Nachhaltige Aktien, Meldungen

7.1.2008: Wochenrückblick: Windanlagenbauer Vestas Wind Systems A/S verbucht Großauftrag zum Jahresauftakt – Solar-Fabrik AG bezieht weniger Silizium von Hoku – mächtiger Kurssprung für Aktie der Daldrup & Söhne AG

In der ersten Woche des Jahres verlor der DAX 3,21 Prozent auf 7.908,41 Punkte. Der US-amerikanische Leitindex Dow-Jones büsste 2,27 Prozent ein auf 13.056,72 Punkte. Der japanische Nikkei-Index verzeichnete demgegenüber leichte Zuwächse, er stieg um 0,33 Prozent auf 14.691,41 Punkte. Der Ölpreis kletterte im Wochenverlauf auf Werte über 100 US-Dollar, zuletzt wurde ein Preis von 97,56 Dollar pro Barrel notiert (plus 1,92 Prozent; Sorte "Brent Crude Oil"). Kupfer hat sich von 6.714,50 auf 6.990,25 Dollar je Tonne verteuert (Copper Grade A), ein Plus von 4,10 Prozent. Der Euro legte 0,35 Cent gegenüber dem Dollar zu, er kostet zuletzt 1,447 Dollar.

Windkraftanlagen mit insgesamt 99 Megawatt Leistung soll der börsennotierte dänische Weltmarktführer Vestas Wind Systems A/S in die USA liefern. Wie das Unternehmen mit Sitz in Randers meldete, sind die 33 Anlagen vom Typ V90-3.0 MW für das Projekt Central Plains Wind Farm in Kansas bestimmt. Auftrageber sei RES Americas, Inc., eine Tochtergesellschaft der britischen Renewable Energy Systems Ltd. RES entwickelt und baut das Vorhaben demnach für die Westar Energy, Inc.. Zum finanziellen Volumen des Geschäftes machte das Unternehmen keine Angaben.

Eine Kapitalerhöhung für die Realisierung eines Windpark-Projektes hat die ADEV Windkraft AG abgeschlossen. Wie das Unternehmen aus Liestal, Schweiz, berichtete, wurden in der ersten Phase Aktien im Wert von knapp 2 Millionen Schweizer Franken (CHF) zur Zeichnung angeboten. Diese Summe sei „markant überzeichnet“ worden. Neue und alte Publikumsaktionäre hätten Anteilscheine im Wert von 3,5 Millionen CHF gezeichnet. Eine außerordentliche Generalversammlung der ADEV Windkraft AG werde im ersten Quartal 2008 nun die notwendigen Beschlüsse zur Kapitalerhöhung im gezeichneten Umfang fassen können.

Die Freiburger Solar-Fabrik AG wird voraussichtlich weniger Silizium von der chinesischen Hoku Materials, Inc. (Hoku) beziehen, als ursprünglich erwartet. Wie das Solarunternehmen berichtete, hat sich die 100-prozentige Tochter Global Expertise Wafer Division Ltd. (GEWD) im September 2007 nur die erste Tranche einer vertraglich vereinbarten Liefermenge gesichert. Martin Schlenk, Sprecher der Solar-Fabrik AG, führte gegenüber ECOreporter.de „strategische Gründe“ für die Entscheidung des Unternehmens an. „Die Mengen von Hoku sind nicht in unserem Businessplan enthalten, die kommen im zweiten Halbjahr 2009 ‚on top’. Die nun reduzierte Liefermenge hat keinerlei Auswirkungen auf unsere Planungen. Was wir mit unserer Tochter an eigenem Silizium generieren, reicht für den Kapazitätsausbau, zudem haben wir noch Verträge mit anderen Lieferanten geschlossen“, so der Sprecher.

Drei Verträge mit einem nicht nähere bezeichneten „koreanischen Großkonzern“ über die Belieferung mit Solarwafern im Wert von 230 Millionen Dollar hat die chinesische Solarfun Power Holdings Co., Ltd. gemeldet. Solarfun wird demnach eine vorher festgelegte Anzahl von Wafern erhalten, beginnend im Januar 2008. Bis 2011 sollten die Lieferungen ein Volumen von mehr als 30 Megawatt (MW) pro Jahr erreichen. Die Preise seien während der Vertragsdauer mit einer degressiven Preisstruktur festgelegt. Das koreanische Unternehmen werde zudem die Möglichkeit haben, ab 2009 einen bestimmten Prozentsatz der Wafer als Module zurückzukaufen.

Die Hamburger Reinecke + Pohl Sun Energy AG hat die Umsatzprognose für 2008 von 100 auf 110 Millionen Euro erhöht. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen ( EBIT) solle 2008 zwischen 6 und 8 Millionen Euro liegen. Die EBIT-Prognose für 2007 hat der Vorstand von ursprünglich 5 auf nur noch 2 Millionen Euro gesenkt. Als Grund wurde genannt, dass sich Projekte verschoben hätten und Umsätze nun nicht mehr in 2007 erreicht wurden, sondern erst in 2008 erzielt werden. Zusätzlich belasteten einmalige Sondereffekte durch den Vorstandswechsel sowie durch erhöhte Beratungs- und Softwarekosten das EBIT für 2007.

Obwohl die Öffentlichkeitsabteilungen der Unternehmen in der vergangenen Woche kaum Neuigkeiten verbreiteten, gab es zum Jahresauftakt heftige Kurssprünge unter den Umweltaktien. So kletterte die Notierung der Daldrup & Söhne AG aus dem münsterländischen Ascheberg um mehr als 45 Prozent auf zuletzt 33,20 Euro. Die Aktien des Unternehmens werden erst seit Ende November 2007 an der Börse notiert, der Ausgabepreis lag bei 13,50 Euro. Die Spezialistin für Bohrtechnik hofft auf gute Geschäfte im Bereich der Tiefengeothermie. Um über 20 Prozent stiegen die Aktien der Solarunternehmen 3S Swiss Solar Systems AG (plus 21,65 Prozent) und Sunways AG (plus 21,63 Prozent). Aktien des Waferherstellers PV Crystalox Solar PLC. verteuerten sich um 18,13 Prozent. Um 12,00 Prozent zogen die Anteilscheine des Biodieselanlagenbauers BDI - BioDiesel International AG an. Knapp zehn Zuwachs verzeichneten die Hamburger KTG Agrar AG (plus 9,83 Prozent) und die Mannheimer CropEnergies AG (plus 9,31 Prozent).

Auf der Verlustseite fiel der kanadische Entwickler, Hersteller und Vermarkter von Solarprodukten ICP Solar Technologies Inc. auf, der 37,50 Prozent verlor. Unter Abgaben hatten ferner die spanische Abengoa SA (minus 17,07 Prozent), die deutschen Firmen S&R Biogas Energiesysteme AG (minus 11,31 Prozent) und Reinecke+Pohl Sun Energy AG (minus 10,71 Prozent) sowie die chinesische Asian Bamboo AG (minus 9,43 Prozent) zu leiden.

Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie auf unserer Informationsseite Kurse.

Bilder: Vestas-Windkraftanlagen laufen auch im Winter; Bohrtechnik der Daldrup & Söhne AG im Einsatz / Quelle jeweils: Unternehmen

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der UmweltBank.
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