07.02.03

7.2.2003: voestalpine AG setzt auf Wachstum - Jeder Mann wird gebraucht

Der österreichische Stahlkonzern voestalpine AG (WKN 897200) will sein Schienenwalzwerk in Donawitz durch eine moderne Walzstraße ersetzen. Franz Struzl, Vorstandschef des Unternehmens mit Sitz in Linz, erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur APA, der Aufsichtsrat werde spätestens im Juni über die Großinvestition entscheiden. Das Investitionsvolumen für das Vorhaben sei auf 60 Mio. Euro veranschlagt, Ziel sei eine Kapazitätssteigerung: Die Produktion von 400.000 Tonnen solle in zwei statt bisher drei Schichten erzeugt werden. Das neue Werk könne laut den Planungen bis Mitte 2006 hochgefahren werden, so Struzl; man hoffe auf eine Amortisationszeit von nur fünf bis sechs Jahren.
Die voestalpine AG sieht sich selbst dem Bericht zufolge als Weltmarktführerin im Bereich Eisenbahnschienen. Allein das deutsche Tochterunternehmen TSTG Schienentechnik, Duisburg, erzeuge jährlich 230.000 Tonnen, hieß es.

Auch am Firmensitz in Linz will der Stahlverarbeiter dem Vernehmen nach in den kommenden Jahren zwei Mrd. Euro investieren und ist dabei auf ein in Zeiten grassierender Massenarbeitslosigkeit ungewöhnliches Problem gestoßen: Im Zuge des Ausbaus benötige das Unternehmen rund tausend neue Mitarbeiter, hieß es, der jährliche Personalbedarf belaufe sich demnach für einige Zeit auf 200 Arbeitskräfte. Vor dem Hintergrund der sich verändernden Altersstruktur der Bevölkerung sei es jedoch zunehmend schwieriger, neue Arbeitskräfte am Markt zu finden. Die Linzer Stahlbauer wollen sich deshalb gezielt darum bemühen, ältere Mitarbeiter länger in Beschäftigung zu halten. Das durchschnittliche Pensionsalter von bisher 58 Jahren soll um ein bis zwei Jahre erhöht werden. "Wir müssen die Menschen motivieren, dem Unternehmen länger als ihre Vorgänger zu dienen", erklärte Konzernchef Franz Struzl gegenüber APA. Noch bis vor wenigen Jahren gab es bei dem ehemaligen Staatsbetrieb einen Aufnahmestopp, ältere Mitarbeiter wurden durch Sonderzahlungen dazu bewegt, in Frühpension zu gehen.
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