06.09.07 Nachhaltige Aktien , Meldungen

6.9.2007: Erneuerbare Energien: Kleinvieh macht auch Mist – Wie US-Farmer den Windkraft-Boom in den USA mittragen

In den Vereinigten Staaten gehört der US-Konzern John Deere, Hersteller von Landmaschinen, zu den wichtigsten Akteuren der Windkraftbranche. Er setzt dabei auf die US-Landwirte, denen er die Windmüllerei als Zusatzgeschäft ermöglicht. Dabei profitiert er von der langjährigen Geschäftsbeziehung zu vielen US-Farmern. Laut einem US-Medienbericht schließt Deere für die einzelnen Windkraftprojekte mit jeweils einer Gruppe von Landwirten eine Vereinbarung, wonach Deere im Wesentlichen die Finanzierung stemmt und die Bauern den Betrieb der Anlagen gewährleisten.

Veranschaulicht am Beispiel eines Windparks mit fünf Windturbinen für 10 Millionen Dollar bedeutet dies: der Konzern und eine Gruppe von fünf Farmern bringen gemeinsam 5 Millionen Dollar in das Projekt ein, wovon Deere 4,95 Millionen Dollar trägt, die Landwirte zahlen jeweils 10.000 Dollar ein. Die übrigen 5 Millionen stammen aus einem Kredit, den der Konzern beschafft. Dafür stellen die Landwirte den Standort für den Windpark zur Verfügung, ferner stellen sie den Betrieb der Windturbinen sicher, etwa die Instandhaltung durch Experten. Dies wird ihnen jährlich mit 20.000 Dollar vergütet. Deere streicht die Steuergutschrift für die Grünstromproduktion in Höhe von 2 US-Cent ein und für die ersten zehn Jahre auch die Einkünfte aus dem Stromverkauf. Nach zehn Jahren geht der Windpark dann in den Besitz der Farmer über. Nach Schätzungen der beteiligten Juhl Energy Development Corporation können die Windparks etwa 20 Jahre betrieben werden, bevor man die Anlagen austauschen muss.

Bildhinweis: Windpark im mittleren Westen der USA / Quelle: AWEA
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