08.10.07 Nachhaltige Aktien , Meldungen

8.10.2007: Wochenrückblick: Theolia SA verzehnfacht Halbjahresumsatz – Solarunternehmen centrotherm photovoltaics AG geht an die Börse – Großaufträge für Biogashersteller Schmack und EnviTec – Zukäufe: Interseroh AG baut Metallsparte

In der vergangenen Börsenwoche legte der DAX 1,79 Prozent auf 7944,99 Punkte zu. Der Dow-Jones-Index verbesserte sich um 0,44 Prozent auf 13.974,31 Punkte. Der japanische Nikkei-Index stieg 1,55 Prozent auf 17.092,49 Punkte. Öl ist wieder etwas billiger geworden: Vom Rekordstand der letzten Woche bei 81,11 US-Dollar ging der Preis um 2,66 Prozent zurück auf 78,95 US-Dollar (Sorte "Brent Crude Oil"). Kupfer (Copper Grade A) hat sich weiter verteuert. Der Preis für die Tonne legte um 0,80 Prozent zu auf 8.225,00 Dollar pro Tonne (Vorwoche: 8.160,00 Dollar). Der Euro liegt weiter über 1,40 Dollar, er kostete 1,414 Dollar nach 1,4272 Dollar in der Vorwoche.

Eine Familie von Aktienindices zum Thema Klimawandel hat die Großbank HSBC aufgelegt. Wie die deutsche Tochter HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, mitteilte, lancierte die HSBC Corporate, Investment Banking und Markets (CIBM) die aus fünf Einzelindizes bestehende neue Klimawandel-Indexfamilie. Der weltweit ausgerichtete Referenzindex HSBC Global Climate Change Benchmark Index bilde die Wertentwicklung von 300 Unternehmen ab. Darüber hinaus habe HSBC vier investierbare Subindizes aufgelegt. Dazu wollen die Düsseldorfer in wenigen Wochen Zertifikate begeben, auch ein entsprechender Publikumsfonds sei geplant.

Theolia SA, französisches Neue-Energie-Unternehmen aus Aix-en-Provence, hat im ersten Halbjahr 2007 den Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 4,8 auf 51 Millionen Euro gesteigert. Das Nettoergebnis drehte von negativen 4,1 auf positive 6,3 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) belief sich auf 7,6 Millionen Euro. Das Ergebnis aus betrieblicher Tätigkeit stieg von negativen 5,1 auf positive 3,6 Millionen Euro.

Die US-amerikanische FPL Group Inc., größte Einzelproduzentin von Windenergie in den Vereinigten Staaten, will umfassend in Solarthermie investieren. Einem US-Medienbericht zufolge teilte das Unternehmen aus Juno Beach in Florida mit, in den nächsten sieben Jahren 2,4 Milliarden Dollar dafür aufwenden zu wollen.

Die Hamburger Conergy AG hat mit dem US-amerikanischen Dünnschicht-Modulhersteller FirstSolar die Lieferung von Solarmodule mit einer Gesamtleistung von 220 Megawatt (MW) bis 2012 vereinbart. Conergy hat damit das Volumen der bestehenden Verträgen mit FirstSolar von bisher 245 MW auf 465 MW annähernd verdoppelt. Die Module will Conergy laut der Meldung hauptsächlich in Deutschland sowie in den starken Wachstumsmärkten rund ums Mittelmeer einsetzen.

Der Berliner Solarmodulbauer Solon AG für Solartechnik hat seinen Vorstand verstärkt. Wie das TecDAX-Unternehmen berichtete, wurde Dr. Gero Wiese, 45, als Chief Operating Officer (COO) verpflichtet. Der Maschinenbau-Ingenieur übernehme die Verantwortung für die Bereiche Produktion, Vertrieb und IT, so Solon.

Der Technologiekonzern Jenoptik AG, Jena hat sich von seinen Anteilen an der PVA TePla AG getrennt. Wie Jenoptik mitteilte, wurde der Minderheitsanteil im Volumen von 17,7 Prozent der Aktien der Spezialistin für Kristallzuchtzanlagen und Vakuumtechnologie aus Asslar für mehr als 20 Millionen Euro verkauft.

Die Basler AG, börsennotierter Spezialist für maschinelles Sehen, soll laut einer Unternehmensmitteilung Produktionslinien eines der drei weltweit größten Hersteller von Solarzellen mit Inspektionssystemen ausstatten. Das Unternehmen aus Ahrensburg bei Hamburg machte zu Einzelheiten des Großauftrags aus der Solarindustrie keine Angaben.

Der Schweizer Hersteller von Spezialsägemaschinen für die Solarbranche, Meyer Burger Technology AG, hat einen weiteren Liefervertrag mit dem chinesischen Solarunternehmen Trina Solar Ltd abgeschlossen. Wie Meyer Burger meldete, umfasst das neue Auftragsvolumen einen Gesamtwert von rund 180 Millionen Schweizer Franken (CHF). Für das Geschäftsjahr 2008 erwarte Meyer Burger ein umsatzwirksames Volumen von 50 Millionen CHF aus dem Vertrag.

Die Phoenix Solar AG will in Griechenland ein Solarkraftwerk mit knapp einem Megawatt Leistung bauen. Wie das Unternehmen aus Sulzemoos berichtete, wurde mit einer in Großbritannien ansässigen Gesellschaft ein entsprechender Generalunternehmervertrag unterzeichnet. Die Fertigstellung der Anlage sei noch in 2007 geplant.

Der Denver International Airport wird mit einer Zwei-MW-Solaranlage ausgestattet. Die WorldWater & Solar Technologies Corp. soll sie errichten, laut Unternehmensangaben finanziert sie MMA Renewable Ventures, LLC, eine Tochter der Municipal Mortgage & Equity, LLC. Die aus dem Projekt generierten Grünstromzertifikate würden von dem Stromerzeuger Xcel Energy gekauft.
Der Quercus Trust hat 7,5 Millionen WorldWater-Aktien zu einem Preis von 1,782 Dollar pro Aktie gekauft. Laut WorldWater beläuft sich das Gesamtvolumen des Engagements auf 13,365 Millionen Dollar. Zusätzlich erhalte Quercus die Option, weitere neun Millionen WorldWater-Aktien für 1,815 Dollar pro Aktie zu erwerben. Quercus Anteil an WorldWater sei auf 16,4 Prozent gestiegen.

Zusammen mit dem koreanischen Energieunternehmen EnE System baut die US-amerikanische SunPower Corporation eine Zwei-MW-Solaranlage in Südkorea. Wie das Unternehmen mit Sitz im kalifornischen San José mitteilte, soll die Anlage auf dem Gelände einer Mülldeponie in der Stadt Jeonju entstehen.

Der Finanzcontroller der chinesischen Solarwaferproduzentin LDK Solar Co. Ltd. hat das Unternehmen verlassen und schwere Vorwürfe gegen LDK erhoben. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters seien die Kontrollen unzureichend. Außerdem seien die vorhandenen Polysiliziumreserven um 250 Tonnen zu hoch inventarisiert. Die LDK-Aktie verlor an der New Yorker Börse bis zu 25 Prozent an Wert. LDK erklärte, ein unabhängiges Unternehmen prüfe derzeit die Vorwürfe. Interne Ermittlungen seien ergebnislos verlaufen.
Von der Solartech Energy Corp. aus Taiwan hat LDK Solar einen Großauftrag mit einem Volumen von 224 Millionen Dollar für die nächsten drei Jahre erhalten.

Bis zum 11. Oktober können Anleger Kaufangebote für die Aktien des Solarunternehmens centrotherm photovoltaics AG aus Blaubeuren abgeben. Wie centrotherm mitteilte, wurde die Preisspanne für die Anteilscheine auf 26,50 bis 34,50 Euro pro Aktie festgelegt. Den endgültigen Platzierungspreis will das Unternehmen am 11. Oktober 2007 festlegen. Ab dem 12. Oktober soll die Aktie im Prime Standard des amtlichen Marktes der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt werden. Im Zuge des Börsengangs will das Unternehmen 4,0 Millionen Aktien aus einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlage und bis zu 671.000 Aktien aus dem Eigentum von Altaktionären platzieren. Weitere bis zu 694.000 Aktien aus dem Eigentum von Altaktionären stehen den Konsortialbanken für eine eventuelle Mehrzuteilung (‚Greenshoe’) zur Verfügung.

Die Spezialistin für Bioenergieanlagen, bioenergy systems N.V., hat im ersten Halbjahr nach vorläufigen Zahlen 2,92 Millionen Euro Umsatz gemacht. Das Konzernergebnis vor Steuern liege bei 222.000 Euro, teilte das Unternehmen mit. In ersten Jahreshälfte seien die ersten Anlagen in Betrieb genommen worden.

Aufgrund der aktuell schwachen Marktlage hat die US-amerikanische Herstellerin von Bioethanol, VeraSun Energy Corp., den Bau ihrer Bioraffinerie in Reynolds, Indiana gestoppt. Hintergrund sei der abrupte Preisverfall für Bioethanol, meldete das Unternehmen aus Brookings, South Dakota. Langfristig hielt VeraSun am positiven Ausblick für Ethanol als günstigen und sauberen Energielieferanten fest.


Den Auftrag für einen Biogaspark im Volumen von 42 Millionen Euro meldete die EnviTec Biogas AG aus Lohne in Niedersachsen. Auftraggeber für das Projekt mit rund 22 Megawatt Leistung in Güstrow sei die Leipziger Nawaro Engineering GmbH. In der Anlage sollen demnach 10.000 Kubikmeter Biogas pro Stunde erzeugt, zu Erdgasqualität aufbereitet und ins Erdgasnetz eingespeist werden.

Der Dämmstoffhersteller Steico AG will rund fünf Millionen Euro in eine Anlage zur Herstellung von Hanfschäbenplatten investieren. Die sogenannten Schäben sind laut Steico der holzige Innenteil des Hanfstengels. Bei der Herstellung der Steico-Hanfdämmstoffe fielen sie in größeren Mengen als Nebenprodukt an. Mit der neuen Anlage könne man die Schäben künftig zu Werkstoffplatten mit geringem Gewicht und hoher Festigkeit weiterverarbeiten

Einen Auftrag im Wert von und 8,5 Millionen Euro aus der afrikanischen Republik Botswana meldet die Spezialistin für Wasserreinigung, Christ Water Technology AG. Die Christ-Tochter Aqua Engineering South Africa (Pty.) Ltd. soll demnach für das Department of Waste Management and Pollution Control der Republik das Abwasserwerk in Gaborone erweitern.

Einen Rekordauftragseingang von 42 Millionen Euro im 3.Quartal 2007 meldete die Klagenfurter SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG. Das Unternehmen steigerte demnach den Auftragsstand auf 41 Millionen Euro, nach 30 Millionen Euro im Vorjahr. Für das Gesamtjahr hoffen die Klagenfurter bei reduziertem Umsatz auf mit eine leichte Steigerung der Ergebnisse zum Vorjahr.

Der Kölner Rohstoff- und Recyclingkonzern Interseroh AG hat die Mehrheit an zwei international tätigen Metallhändlern übernommen. Laut dem Unternehmen handelt es sich um niederländische Europe Metals b.v. und an die Europe Metals Asia Ltd., Honkong. Die Akquisitionen bringen Interseroh den Angaben zufolge ein Plus von rund 120.000 Tonnen Nichteisenmetallen (NE), wie Kupfer, Aluminium oder Messing, sowie einen Umsatzzuwachs von zirka 200 Millionen Euro auf der Basis der Europe Metals-Daten für 2006. Beiden Beteiligungen muss noch das Kartellamt zustimmen.

Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie auf unserer Informationsseite Kurse.


Bilder: Gondel einer Windkraftanlage der Theolia SA; Kristallzuvhtanlage der PVA TePla AG; Biogaskraftwerk von Schmack Biogas; Stahlrecycling bei Interseroh / Quelle jeweils: Unternehmen

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der UmweltBank.
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