07.04.05 Nachhaltige Aktien , Meldungen

7.4.2005: GlaxoSmithKline bestes Pharmaunternehmen im Corporate Responsibility Rating

GlaxoSmithKline (UK), Novozymes und Novo Nordisk (beide DK) belegen im aktuellen Corporate Responsibility Rating von oekom research die f?hrenden Positionen. Wie die M?nchener Rating-Agentur meldet, wurden im Rahmen des Ratings analysiert, wie die 27 weltweit gr??ten Pharma- und Biotechunternehmen soziale und ?kologische Chancen und Risiken meistern.

Die Pharma- und Biotechbranche agiere in einem schwierigen Umfeld, hie? es weiter: Die ?ffentlichkeit erwarte von ihr wirksame Mittel gegen Krankheiten wie Krebs, Alzheimer oder Diabetes, diskutiere jedoch biotechnologische Methoden wie embryonale Stammzellenforschung oder therapeutisches Klonen aus ethischer Sicht ?u?erst kontrovers. W?hrend die Anteilseigner nach hohen Renditen verlangten, sollten die Unternehmen andererseits Medikamente in gro?em Stil m?glichst g?nstig an die dritte Welt abgeben. Die Produkte der Unternehmen sollten der menschlichen Gesundheit dienen, so oekom, doch Beeintr?chtigungen der ?kosysteme beispielsweise durch hormonell wirksame Medikamentenr?ckst?nde seien unerw?nscht. Die gro?e Herausforderung für die Unternehmen liege in der Balance der verschiedenen an sie gestellten Anspr?che.

Laut der M?nchener Agentur zeigte das Rating, dass die Unternehmen Risiken und Konfliktfeldern wie den eben genannten in unterschiedlichem Ma?e entgegen treten. W?hrend die Firmen auf den hinteren R?ngen kaum Ans?tze einer nachhaltigen Unternehmensf?hrung erkennen lie?en, h?tten die Branchenf?hrer fortschrittliche Programme und Ma?nahmen zur Probleml?sung umgesetzt. Das f?hrende Unternehmen GlaxoSmithKline etwa investiere in die Erforschung von Medikamenten und Impfstoffen gegen Krankheiten, die prim?r in Entwicklungsl?ndern auftr?ten. Zwar k?nnten die Unternehmen einerseits manch musterg?ltige Initiative wie jene von GlaxoSmithKline vorweisen, die gesamte Branche m?sse sich andererseits auch Kritik gefallen lassen: Zur Steigerung des Produktabsatzes versuchten Pharmareferenten immer wieder ?ber Zuwendungen in Form von Reisen, medizinischen Ger?ten oder Geldmitteln, ?rzte, Krankenh?user und Krankenkassen zum Vertrieb ihrer Produkte zu bewegen. Da ein Wettbewerb ?ber Preis oder Qualit?t der Medikamente meist entfalle, sei die gesamte Branche dem Reiz solch zweifelhafter Marketingpraktiken ausgesetzt.

Als Fazit der Untersuchung konnten die oekom-Analysten kein wei?es oder schwarzes, sondern vielmehr ein graues Bild der Branche zeichnen: Auf der Bewertungs-Skala von A+ bis D- erreichte das beste Unternehmen ein B, das schlechteste ein D-. Im Durchschnitt erzielten die Pharma- und Biotechunternehmen die Note C.
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