07.06.03

7.6.2003: Neue Studie: Deutsche Stromkunden zahlen 20 Millionen Euro zu viel

Laut einer neuen Studie der Bundesverbände WindEnergie (BWE) und Neuer Energieanbieter (bne) zahlen Stromkunden in Deutschland jährlich 20 Millionen Euro zuviel für elektrische Energie. Die Herausgeber der Schrift haben laut einer Pressemitteilung ein neues Abwicklungsmodell für Strom aus erneuerbaren Energien zwischen Händlern und Netzbetreibern entwickelt. Das Modell mache die zeitliche Verfügbarkeit und tatsächliche Einspeisung des Stroms transparent, hieß es.

"Unser Vorschlag führt dazu, dass die Händler tagsüber, wenn der EEG-Strom auch tatsächlich eingespeist wird, mehr Strom bekommen," sagt Dr. Henning Borchers, Geschäftsführer des bne. Dadurch ersetze der EEG Strom mehr teuren Spitzenlaststrom. In der Summe ließen sich dadurch mehr als 20 Millionen Euro für die Kunden einsparen. "Dass das EEG Kosten verursacht, liegt nicht am EEG an sich, sondern an den starren Marktregularien", erklärt Dr. Peter Ahmels, Präsident des BWE: "Die starren Regeln, wie EEG Strom einzuspeisen und abzunehmen ist, wurden von den Übertragungsnetzbetreibern festgelegt."

Um weitere Kostenentlastungen zu ermöglichen, setzen sich BWE und bne der Meldung zufolge außerdem für die Schaffung einer einheitlichen Regelzone sowie für die Einführung des Intra-Day- Handels ein. Damit sei der Versuch gemeint, die Tagesschwankungen der Kurse auszunutzen und Positionen an einem Tag zu kaufen und wieder zu verkaufen.
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