08.10.07 Nachhaltige Aktien , Meldungen

8.10.2007: Aktien-News: Anleger bewusst getäuscht? - Solarzellenhersteller Sunergy verklagt

Der chinesische Solarzellenhersteller Sunergy Co. Ltd. ist unter dem Vorwurf falscher Angaben im Zusammenhang mit seinem Börsengang im Mai verklagt worden. Die US-amerikanische Kanzlei Schiffrin Barroway Topaz & Kessler, LLP erhebt laut einer in New York eingereichten Klage unter anderem den Vorwurf, das Unternehmen habe die Aktionäre mit falschen Angaben über die Rohstoffversorgung in die Irre geführt.

Sunergy war im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres nach eigenen Angaben aufgrund von Engpässen bei der Ausstattung mit in die roten Zahlen gerutscht (wir berichteten: ECOreporter.de-Beitrag vom 27. August). Der vorgesehene Ausbau der Produktionskapazitäten werde von sechs auf vier weitere Produktionslinien zurückgefahren. Der Kurs der nach dem Börsenstart bei rund elf Euro gehandelten Aktie war danach auf etwa vier Euro eingebrochen. Er hatte sich im September wieder erholt auf rund acht Euro, nachdem Sunergy einen Liefervertrag mit einem Wafer-Produzenten aus Taiwan melden konnte.

Schiffrin Barroway Topaz & Kessler wirft dem Unternehmen in der Klage vor, die Anleger beim Börsengang im Mai bewusst falsch über die Rohstoffsituation informiert zu haben. Mit ursächlich für die mangelnde Ausstattung der Sunergy mit Silizium seien Verkäufe des Rohstoffs im Vorfeld des Börsendebüts gewesen. Durch diese Veräußerungen habe Sunergy seine Geschäftszahlen aufpoliert, um sich für den Börsengang attraktiver zu machen. Das Unternehmen habe gewusst, dass seine zuversichtliche Prognose für das 2. Geschäftsquartal nicht einzuhalten gewesen sei.

Von dem Solarzellenhersteller liegt eine Stellungnahme zu den Vorwürfen bislang nicht vor.

China Sunergy Co.,Ltd. ISIN US16942X1046 / WKN A0MLB4
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