08.10.07 Nachhaltige Aktien , Meldungen

8.10.2007: Aktien-News: Wettbewerbshüter werfen Lift- und Fahrtreppenhersteller illegale Absprachen vor

Illegale Absprachen wirft die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) dem Schweizer Lift- und Fahrtreppenhersteller Schindler vor. Medienberichten zufolge hat die BWB gegen fünf Unternehmen Geldbussen im Volumen von 88 Millionen Euro beantragt, dazu gehöre nach eigenen Angaben auch Schindler. Die Schweizer ZKB-Bank zählt das Unternehmen zu ihrem Nachhaltigkeitsuniversum. Analysten der Bank rieten im August, die Aktie überzugewichten (ECOreporter.de berichtete).

Die Wettbewerbshüter verdächtigen den Aufzughersteller den Angaben zufolge, seit den 80er-Jahren bis zumindest 2004 geheime Absprachen über die Zuteilung von Projekten, über Preise sowie über sonstige vertrauliche Marktinformationen getroffen zu haben.

Im Februar sei Schindler in einem Verfahren der EU-Kommission zu 230 Millionen Schweizer Franken Bußgeld verurteilt worden. Dabei sei es um Absprachen von fünf Lift- und Rolltreppen-Unternehmen in Deutschland, Belgien, den Niederlande und Luxemburg gegangen. Schindler kooperierte den Angaben zufolge in der Untersuchung mit der EU-Kommission. Anfang 2005 habe das Unternehmen begrenzte Absprachen in einzelnen EU-Ländern zugegeben, europaweite Verstöße aber bestritten.

Schindler ISIN: CH0024638196 / WKN: A0JEHV

Bild: Rolltreppe aus der Produktion von Schindler in Caracas / Quelle: Unternehmen
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