07.09.04

7.9.2004: Tipps für den Rentenantrag von der Verbraucherzentrale

Der Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand ist nicht selten mit Schwierigkeiten verbunden. Mit der veränderten persönlichen Situation klarzukommen, fällt vielen Rentnern nicht leicht. Drücken dann noch finanzielle Probleme, weil etwa der Rentenantrag zu spät gestellt wurde oder das Geld auf sich warten lässt, weil es Unklarheiten bei der Überprüfung des Versicherungsverlaufes zur Errechnung der Höhe der Rente gibt, ist Ärger vorprogrammiert. Die Verbraucherzentrale NRW gibt Tipps, wie der Übergang aufs Altenteil reibungslos funktioniert und was Rentner tun sollten, damit sie beim Start ins Rentenleben nicht alt aussehen:

· Von der gesetzlichen Rentenversicherung erhält nur Geld, wer einen Antrag stellt. Nur in Ausnahmefällen erfolgt eine Leistung automatisch, so beispielsweise bei der Erwerbsminderungsrente, die bei Vollendung des 65. Lebensjahres in eine Regelaltersrente umgewandelt wird. Der Antrag bedarf keiner Form, kann also auch formlos gestellt werden, wenn kein Antragformular vorliegt. In einem formlosen Schreiben sollte jedoch klar zum Ausdruck gebracht werden, welche Leistung beantragt wird.

· An wen der Antrag gerichtet werden muss, ergibt sich aus der Art der ausgeübten Beschäftigung oder Tätigkeit. Die Bundesversicherungsanstalt für Angestellte ist für die Angestelltenversicherung zuständig, die Landesversicherungsanstalt für die Rentenversicherung der Arbeiter und die Bundesknappschaft für die knappschaftliche Rentenversicherung. Daneben gibt’s noch Sonderanstalten wie die Seekasse, die Künstlersozialkasse und die Bahnversicherungsanstalt. Die Zuständigkeit für einen Rentenantrag richtet sich immer nach dem letzten Pflichtbeitrag.

· Der Zeitpunkt für den Rentenantrag sollte davon abhängig gemacht werden, ob bereits ein Kontenklärungsverfahren beim Rentenversicherungsträger durchgeführt wurde. Bei der Kontenklärung wird der Versicherungsverlauf auf Vollständigkeit überprüft. Ist das Konto geklärt, oder liegen zumindest alle wichtigen Unterlagen für die Kontenklärung vor, reicht es aus, den Antrag etwa drei bis vier Monaten vor dem beabsichtigen Rentenbeginn zu stellen. Muss das Konto noch geklärt werden, muss unter Umständen mit längeren Wartezeiten gerechnet werden. Deshalb: Rechtzeitig an die Überprüfung des Versicherungsverlaufes denken! Zur Kontenklärung sollten zunächst alle Angaben des Rententrägers geprüft werden, beispielsweise die berücksichtigten Zeiträume oder die Höhe des Arbeitsentgelts. Da grundsätzlich jeder Monat von Bedeutung ist, sollten sich Rentner in spe zu jeder Lücke äußern und möglicherweise Unterlagen für alle Zeiten, die nicht im Versicherungsverlauf berücksichtigt sind, als Beweise vorlegen.

Weitere Informationen rund um die Rente bietet der Ratgeber „Der Weg zur Rente“ der Verbraucherzentrale NRW. Der Wegweiser zur aktuellen Rechtslage zum Thema Rente zeigt, wie durch gute Vorarbeit die Rente rechtzeitig und in der richtigen Höhe gesichert werden kann. Das Buch informiert zudem, welche Anspruchsvoraussetzungen für einzelne Renten erfüllt sein müssen, welche rentenrechtlichen Zeiten wie Beitragszeiten, Kinder- und Pflegeversicherungszeiten oder Ersatzzeiten von Bedeutung sind und welche Mittel und Wege zur Verfügung stehen, um sich gegen die Ablehnung von Leistungen zur Wehr zu setzen.

Berichte zur ethisch-ökologischen Altersvorsorge finden Sie hier (http://www.ecoreporter.de/index.php?action=,78,,110,81,,,108_r9__)

Den Ratgeber „Der Weg zur Rente“ gibt’s zum Abholpreis von 9,80 Euro in den Beratungsstellen aller Verbraucherzentralen.
Für zusätzlich zwei Euro für Porto und Versand kommt er – gegen Rechnung - auch ins Haus.

Bestelladresse:
Verbraucherzentrale NRW, Zentralversand, Adersstraße 78, 40215 Düsseldorf.
Oder telefonisch unter 0180/500 14 33, Fax: 0211/38 09-235,
eMail: publikationen@vz-nrw.de, Internet: www.vz-nrw.de.
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x