07.11.07

7.11.2007: Aktien-News: Wie halten es börsennotierte deutsche Unternehmen mit dem Klimaschutz? Aktuelle Untersuchung vorgelegt.

Klimaschutz ist en vogue. Doch wie halten es deutsche Aktienunternehmen tatsächlich mit ihrem Engagement für eine Entlastung des Weltklimas? Hinweise darauf gibt der aktuelle Deutschlandbericht des Carbon Disclosure Projekt (CDP). Dahinter stehen über 300 internationale Investoren mit einem Gesamtanlagevermögen von 4.100 Milliarden Euro, also rund einem Drittel des weltweit verwalteten Vermögens. Diese befragen seit einigen Jahren regelmässig die weltweit größten Aktienunternehmen zu ihrer Klimapolitik. Mittlerweile veröffentlicht die Initiative auch einzelne Länderreports. Vor kurzem sind die Ergebnisse der aktuellen Erhebung bei den größten deutschen Firmen veröffentlicht worden.

Das Ergebnis ist deutlich besser ausgefallen als im schwachen Vorjahr. Statt der 31 Prozent in 2006 haben nun 52 Prozent der 200 befragten deutschen Aktienunternehmen den Fragebogen der Investoren beantwortet. 77 Prozent schätzten dabei den Klimawandel als Geschäftsrisiko ein. Dies vor allem durch befürchtete Maßnahmen der Gesetzgeber. Die Hälfte der Unternehmen nennen Reputationsrisiken und Veränderungen im Konsumentenverhalten, 44 Prozent Beeinträchtigungen durch extreme Wetterereignisse.

Trotz der hohen Risikoeinschätzung erklären aber nur 40 Prozent der Unternehmen, über eine Strategie im Umgang mit dem Klimawandel zu verfügen. Ferner sind erst 30 Prozent dabei, differenzierte Programme zur Reduzierung von Emissionen umzusetzen. Wie im Vorjahr hinkt Deutschland damit im internationalen Vergleich hinterher. Laut dem CDP haben unter den 500 größten Unternehmen weltweit, aufgelistet im FT-500-Index, 77 Prozent der antwortenden Unternehmen bereits entsprechende Programme begonnen.

Etliche Nachhaltigkeitsunternehmen oder solche, die nach Einschätzung von Nachhaltigkeitsfonds als solche gelten, haben sich der Teilnahme an der CDP-Befragung verweigert. Wie dem Deutschland-Report zu entnehmen ist, gingen von folgenden Firmen keine Antworten auf die zugesandten Fragen ein: Conergy AG, CropEnergies AG, Schmack Biogas AG, SGL Carbon AG, Techem AG, Drägerwerk AG. Zu den Unternehmen, die ganz offen die Teilnahme ablehnten, gehört unter anderem die Aixtron AG.

Der Deutschland-Report kann hier im Internet heruntergeladen werden.
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