06.09.04 Nachhaltige Aktien , Meldungen

6.9.2004: Schlussstrich: IBM will Nachbarn in Endicott nach 25 Jahren entschädigen

Die IBM Corporation zahlt je 10.000 Dollar Entschädigung an 480 Grundstückseigner in Endicott, US-Bundesstaat New York. Medienberichten zufolge erklärte sich der Computerkonzern mit Sitz in Armonk nach Gesprächen mit dem New Yorker Generalstaatsanwalt Eliot Spitzer zu dem Schritt bereit. Die Immobilienbesitzer erhielten 10.000 Dollar oder alternativ acht Prozent des ihres Grundstückswerts, hieß es.

Hintergrund der Schadensersatzzahlungen ist laut den Meldungen die Verunreinigung des Grundwassers durch rund 15.500 Liter chemikalienbelastete Abwässer im Jahr 1979. Diese seien vom Firmengelände des Computerherstellers in Endicott ausgetreten. Die Abwässer seien unter anderem mit dem Lösungsmittel Trichlorethan aus der Platinenfertigung des Konzerns verschmutzt gewesen, hieß es. Trichlorethan (TCE) gelte als krebserzeugend und gehöre zur Schadstoffgruppe der flüchtigen organischen Verbindungen. Der Stoff stehe ferner unter Verdacht, Kinder im Mutterleib zu schädigen.
IBM habe die Verunreinigung nicht bestritten, hieß es, allerdings habe das Unternehmen immer wieder erklärt, auch andere Firmen seien an der Verschmutzung beteiligt gewesen. Wenn die Betroffenen auf das IBM-Angebot eingehen, verzichten sie auf jegliche weitere Ansprüche gegen das Unternehmen in der Sache.

Die IBM-Aktie ist in zahlreichen Nachhaltigkeitsfonds enthalten.

IBM Corp.: ISIN US4592001014 / WKN 851399

Bild: IBM-Server
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