelle: oekostrom AG
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