07.12.06 Nachhaltige Aktien , Meldungen

7.12.2006: Unverhoffter Geldsegen: S.A.G. Solarstrom AG gewinnt jahrelangen Rechtsstreit - 2,7 Millionen Euro Schadensersatz - Aktie profitiert

Die S.A.G. Solarstrom AG erhält 2,7 Millionen Euro Schadensersatz aus einem gewonnenen Rechtsstreit. Laut dem Freiburger Sonnenstromunternehmen wird damit ein Schlussstrich unter den Streit um eine fehlgeschlagene Kapitalerhöhung im Jahr 2001 gezogen. Der Aufsichtsrat der S.A.G. Solarstrom AG hat den Angaben zufolge gestern beschlossen, einen außergerichtlichen Vergleichsvorschlag anzunehmen. Demnach erhält das Unternehmen noch in diesem Jahr 2,7 Millionen Euro als Schadensersatz sowie die bislang angefallenen Gerichtskosten.

Die Kapitalerhöhung 2001 war den Angaben zufolge die bisher größten Kapitalerhöhung der Unternehmensgeschichte der S.A.G. Solarstrom AG. Interessenten zeichneten Aktien im Wert von 20 Millionen Euro. Diese Kapitalerhöhung musste im gleichen Jahr storniert und mehreren tausend Zeichnern das Geld zurückerstattet werden. Grund für das Scheitern der Kapitalerhöhung war ein Beratungsfehler der damals tätigen Anwaltskanzlei sowie ein daraus resultierender Formfehler.

Gegen das erste Urteil des Landgerichts Freiburg aus dem Jahr 2004 hatten beide Parteien Berufung eingelegt. Das Berufungsverfahren wurde vor dem Oberlandesgericht Karlsruhe geführt. Die Klage wird mit dem nun getroffenen Vergleich in gegenseitigem Einvernehmen zurückgenommen.

Lesen Sie zu zum Hintergrund des Rechtsstreits auch unsere Meldungen vom 6. September 2001 und 21. Dezember 2004.

S.A.G.-Aktie profitiert von der Nachricht und liegt in Frankfurt 12,70 Prozent im Plus bei 3,28 Euro (7.12.2006; 13:43 Uhr).

S.A.G. Solarstrom AG: ISIN DE0007021008 / WKN 702100

Bild: Solaranlage der S.A.G. Solarstrom AG im Europapark Rust / Quelle: Unternehmen
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