07.11.05 Nachhaltige Aktien , Meldungen

7.11.2005: Pressestimmen: RWE AG sucht langfristig ausgerichtete Investoren für Wassergesch?ft - "hohe Erwartungen bei weitem nicht erf?llt"

Der Essener Energiekonzern RWE AG sucht langfristig ausgerichtete Investoren für sein Wassergesch?ft in de USA und Gro?britannien. Wie die Tageszeitung "Die Welt" unter Berufung auf einen Beitrag der "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" berichtete, will das Unternehmen seine Wassersparte an Finanzinvestoren, Infrastrukturfonds oder auch Pensionskassen verkaufen.
Laut der "Lausitzer Rundschau" sollen die RWE Thames Water in Gro?britannien und die American Water Works Company in Nordamerika bis 2007 verkauft werden. Das Wassergesch?ft von RWE Thames Water in Kontinentaleuropa werde dagegen mit Ausnahme der spanischen Pridesa in die RWE Energy integriert, so das Blatt. Die Aktion?re k?nnten mit einer vor?bergehenden Erh?hung der Aussch?ttungsquote für die Gesch?ftsjahre 2006 und 2007 rechnen.
Die Berliner Zeitung rechnete nach: RWE habe Thames Water erst vor f?nf Jahren für elf Milliarden Euro inklusive Schulden erworben. Ein Jahr sp?ter habe das Unternehmen weitere 8,7 Milliarden Euro für American Water Works ausgegeben. Analysten w?rden den Wert von Thames und American Water aktuell auf zusammen gut 13 Milliarden Euro sch?tzen.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters mitteilte, belief sich der Beitrag des Wassergesch?ftes in Nordamerika und Gro?britannien zum Umsatz der RWE AG in 2004 auf 4,1 Milliarden Euro. Operativ h?tten die Unternehmen auf Ebitda-Basis rund zwei Milliarden Euro erwirtschaftet. Analysten h?tten kritisiert, dass es zwischen dem Wassergesch?ft und den beiden anderen bisherigen Kerngesch?ften Strom und Gas nur sehr d?rftige Synergien gebe.

Das Wassergesch?ft habe die hohen Erwartungen der RWE AG bei weitem nicht erf?llt, meldete die D?sseldorfer B?rsen-Zeitung. Wegen des hohen Goodwill von urspr?nglich 6,5 Milliarden Euro für die beiden zugekauften Versorger habe die Sparte nie ihre Kapitalkosten verdient. Damit habe der Bereich die Anforderungen an Akquisitionen nicht erf?llt. Hinzu k?men notwendige Ausgaben für das marode Londoner Netz der Thames Water, hie? es, bis 2010 m?ssten rund 5 Milliarden Euro investiert werden. Eine Preiserh?hung der britischen Tochter habe der Regulierer von 38 auf 22 Prozent beschnitten.
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