7.7.206: Meldung: ErSol Solar Energy AG: Erster Spatenstich für neues Dünnschichtmodul-Werk der ErSol in Erfurt

Erfurt, 7. Juli 2006. Die ErSol Thin Film GmbH (ETF), ein Tochterunternehmen der ErSol Solar Energy AG (ErSol), feiert heute in Anwesenheit von Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD) und weiteren Lokalpolitikern den ersten Spatenstich für die neue Produktionsstätte für Silizium-Dünnschichtmodule. Damit hat ErSol auf dem Gelände des Güterverkehrszentrums Erfurt den Startschuss für die Bauarbeiten für die Dünnschichtmodul- Fertigung gegeben. Auf einem circa 35.000 qm großen Areal wird bis Sommer 2007 eine Produktionsfläche von etwa 6.000 qm entstehen. Das Gelände bietet ausreichend Reserve für einen zukünftigen Ausbau der Fertigung. Die Fertigungsanlagen bezieht ErSol von der Schweizer UNAXIS S.A., einem weltweit führenden Unternehmen im Bereich Dünnschicht- und Vakuumtechnologie. In Erfurt entsteht damit eine der modernsten Photovoltaik- Produktionsstätten Europas.

Der Einstieg der ErSol Gruppe in die Dünnschichttechnologie ermöglicht eine additive, von der Siliziumverfügbarkeit nahezu unabhängige Wachstumsoption, die signifikante Kostensenkungspotentiale aufweist. Geschäftsführer der ETF sind Karsten Weltzien und Dr. Lutz Mittelstädt, die bereits seit einigen Jahren für die ErSol Solar Energy AG tätig sind. "Es gibt bereits erste Kundenanfragen aus dem In- und Ausland. Die Interessenten beabsichtigen, mit unseren Dünnschichtmodulen große Freiflächen-Photovoltaik-Anlagen zu errichten", so Karsten Weltzien.

Die aktive Schicht des Dünnschichtmoduls ist um mehr als einen Faktor Hundert dünner als bei einem herkömmlichen kristallinen Modul. Das amorphe Silizium wird direkt auf einem circa 3 mm dicken und leitfähig beschichteten Glas (Glassubstrat) abgeschieden. Damit bieten Photovoltaik-Dünnschichtmodule auf Basis von amorphem Silizium im Vergleich zur konventionellen kristallinen Siliziumtechnologie ein signifikantes Potenzial zur Einsparung des knappen Rohstoffes Silizium. Für den Zeitraum bis 2008 plant die ErSol Gruppe zunächst schrittweise in Abhängigkeit von Meilensteinen den Aufbau einer Fertigungskapazität von 40 MWp pro Jahr. Dafür werden in die Dünnschichtmodul- Produktion mehr als 80 Millionen Euro investiert und über 120 neue Dauerarbeitsplätze am Standort Erfurt geschaffen. Die Mitarbeiter werden nach individuellen Qualifizierungsmaßnahmen sowohl intern als auch extern durch Lieferanten und Bildungsträger für den Einsatz in der Produktion geschult. Mittelfristig wird ein jährliches Kapazitätsziel von 100 MWp angestrebt. Damit leistet ErSol einen erheblichen Beitrag zur Stärkung des Thüringer Solarstandortes. Die Produktionsaktivitäten im Bereich Dünnschichttechnologie sollen ab Sommer 2007 zum Unternehmensergebnis der ErSol beitragen. "Die Erweiterung der technologischen Kernkompetenz um diese Silizium sparende Dünnschichttechnologie ist Bestandteil der forcierten Wachstumsstrategie der ErSol Gruppe", so der Vorstandsvorsitzende Dr. Claus Beneking.

"Die amorphe Dünnschichttechnologie besitzt das Potenzial, einen Wirkungsgrad von 10 Prozent und mehr zu erreichen. Auch in Punkto Kosten hat Dünnschicht Stärken: Wir gehen für 2010 bei kristallinen Modulen von Herstellungskosten von ca. 2 Euro pro Watt-Peak (Wp) aus. Im Vergleich dazu könnten die Herstellungskosten für Dünnschichtmodule auf deutlich unter 2 Euro pro Wp fallen", so der Dünnschicht-Spezialist Dr. Claus Beneking, der vor seinem Einstieg in die ErSol AG als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungszentrum Jülich GmbH tätig war und dort den Aufbau und die Leitung eines Labors für Silizium- Dünnschicht-Solarzellen verantwortete. Für ErSol stellt die Dünnschicht eine zusätzliche Technologie zur kristallinen dar: Sie kann die herkömmliche kristalline Zelltechnologie, beispielsweise bei kleinen PV-Dachanlagen nicht ersetzen, bietet aber für die Gebäudeintegration und große Anlagen interessante Anwendungsmöglichkeiten. "Die Stärken dieser kostengünstigen Technologie sind klar ersichtlich, Dünnschichtmodule auf amorpher Silizium-Basis sind produktionstechnisch beherrschbar und es wird mit Rohstoffen gearbeitet, die nahezu unbegrenzt verfügbar und zudem noch ungefährlich sind", ergänzt Dr. Claus Beneking, der für den Unternehmensbereich Neue Technologien zuständige Vorstand.

ErSol Solar Energy AG
Wilhelm-Wolff-Str. 23
D-99099 Erfurt
Weitere Informationen:
Janina Broscheit
Tel.:+49 (0)361/ 21 95-121
Fax:+49 (0)361/ 21 95-133
E-Mail: presse@ersol.de
Internet: www.ersol.de

Über ErSol
Die 1997 gegründete ErSol Solar Energy AG ist Hersteller von mono- und multikristallinen Silizium-Solarzellen und hat ihr Produktportfolio durch die Akquisition der ASi Industries GmbH (ASi) Anfang September 2005 um monokristalline Ingots und Wafer erweitert. Im Februar 2006 wurde zusätzlich der Silizium-Recyclingbetrieb SRS Silicon Recycling Services, Inc. in Camarillo, Kalifornien, erworben. Mit ASi und SRS sind nun auch die der Solarzellenproduktion vorgelagerten Wertschöpfungsstufen der Siliziumaufbereitung sowie der Ingot- und Waferherstellung integriert. Ingots und Wafer sind die zur Solarzellenproduktion benötigten Vorprodukte und bestimmen maßgeblich die Qualität der daraus produzierten Solarzellen. Zudem vertreibt das Unternehmen über die Tochtergesellschaft aimex-solar weltweit Solarmodule. Über das Joint Venture Shanghai Electric Solar Energy Co., Ltd. (SESE) kann das Unternehmen die geplante internationale Expansion, insbesondere in Asien, vorantreiben. Mit der im Dezember 2005 gegründeten Gesellschaft ErSol Thin Film GmbH trägt die ErSol ihrem Einstieg in die Dünnschichtmodul-Produktion Rechnung. Die neue ErSol Gruppe beschäftigt über 360 Mitarbeiter. Seit 30. September 2005 ist ErSol im Prime Standard der Wertpapierbörse Frankfurt gelistet (ISIN: DE0006627532). Am 19. Dezember 2005 hat die Deutsche Börse die ErSol Aktie in den TecDAX aufgenommen.
Aktuell, seriös und kostenlos: Der ECOreporter-Newsletter. Seit 1999.
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x