07.12.06 Nachhaltige Aktien , Meldungen

7.12.2006: SolarWorld AG will neue Rohstoffquelle erschließen - weiteres Joint Venture zur Produktion von Solarsilizium gegründet

Die Bonner SolarWorld AG will mit Hilfe eines Joint Ventures ihre Versorgung mit Solarsilizium weiter absichern. Wie das TecDAX-Unternehmen berichtet, wurde mit der niederländischen Scheuten Solarholding B.V. das Joint Venture ""Scheuten SolarWorld Solizium GmbH"" gegründet. Das Gemeinschaftsunternehmen mit Sitz im sächsischen Freiberg betreibe die Entwicklung und den Bau einer Produktionsanlage zur Herstellung von hochreinem Solarsilizium auf Basis metallurgischen Siliziums mit einer Kapazität von vorerst 1.000 Tonnen jährlich. SolarWorld und Scheuten halten den Angaben zufolge jeweils 50 Prozent der Anteil der Scheuten SolarWorld Solizium GmbH.

Das Joint Venture werde deutschlandweit erstmals eine Technologie zur Gewinnung von Solarsilizium unter Verwendung unlimitiert verfügbaren metallurgischen Siliziums industriell umsetzen, so SolarWorld weiter. Zur Umsetzung der neuen Rohstoffaktivitäten hat das Unternehmen den Angaben zufolge am Standort Saxonia ein Grundstück mit einer Fläche von 20.000 Quadratmetern inklusive Verwaltungs- und Laborimmobilie gesichert. Es befinde sich in unmittelbarer Nachbarschaft zur bestehenden Siliziumrecycling-Fabrik und zum Logistikzentrum der SolarWorld-Gruppe, heißt es.

Peter Woditsch, der für den SolarWorld-Konzern die Geschäftsführung des Joint Ventures übernimmt, verweist auf mögliche Synergien in Freiberg: ""Unser Geschäftsbereich Solar Material ist seit Jahren erfolgreich in der Aufbereitung von Rohstoffen für die Waferproduktion tätig und wird das Joint Venture mit Technologie und Know-how unterstützen." Woditsch ist zugleich Vorstandsvorsitzender der SolarWorld-Tochter Deutsche Solar AG ist, die in Freiberg für sämtliche Rohstoffaktivitäten und die Produktion von kristallinen Wafern aus Solarsilizium verantwortlich ist.

Mit dem neuen Joint Venture wollen die Bonner laut der Meldung ihre technologischen Optionen zur Rohstoffgewinnung vergrößern. Dabei gehe es um die Veredelung von metallurgischem Silizium, dieses verfüge über einen Reinheitsgrad von rund 98 Prozent. Die Photovoltaikindustrie benötige allerdings noch reineres Rohmaterial, weshalb das Rohsilizium weiter aufgewertet werden müsse. Gemeinsam mit dem Chemiekonzern Degussa betreibt die SolarWorld AG ein weiteres Rohstoff-Joint-Venture, die Joint Solar Silicon. Das Unternehmen baut derzeit in Rheinfelden eine industrielle Produktion für die Gewinnung von Solarsilizium aus dem Ausgangsstoff Silan auf.

SolarWorld AG: ISIN DE0005108401 / WKN 510840

Bild: Silizium / Quelle: PVA TePla AG
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