07.03.03

7.3.2003: Wiener Umweltanwälte: Ökostrom-Gesetz benachteiligt Photovoltaik

Die Wiener Umweltanwaltschaft hat zum neuen österreichischen Ökostromgesetz Stellung genommen. Durch das Gesetz hätten sich die Bedingungen für die Erzeugung von Ökostrom schlagartig verändert, hieß es. Es sehe die Verordnung kostendeckender Vergütungen für ins Netz eingespeisten Strom aus erneuerbaren Energien vor. Für Strom aus Sonne, Wind, Biomasse und Kleinwasserkraft gebe es nun bundesweit einheitliche und für einige Erneuerbare Energieträger auch bessere, höhere Entgelte. Am meisten werde die Stromgewinnung aus Biomasse von den neuen Tarifen profitieren.

Neben den vielen Gewinnern machen die Anwälte aber auch einen Verlierer der neuen Regelungen aus: Der Bereich Solarstrom (Photovoltaik) sei durch eine im Gesetz festgeschriebene 15 Megawatt (MW) Grenze stark benachteiligt, so Dr. Andrea Schnattinger, Umweltanwältin in Wien. Da die Begrenzung bereits am 14. Januar 2003 überschritten wurde, fordert die Anwältin als Mindestlösung die Verdopplung der vorgesehenen Anlagenleistung. Andernfalls liege die Weiterentwicklung der Photovoltaik in dem Alpenland für zwei Jahre auf Eis. Im nächsten Schritt müsse die Deckelung dann abgeschafft werden, so die Umweltanwälte.
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