08.11.06

8.11.2006: Meldung: Holcim AG: Neunmonatszahlen

Akquisitionen und effizientes Kostenmanagement führen bei solider Bauwirtschaft zu Rekordergebnissen

November 08, 2006 -

* Höhere Verkaufsmengen in allen Konzernregionen und Segmenten.
* Nettoverkaufsertrag nimmt um 31 Prozent auf CHF 17,514 Milliarden zu.
* Steigerung des betrieblichen EBITDA um 28 Prozent auf CHF 4,489 Milliarden.
* Betriebsgewinn legt um 27 Prozent auf CHF 3,281 Milliarden zu.
* Konzerngewinn steigt um 43 Prozent auf CHF 1,950 Milliarden.
* Geldfluss aus Geschäftstätigkeit verbessert sich um 26 Prozent auf CHF 2,348 Milliarden.


Holcim auf Wachstumskurs
In den ersten neun Monaten dieses Jahres sind die Verkäufe in allen Konzernregionen und Segmenten weiter gestiegen. Auch die finanziellen Resultate haben sich erfreulich entwickelt.

Die weltweite Baukonjunktur hat da und dort an Schwung verloren. Holcim ist es gelungen, die etwas schwächere Nachfrage in Nordamerika und in einigen asiatischen Ländern durch Wachstum in anderen Märkten zu kompensieren.

Höhere Absatzmengen, Preisanpassungen und Effizienzsteigerungen leisteten zusammen mit den Akquisitionen einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg und erlaubten, der Energieverteuerung, dem Wettbewerbsdruck und staatlichen Preiskontrollen in einigen Ländern entgegenzuwirken.

Der konsolidierte Zementabsatz hat in der Berichtsperiode um 25,1 Prozent auf 103,8 Millionen Tonnen zugenommen. Die grössten Volumensteigerungen erzielte Holcim in den Konzernregionen Asien, Ozeanien und Lateinamerika.

Bei den Zuschlagstoffen war die Entwicklung mit einem Plus von 12,8 Prozent auf 138 Millionen Tonnen substantiell. Von Bedeutung waren hier die zusätzlichen Lieferungen von Aggregate Industries. Ins Gewicht fiel aber auch der höhere Ausstoss in West- und Südosteuropa sowie Südafrika.

Beim Transportbeton wurde eine Steigerung um 16,7 Prozent auf 32,8 Millionen Kubikmeter realisiert. Zusätzliche Volumen generierte Aggregate Industries in Europa und Nordamerika.

Konzern 3Q Resultate

Der konsolidierte Nettoverkaufsertrag erhöhte sich um 30,5 Prozent auf CHF 17,514 Milliarden. Der betriebliche EBITDA hat mit CHF 4,489 Milliarden (+28,2 Prozent) in allen Konzernregionen zugenommen. Den stärksten Anstieg erzielte Holcim mit 121,6 Prozent in der Konzernregion Asien, Ozeanien. Es folgten Europa mit 16,8 Prozent, Nordamerika mit 15,1 Prozent, Lateinamerika mit 13 Prozent und Afrika, Naher Osten mit 8 Prozent. Das interne betriebliche EBITDA-Wachstum des Konzerns betrug 10,9 Prozent. Werden der veränderte Konsolidierungskreis und Produktmix einbezogen, resultiert erwartungsgemäss eine etwas tiefere betriebliche EBITDA-Marge von 25,6 Prozent. Unter Ausklammerung von Akquisitions- und Währungseinflüssen verbesserte sich die betriebliche EBITDA-Marge trotz der Energieverteuerung auf 26,5 Prozent (9 Monate 2005: 26,1). Der konsolidierte Betriebsgewinn nahm um 27,4 Prozent auf CHF 3,281 Milliarden zu, und der Geldfluss aus Geschäftstätigkeit erreichte CHF 2,348 Milliarden (9 Monate 2005: 1,864). Der Konzerngewinn stieg um 43,2 Prozent auf CHF 1,950 Milliarden, und der Anteil am Konzerngewinn der Aktionäre von Holcim Ltd erreichte CHF 1,505 Milliarden, was einem Plus von 30,5 Prozent entspricht.

Starke europäische Bauwirtschaft
Die robuste Konjunktur hat die europäische Bauwirtschaft positiv beeinflusst. Insbesondere in Frankreich, den Benelux-Staaten sowie in Spanien und der Schweiz war die Auftragslage erfreulich. In Grossbritannien stützten der staatliche Wohnbau und der gewerblich-industrielle Bau die Nachfrage, und in Deutschland führte die generell bessere Wirtschaftsverfassung zu steigenden Bauvolumen. Auch in Osteuropa setzte sich der positive Wachstumstrend fort. Im südöstlichen Teil Europas profitierte die Baustoffindustrie vom grossen Bedarf im Wohnbau und dem beschleunigten Ausbau der Infrastruktur. In Russland herrschten im Baubereich ebenfalls gute Marktverhältnisse.

Höhere Verkaufsvolumen erzielten wir in Frankreich, Belgien und den Niederlanden. Holcim Spanien realisierte beim Transportbeton einen neuen Lieferrekord, konzentrierte sich jedoch bei Zement und Zuschlagstoffen vermehrt auf margenstarke Produktsegmente. Aggregate Industries UK konnte den Absatz von Zuschlagstoffen steigern und auch bei den Transportbetonlieferungen erneut zulegen. Beim Asphalt verzeichnete die britische Konzerngesellschaft jedoch einen Rückgang der Verkäufe wegen zögerlicher Projektvergabe im Strassenbau und bei der Belagserneuerung. Holcim Deutschland profitierte von der regen Bautätigkeit im Raum Hamburg und erzielte in allen Segmenten ein Volumenplus. Trotz verhaltener Marktsituation und einem verstärkten Preisdruck konnte die italienische Konzerngesellschaft die Zuschlagstoff- und Transportbetonlieferungen ausweiten. In der Schweiz und im süddeutschen Raum führte die rege Baustoffnachfrage zu ansehnlichen Zuwachsraten. An der Spitze der Konzernländer in Osteuropa standen Rumänien, Serbien und Bulgarien; in diesen Märkten hat Holcim beim Absatz die grössten Steigerungsraten erzielt. Da auch in Zukunft mit einem steigenden Baustoffbedarf gerechnet wird, hat Holcim Bulgarien das Werk Beli Izvor modernisiert und die Klinkerkapazität substantiell ausgebaut. Die beiden Zementwerke Volsk und Shurovo in Russland waren gut ausgelastet, und die Lieferungen nahmen weiter zu.

Der konsolidierte Absatz hat in Europa in den ersten neun Monaten in allen Segmenten zugenommen. Beim Zement erhöhten sich die Lieferungen um 2,9 Prozent auf 24,7 Millionen Tonnen. Überdurchschnittlich war die Mengenausweitung mit 18,4 Prozent auf 69,6 Millionen Tonnen bei den Zuschlagstoffen und mit 14,6 Prozent auf 14,9 Millionen Kubikmeter beim Transportbeton. In dieser kräftigen Steigerung widerspiegelt sich in erster Linie Aggregate Industries UK, deren Verkäufe im Vorjahr erst ab April in die Konzernrechnung eingeflossen sind. Aggregate Industries UK setzte 22,4 Millionen Tonnen Zuschlagstoffe, 2,1 Millionen Kubikmeter Transportbeton und 4,2 Millionen Tonnen Asphalt ab. Ins Gewicht fielen aber auch die höheren Lieferungen von Holcim France Benelux und der Konzerngesellschaften in Südosteuropa.

Europa 3Q Resultate

In der Konzernregion Europa nahm der betriebliche EBITDA um 16,8 Prozent auf CHF 1,464 Milliarden zu, und das interne betriebliche EBITDA-Wachstum erreichte 9,5 Prozent. Alle Konzerngesellschaften haben ihre Leistungsausweise zum Teil markant verbessert.

Im September 2006 hat Aggregate Industries UK von der Europäischen Union die Bewilligung zur Übernahme der Baustoffgruppe Foster Yeoman erhalten. Diese Gesellschaft verfügt über attraktive Steinbrüche und Asphaltbetriebe in Grossbritannien sowie über ein interessantes Netzwerk von Verkaufsstützpunkten für Zuschlagstoffe in wichtigen Häfen an der Küste Nord- und Osteuropas. Die Zustimmung der britischen Behörden wird bis Ende dieses Jahres erwartet.

Abflachung in Nordamerika
In den USA fand insbesondere auf dem Immobilienmarkt eine Abkühlung statt. Sowohl die neu beantragten Wohnbaubewilligungen als auch die neu in Angriff genommenen Wohneinheiten waren rückläuftig. Erfreulich entwickelten sich hingegen der industrielle und kommerzielle Bau sowie die Ausbauprojekte im Infrastrukturbereich. In Kanada konnten sich nicht alle Regionen gleich gut behaupten. In den Provinzen Quebec und Ontario, dem Hauptabsatzgebiet von St. Lawrence Cement, war die Marktsituation verhalten.

Die konsolidierten Zementlieferungen von Holcim in Nordamerika entwickelten sich in den ersten neun Monaten 2006 recht stabil. Trotz einer schwächeren Bautätigkeit im dritten Quartal im Einzugsgebiet der Flüsse Mississippi und Missouri haben sie um 1,5 Prozent auf 13,7 Millionen Tonnen geringfügig zugenommen. Wegen eines Nachfrageüberhangs mussten weiterhin grössere Mengen Klinker und Zement sowie Hüttensand – das Ausgangsmaterial zur Herstellung von GranCem®-Produkten – importiert werden.

Aggregate Industries US konnte ihre Marktanteile halten, musste jedoch vor allem im Nordosten der USA und in der Region der Grossen Seen witterungs- und konjunkturbedingt Volumeneinbussen hinnehmen. Bei den Zuschlagstoffen und beim Transportbeton hat die kanadische St. Lawrence Cement Rückschläge erlitten. Dank den erstmals über neun Monate konsolidierten Verkaufsmengen von Aggregate Industries US und dem Einbezug der Volumen der neu erworbenen Meyer Material Company ab Juli 2006 resultierte in der Konzernregion Nordamerika dennoch ein deutlicher Lieferanstieg. Aggregate Industries US setzte in diesem Jahr 34,2 Millionen Tonnen Zuschlagstoffe, 3,5 Millionen Kubikmeter Transportbeton und 6,3 Millionen Tonnen Asphalt ab.

Nordamerika 3Q Resultate

Der betriebliche EBITDA der Konzernregion Nordamerika stieg um 15,1 Prozent auf CHF 776 Millionen. In einem preislich positiven Umfeld erreichte das interne betriebliche EBITDA-Wachstum 14,6 Prozent.

Die im Juli 2006 erworbene Meyer Material Company wurde vollständig in Aggregate Industries US integriert. Die in Chicago beheimatete Baustoffirma verstärkt das Zuschlagstoffgeschäft und die spartenverwandten Aktivitäten und eröffnet der Gruppe ein zusätzliches Wachstumspotential.

Anhaltender Aufwärtstrend in Lateinamerika
In Lateinamerika hielt der Aufwärtstrend in der Wirtschaft ungebrochen an. In allen Ländern, in denen Holcim tätig ist, nahm die Inlandnachfrage verglichen mit der entsprechenden Vorjahresperiode zu. Besonders positiv wirkten sich die unverändert hohen Weltmarktpreise für Rohstoffe und landwirtschaftliche Produkte aus. In diesem günstigen Umfeld hat auch die Bautätigkeit weiter an Schwung gewonnen. Im Zentrum der Aktivitäten standen einmal mehr der private und soziale Wohnbau sowie Infrastrukturvorhaben.

Kräftig zugenommen haben die Verkäufe von Holcim Apasco in Mexiko. In den Segmenten Zuschlagstoffe und Transportbeton sind die Lieferungen in diesem Jahr sogar zweistellig gewachsen, wobei der gewerblich-industrielle Bau sowie die Erweiterung der Verkehrsinfrastruktur und der Energieversorgung einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg leisteten. Gesteigert wurden auch die Klinker- und Zementausfuhren. In Zentralamerika ist es allen Gesellschaften gelungen, den Zementversand zu erhöhen; sehr gut behaupteten sich insbesondere Cemento de El Salvador und Panamá Cement. Holcim Ecuador verzeichnete erneut einen Verkaufsrekord. Gut war die Absatzlage auch in Kolumbien; die immer noch tiefen Zementpreise erholen sich allerdings nur langsam. Holcim Venezuela hat, um der stetig wachsenden Inlandnachfrage zu entsprechen, die Zementexporte zurückgenommen. Bei den Zuschlagstoffen und beim Transportbeton stiegen die Verkäufe dieser Konzerngesellschaft markant an. In Brasilien hat Holcim dank reger Bautätigkeit in allen Segmenten grössere Mengen abgesetzt. Der anhaltend grosse Wettbewerbsdruck belastete jedoch die Erfolgsrechnung. Cemento Polpaico in Chile und vor allem Minetti in Argentinien übertrafen die Liefervolumen des Vorjahres zum Teil deutlich.

Der konsolidierte Zementabsatz von Holcim in Lateinamerika nahm um 10,8 Prozent auf 19,5 Millionen Tonnen zu. Alle Konzerngesellschaften erzielten höhere lokale Verkaufsmengen. Bei den Zuschlagstoffen und beim Transportbeton stiegen die konsolidierten Lieferungen um 9 Prozent auf 9,7 Millionen Tonnen beziehungsweise um 17,2 Prozent auf 7,5 Millionen Kubikmeter.

Lateinamerika 3Q Resultate

Der betriebliche EBITDA stieg um 13 Prozent auf CHF 955 Millionen. Zu diesem erfreulichen Ergebnis haben fast alle Konzerngesellschaften beigetragen, speziell aber Holcim Apasco in Mexiko und Holcim Ecuador. Die nach wie vor tiefen Preise führten bei Holcim Brasilien zu einem operativen Verlust. Insbesondere wegen stark gestiegener Energiekosten konnte der Leistungsausweis von Minetti nicht an das gute Vorjahr anschliessen. Das interne betriebliche EBITDA-Wachstum betrug in der Konzernregion Lateinamerika 10,5 Prozent.

Gute Resultate in der Konzernregion Afrika, Naher Osten
In Afrika und im Nahen Osten war die konjunkturelle Entwicklung bei regional unterschiedlicher Dynamik insgesamt zufriedenstellend. Robust blieb die Bautätigkeit vor allem in Marokko und Südafrika. Im Libanon hingegen litt die Geschäftstätigkeit unter den kriegerischen Ereignissen, und auch in Ägypten verlangsamte sich das Wachstum vorübergehend. An der westafrikanischen Küste und im Indischen Ozean hat demgegenüber die Nachfrage in den von Holcim belieferten Baustoffmärkten zugenommen.

Beim Zement erzielte Holcim Marokko in den ersten neun Monaten 2006 eine beachtliche Absatzsteigerung. Autobahnbauten, staatliche Förderprogramme speziell im Wohnbau und steigende Investitionsvolumen im Tourismussektor führten auch zu höheren Lieferungen bei den Zuschlagstoffen und beim Transportbeton. Holcim Libanon konnte im Werk Chekka, das im Norden des Landes liegt, die Klinker- und Zementproduktion fast bis zum Ende der Kampfhandlungen aufrechterhalten. Während kurzer Zeit kam jedoch der Zementversand zum Erliegen. Er hat sich aber mit Einkehr der Waffenruhe rasch erholt. Die Inlandverkäufe von Egyptian Cement blieben recht stabil; es wurde aber weniger exportiert. Im Indischen Ozean verharrten die Zementlieferungen auf Vorjahreshöhe. Auf La Réunion führten der Strassen- und Wohnbau zu deutlich höheren Transportbetonvolumen. Die seit Jahresanfang 2006 ungebrochene Zunahme der Lieferungen von Holcim Südafrika – speziell bei den Zuschlagstoffen und beim Transportbeton – ist auf eine anziehende Baukonjunktur zurückzuführen.

Die Zementlieferungen in der Konzernregion Afrika, Naher Osten wurden durch die schwierige Lage im Libanon temporär belastet. Sie stiegen deshalb nur leicht um 0,9 Prozent auf 11,3 Millionen Tonnen an. Die Verkaufsmengen bei den Zuschlagstoffen und beim Transportbeton nahmen demgegenüber deutlich zu, und zwar um 15,1 Prozent auf 8,4 Millionen Tonnen respektive um 11,8 Prozent auf 1,9 Millionen Kubikmeter.

Afrika, Naher Osten 3Q Resultate

Der betriebliche EBITDA der Konzernregion Afrika, Naher Osten erhöhte sich um 8 Prozent auf CHF 512 Millionen. Zu diesem guten Resultat haben mit Ausnahme von Holcim Libanon alle Konzerngesellschaften beigetragen. Markant bessere Resultate erzielte Holcim in Ägypten, Marokko und Südafrika. Das interne betriebliche EBITDA-Wachstum erreichte 10,5 Prozent.

In der Berichtsperiode hat Holcim eine Absichtserklärung zur Veräusserung eines namhaften Anteils der Mehrheitsbeteiligung an Holcim Südafrika unterzeichnet. Damit will Holcim den gesetzlichen Pflichten im Rahmen von "Black Economic Empowerment" entsprechen und Holcim Südafrika im Markt optimal positionieren. Werden alle Vorbedingungen erfüllt, kann mit einem Abschluss der Transaktion im nächsten Jahr gerechnet werden. Bis dahin bleibt Holcim Südafrika Teil des Konzerns.

Indien als Wachstumsmotor in Asien, Ozeanien
Die Baumärkte in der Konzernregion Asien, Ozeanien haben sich mehrheitlich positiv entwickelt. Die Konjunktur war insgesamt solid, und die Bauvolumen blieben speziell in Indien und China beeindruckend. In Thailand dämpfte die politische Unsicherheit das wirtschaftliche Geschehen, und auf den Philippinen belastete der angespannte Staatshaushalt das Investitionsklima. Auf relativ hohem Niveau stabil war die Baustoffnachfrage in Australien, und auch in Neuseeland herrschte eine ansprechende Bautätigkeit.

Die indischen Konzerngesellschaften konnten trotz heftigem Monsunregen die Zementlieferungen kräftig ausweiten. Im Vergleich zu den ersten neun Monaten 2005 verkaufte Holcim auch in Sri Lanka, Bangladesch und Malaysia mehr Zement. Sehr gut entwickelte sich der Absatz von Holcim Singapur.

In Thailand hat die Konzerngesellschaft den vorübergehend schwächeren Inlandbedarf durch höhere Zement- und Klinkerausfuhren nahezu ausgeglichen. Zudem wurde mehr Transportbeton verkauft. In Vietnam und Indonesien haben die Verkäufe in der Berichtsperiode abgenommen. Stabile Inlandverkäufe verzeichnete Holcim Philippinen. Wegen eines Produktionsengpasses im Werk Davao – es wird unter anderem eine neue Siloanlage gebaut – mussten die Zementexporte zurückgenommen werden. Holcim Neuseeland ist es gelungen, die witterungsbedingt aufgelaufenen Lieferrückstände des ersten Semesters weitgehend wettzumachen.

Die starke Zunahme der konsolidierten Zementverkäufe in der Konzernregion Asien, Ozeanien um 79,9 Prozent auf 39,4 Millionen Tonnen ist auf die Neukonsolidierungen ACC und Gujarat Ambuja Cements in Indien zurückzuführen. Im Segment Zuschlagstoffe bildeten sich die Verkaufsmengen wegen Holcim Neuseeland um 4,2 Prozent auf 2,3 Millionen Tonnen zurück. Angestiegen ist demgegenüber der Versand von Transportbeton, und zwar um 26,9 Prozent auf 3,3 Millionen Kubikmeter. Gründe sind der erstmalige Einbezug der neuen Positionen in Indien und die verstärkte vertikale Integration in mehreren Grossagglomerationen.

Asien, Ozeanien 3Q Resultate

Der betriebliche EBITDA hat in der Konzernregion Asien, Ozeanien markant um 121,6 Prozent auf CHF 933 Millionen zugenommen. Das deutlich bessere finanzielle Ergebnis ist auf den erweiterten Konsolidierungskreis und auf ein strenges Kostenmanagement bei mehrheitlich stabilen Verkaufspreisen zurückzuführen. Das interne betriebliche EBITDA-Wachstum betrug 0,2 Prozent.

Neue Margenziele pro Segment
Nachdem Holcim im Rahmen der Wachstumsstrategie mittels Akquisitionen im asiatischen Raum sowie in den Segmenten Zuschlagstoffe und Weitere Baustoffe und Serviceleistungen das Beteiligungsportefeuille erheblich verstärkte, wurden nun auf Konzernebene spezifische Margenziele pro Segment festgelegt, um den Kapitalkostensatz (WACC) des Konzerns von 8 Prozent nach Steuern nachhaltig zu übertreffen. Um dieses Ziel bis 2010 sicherzustellen, wird Holcim die effizienzsteigernden Programme und Massnahmen in allen Segmenten konsequent fortführen. Im Segment Zement einschliesslich der mineralischen Bindemittel beträgt das betriebliche EBITDA-Margenziel unter Einschluss der bereits angekündigten Veränderungen im Konsolidierungskreis 33 Prozent. Für die Zuschlagstoffe gilt ein Ziel von durchschnittlich 27 Prozent, und für das Segment Weitere Baustoffe und Serviceleistungen einschliesslich Transportbeton und Asphalt liegt der Richtwert bei 8 Prozent.

Weiterhin gute Aussichten für einen erfolgreichen Geschäftsabschluss 2006
In der Bauwirtschaft hat sich das Wachstum in einzelnen Marktregionen verlangsamt. Dank Neukonsolidierungen, einer ausgezeichneten geographischen Diversifikation und einem erfolgreichen Geschäftsgang bei den Konzerngesellschaften wird Holcim einen erfreulichen Jahresabschluss ausweisen. Verwaltungsrat und Konzernleitung sind überzeugt, dass das interne betriebliche EBITDA-Wachstum 2006 das langjährige Mittel von 5 Prozent deutlich übertreffen wird.

Kennzahlen

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Holcim ist einer der weltweit führenden Anbieter von Zement und Zuschlagstoffen (Schotter, Kies und Sand) einschliesslich weiterer Geschäftsaktivitäten wie Transportbeton und Asphalt inklusive Serviceleistungen. Der Konzern hält Mehrheits- und Minderheitsbeteiligungen in mehr als 70 Ländern auf allen Kontinenten.
* * * * * * *
Corporate Communications: Tel. +41 58 858 87 10
Investor Relations: Tel. +41 58 858 87 87
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Diese Medienmitteilung, der gedruckte Bericht zum 3. Quartal 2006 und eine Präsentation der Resultate (in Englisch) ist unter www.holcim.com/presentations verfügbar.
8:11:2006. Meldung: Holcim AG: Neunmonatszahlen

Akquisitionen und effizientes Kostenmanagement führen bei solider Bauwirtschaft zu Rekordergebnissen

November 08, 2006 -

* Höhere Verkaufsmengen in allen Konzernregionen und Segmenten.
* Nettoverkaufsertrag nimmt um 31 Prozent auf CHF 17,514 Milliarden zu.
* Steigerung des betrieblichen EBITDA um 28 Prozent auf CHF 4,489 Milliarden.
* Betriebsgewinn legt um 27 Prozent auf CHF 3,281 Milliarden zu.
* Konzerngewinn steigt um 43 Prozent auf CHF 1,950 Milliarden.
* Geldfluss aus Geschäftstätigkeit verbessert sich um 26 Prozent auf CHF 2,348 Milliarden.


Holcim auf Wachstumskurs
In den ersten neun Monaten dieses Jahres sind die Verkäufe in allen Konzernregionen und Segmenten weiter gestiegen. Auch die finanziellen Resultate haben sich erfreulich entwickelt.

Die weltweite Baukonjunktur hat da und dort an Schwung verloren. Holcim ist es gelungen, die etwas schwächere Nachfrage in Nordamerika und in einigen asiatischen Ländern durch Wachstum in anderen Märkten zu kompensieren.

Höhere Absatzmengen, Preisanpassungen und Effizienzsteigerungen leisteten zusammen mit den Akquisitionen einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg und erlaubten, der Energieverteuerung, dem Wettbewerbsdruck und staatlichen Preiskontrollen in einigen Ländern entgegenzuwirken.

Der konsolidierte Zementabsatz hat in der Berichtsperiode um 25,1 Prozent auf 103,8 Millionen Tonnen zugenommen. Die grössten Volumensteigerungen erzielte Holcim in den Konzernregionen Asien, Ozeanien und Lateinamerika.

Bei den Zuschlagstoffen war die Entwicklung mit einem Plus von 12,8 Prozent auf 138 Millionen Tonnen substantiell. Von Bedeutung waren hier die zusätzlichen Lieferungen von Aggregate Industries. Ins Gewicht fiel aber auch der höhere Ausstoss in West- und Südosteuropa sowie Südafrika.

Beim Transportbeton wurde eine Steigerung um 16,7 Prozent auf 32,8 Millionen Kubikmeter realisiert. Zusätzliche Volumen generierte Aggregate Industries in Europa und Nordamerika.

Konzern 3Q Resultate

Der konsolidierte Nettoverkaufsertrag erhöhte sich um 30,5 Prozent auf CHF 17,514 Milliarden. Der betriebliche EBITDA hat mit CHF 4,489 Milliarden (+28,2 Prozent) in allen Konzernregionen zugenommen. Den stärksten Anstieg erzielte Holcim mit 121,6 Prozent in der Konzernregion Asien, Ozeanien. Es folgten Europa mit 16,8 Prozent, Nordamerika mit 15,1 Prozent, Lateinamerika mit 13 Prozent und Afrika, Naher Osten mit 8 Prozent. Das interne betriebliche EBITDA-Wachstum des Konzerns betrug 10,9 Prozent. Werden der veränderte Konsolidierungskreis und Produktmix einbezogen, resultiert erwartungsgemäss eine etwas tiefere betriebliche EBITDA-Marge von 25,6 Prozent. Unter Ausklammerung von Akquisitions- und Währungseinflüssen verbesserte sich die betriebliche EBITDA-Marge trotz der Energieverteuerung auf 26,5 Prozent (9 Monate 2005: 26,1). Der konsolidierte Betriebsgewinn nahm um 27,4 Prozent auf CHF 3,281 Milliarden zu, und der Geldfluss aus Geschäftstätigkeit erreichte CHF 2,348 Milliarden (9 Monate 2005: 1,864). Der Konzerngewinn stieg um 43,2 Prozent auf CHF 1,950 Milliarden, und der Anteil am Konzerngewinn der Aktionäre von Holcim Ltd erreichte CHF 1,505 Milliarden, was einem Plus von 30,5 Prozent entspricht.

Starke europäische Bauwirtschaft
Die robuste Konjunktur hat die europäische Bauwirtschaft positiv beeinflusst. Insbesondere in Frankreich, den Benelux-Staaten sowie in Spanien und der Schweiz war die Auftragslage erfreulich. In Grossbritannien stützten der staatliche Wohnbau und der gewerblich-industrielle Bau die Nachfrage, und in Deutschland führte die generell bessere Wirtschaftsverfassung zu steigenden Bauvolumen. Auch in Osteuropa setzte sich der positive Wachstumstrend fort. Im südöstlichen Teil Europas profitierte die Baustoffindustrie vom grossen Bedarf im Wohnbau und dem beschleunigten Ausbau der Infrastruktur. In Russland herrschten im Baubereich ebenfalls gute Marktverhältnisse.

Höhere Verkaufsvolumen erzielten wir in Frankreich, Belgien und den Niederlanden. Holcim Spanien realisierte beim Transportbeton einen neuen Lieferrekord, konzentrierte sich jedoch bei Zement und Zuschlagstoffen vermehrt auf margenstarke Produktsegmente. Aggregate Industries UK konnte den Absatz von Zuschlagstoffen steigern und auch bei den Transportbetonlieferungen erneut zulegen. Beim Asphalt verzeichnete die britische Konzerngesellschaft jedoch einen Rückgang der Verkäufe wegen zögerlicher Projektvergabe im Strassenbau und bei der Belagserneuerung. Holcim Deutschland profitierte von der regen Bautätigkeit im Raum Hamburg und erzielte in allen Segmenten ein Volumenplus. Trotz verhaltener Marktsituation und einem verstärkten Preisdruck konnte die italienische Konzerngesellschaft die Zuschlagstoff- und Transportbetonlieferungen ausweiten. In der Schweiz und im süddeutschen Raum führte die rege Baustoffnachfrage zu ansehnlichen Zuwachsraten. An der Spitze der Konzernländer in Osteuropa standen Rumänien, Serbien und Bulgarien; in diesen Märkten hat Holcim beim Absatz die grössten Steigerungsraten erzielt. Da auch in Zukunft mit einem steigenden Baustoffbedarf gerechnet wird, hat Holcim Bulgarien das Werk Beli Izvor modernisiert und die Klinkerkapazität substantiell ausgebaut. Die beiden Zementwerke Volsk und Shurovo in Russland waren gut ausgelastet, und die Lieferungen nahmen weiter zu.

Der konsolidierte Absatz hat in Europa in den ersten neun Monaten in allen Segmenten zugenommen. Beim Zement erhöhten sich die Lieferungen um 2,9 Prozent auf 24,7 Millionen Tonnen. Überdurchschnittlich war die Mengenausweitung mit 18,4 Prozent auf 69,6 Millionen Tonnen bei den Zuschlagstoffen und mit 14,6 Prozent auf 14,9 Millionen Kubikmeter beim Transportbeton. In dieser kräftigen Steigerung widerspiegelt sich in erster Linie Aggregate Industries UK, deren Verkäufe im Vorjahr erst ab April in die Konzernrechnung eingeflossen sind. Aggregate Industries UK setzte 22,4 Millionen Tonnen Zuschlagstoffe, 2,1 Millionen Kubikmeter Transportbeton und 4,2 Millionen Tonnen Asphalt ab. Ins Gewicht fielen aber auch die höheren Lieferungen von Holcim France Benelux und der Konzerngesellschaften in Südosteuropa.

Europa 3Q Resultate

In der Konzernregion Europa nahm der betriebliche EBITDA um 16,8 Prozent auf CHF 1,464 Milliarden zu, und das interne betriebliche EBITDA-Wachstum erreichte 9,5 Prozent. Alle Konzerngesellschaften haben ihre Leistungsausweise zum Teil markant verbessert.

Im September 2006 hat Aggregate Industries UK von der Europäischen Union die Bewilligung zur Übernahme der Baustoffgruppe Foster Yeoman erhalten. Diese Gesellschaft verfügt über attraktive Steinbrüche und Asphaltbetriebe in Grossbritannien sowie über ein interessantes Netzwerk von Verkaufsstützpunkten für Zuschlagstoffe in wichtigen Häfen an der Küste Nord- und Osteuropas. Die Zustimmung der britischen Behörden wird bis Ende dieses Jahres erwartet.

Abflachung in Nordamerika
In den USA fand insbesondere auf dem Immobilienmarkt eine Abkühlung statt. Sowohl die neu beantragten Wohnbaubewilligungen als auch die neu in Angriff genommenen Wohneinheiten waren rückläuftig. Erfreulich entwickelten sich hingegen der industrielle und kommerzielle Bau sowie die Ausbauprojekte im Infrastrukturbereich. In Kanada konnten sich nicht alle Regionen gleich gut behaupten. In den Provinzen Quebec und Ontario, dem Hauptabsatzgebiet von St. Lawrence Cement, war die Marktsituation verhalten.

Die konsolidierten Zementlieferungen von Holcim in Nordamerika entwickelten sich in den ersten neun Monaten 2006 recht stabil. Trotz einer schwächeren Bautätigkeit im dritten Quartal im Einzugsgebiet der Flüsse Mississippi und Missouri haben sie um 1,5 Prozent auf 13,7 Millionen Tonnen geringfügig zugenommen. Wegen eines Nachfrageüberhangs mussten weiterhin grössere Mengen Klinker und Zement sowie Hüttensand – das Ausgangsmaterial zur Herstellung von GranCem®-Produkten – importiert werden.

Aggregate Industries US konnte ihre Marktanteile halten, musste jedoch vor allem im Nordosten der USA und in der Region der Grossen Seen witterungs- und konjunkturbedingt Volumeneinbussen hinnehmen. Bei den Zuschlagstoffen und beim Transportbeton hat die kanadische St. Lawrence Cement Rückschläge erlitten. Dank den erstmals über neun Monate konsolidierten Verkaufsmengen von Aggregate Industries US und dem Einbezug der Volumen der neu erworbenen Meyer Material Company ab Juli 2006 resultierte in der Konzernregion Nordamerika dennoch ein deutlicher Lieferanstieg. Aggregate Industries US setzte in diesem Jahr 34,2 Millionen Tonnen Zuschlagstoffe, 3,5 Millionen Kubikmeter Transportbeton und 6,3 Millionen Tonnen Asphalt ab.

Nordamerika 3Q Resultate

Der betriebliche EBITDA der Konzernregion Nordamerika stieg um 15,1 Prozent auf CHF 776 Millionen. In einem preislich positiven Umfeld erreichte das interne betriebliche EBITDA-Wachstum 14,6 Prozent.

Die im Juli 2006 erworbene Meyer Material Company wurde vollständig in Aggregate Industries US integriert. Die in Chicago beheimatete Baustoffirma verstärkt das Zuschlagstoffgeschäft und die spartenverwandten Aktivitäten und eröffnet der Gruppe ein zusätzliches Wachstumspotential.

Anhaltender Aufwärtstrend in Lateinamerika
In Lateinamerika hielt der Aufwärtstrend in der Wirtschaft ungebrochen an. In allen Ländern, in denen Holcim tätig ist, nahm die Inlandnachfrage verglichen mit der entsprechenden Vorjahresperiode zu. Besonders positiv wirkten sich die unverändert hohen Weltmarktpreise für Rohstoffe und landwirtschaftliche Produkte aus. In diesem günstigen Umfeld hat auch die Bautätigkeit weiter an Schwung gewonnen. Im Zentrum der Aktivitäten standen einmal mehr der private und soziale Wohnbau sowie Infrastrukturvorhaben.

Kräftig zugenommen haben die Verkäufe von Holcim Apasco in Mexiko. In den Segmenten Zuschlagstoffe und Transportbeton sind die Lieferungen in diesem Jahr sogar zweistellig gewachsen, wobei der gewerblich-industrielle Bau sowie die Erweiterung der Verkehrsinfrastruktur und der Energieversorgung einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg leisteten. Gesteigert wurden auch die Klinker- und Zementausfuhren. In Zentralamerika ist es allen Gesellschaften gelungen, den Zementversand zu erhöhen; sehr gut behaupteten sich insbesondere Cemento de El Salvador und Panamá Cement. Holcim Ecuador verzeichnete erneut einen Verkaufsrekord. Gut war die Absatzlage auch in Kolumbien; die immer noch tiefen Zementpreise erholen sich allerdings nur langsam. Holcim Venezuela hat, um der stetig wachsenden Inlandnachfrage zu entsprechen, die Zementexporte zurückgenommen. Bei den Zuschlagstoffen und beim Transportbeton stiegen die Verkäufe dieser Konzerngesellschaft markant an. In Brasilien hat Holcim dank reger Bautätigkeit in allen Segmenten grössere Mengen abgesetzt. Der anhaltend grosse Wettbewerbsdruck belastete jedoch die Erfolgsrechnung. Cemento Polpaico in Chile und vor allem Minetti in Argentinien übertrafen die Liefervolumen des Vorjahres zum Teil deutlich.

Der konsolidierte Zementabsatz von Holcim in Lateinamerika nahm um 10,8 Prozent auf 19,5 Millionen Tonnen zu. Alle Konzerngesellschaften erzielten höhere lokale Verkaufsmengen. Bei den Zuschlagstoffen und beim Transportbeton stiegen die konsolidierten Lieferungen um 9 Prozent auf 9,7 Millionen Tonnen beziehungsweise um 17,2 Prozent auf 7,5 Millionen Kubikmeter.

Lateinamerika 3Q Resultate

Der betriebliche EBITDA stieg um 13 Prozent auf CHF 955 Millionen. Zu diesem erfreulichen Ergebnis haben fast alle Konzerngesellschaften beigetragen, speziell aber Holcim Apasco in Mexiko und Holcim Ecuador. Die nach wie vor tiefen Preise führten bei Holcim Brasilien zu einem operativen Verlust. Insbesondere wegen stark gestiegener Energiekosten konnte der Leistungsausweis von Minetti nicht an das gute Vorjahr anschliessen. Das interne betriebliche EBITDA-Wachstum betrug in der Konzernregion Lateinamerika 10,5 Prozent.

Gute Resultate in der Konzernregion Afrika, Naher Osten
In Afrika und im Nahen Osten war die konjunkturelle Entwicklung bei regional unterschiedlicher Dynamik insgesamt zufriedenstellend. Robust blieb die Bautätigkeit vor allem in Marokko und Südafrika. Im Libanon hingegen litt die Geschäftstätigkeit unter den kriegerischen Ereignissen, und auch in Ägypten verlangsamte sich das Wachstum vorübergehend. An der westafrikanischen Küste und im Indischen Ozean hat demgegenüber die Nachfrage in den von Holcim belieferten Baustoffmärkten zugenommen.

Beim Zement erzielte Holcim Marokko in den ersten neun Monaten 2006 eine beachtliche Absatzsteigerung. Autobahnbauten, staatliche Förderprogramme speziell im Wohnbau und steigende Investitionsvolumen im Tourismussektor führten auch zu höheren Lieferungen bei den Zuschlagstoffen und beim Transportbeton. Holcim Libanon konnte im Werk Chekka, das im Norden des Landes liegt, die Klinker- und Zementproduktion fast bis zum Ende der Kampfhandlungen aufrechterhalten. Während kurzer Zeit kam jedoch der Zementversand zum Erliegen. Er hat sich aber mit Einkehr der Waffenruhe rasch erholt. Die Inlandverkäufe von Egyptian Cement blieben recht stabil; es wurde aber weniger exportiert. Im Indischen Ozean verharrten die Zementlieferungen auf Vorjahreshöhe. Auf La Réunion führten der Strassen- und Wohnbau zu deutlich höheren Transportbetonvolumen. Die seit Jahresanfang 2006 ungebrochene Zunahme der Lieferungen von Holcim Südafrika – speziell bei den Zuschlagstoffen und beim Transportbeton – ist auf eine anziehende Baukonjunktur zurückzuführen.

Die Zementlieferungen in der Konzernregion Afrika, Naher Osten wurden durch die schwierige Lage im Libanon temporär belastet. Sie stiegen deshalb nur leicht um 0,9 Prozent auf 11,3 Millionen Tonnen an. Die Verkaufsmengen bei den Zuschlagstoffen und beim Transportbeton nahmen demgegenüber deutlich zu, und zwar um 15,1 Prozent auf 8,4 Millionen Tonnen respektive um 11,8 Prozent auf 1,9 Millionen Kubikmeter.

Afrika, Naher Osten 3Q Resultate

Der betriebliche EBITDA der Konzernregion Afrika, Naher Osten erhöhte sich um 8 Prozent auf CHF 512 Millionen. Zu diesem guten Resultat haben mit Ausnahme von Holcim Libanon alle Konzerngesellschaften beigetragen. Markant bessere Resultate erzielte Holcim in Ägypten, Marokko und Südafrika. Das interne betriebliche EBITDA-Wachstum erreichte 10,5 Prozent.

In der Berichtsperiode hat Holcim eine Absichtserklärung zur Veräusserung eines namhaften Anteils der Mehrheitsbeteiligung an Holcim Südafrika unterzeichnet. Damit will Holcim den gesetzlichen Pflichten im Rahmen von "Black Economic Empowerment" entsprechen und Holcim Südafrika im Markt optimal positionieren. Werden alle Vorbedingungen erfüllt, kann mit einem Abschluss der Transaktion im nächsten Jahr gerechnet werden. Bis dahin bleibt Holcim Südafrika Teil des Konzerns.

Indien als Wachstumsmotor in Asien, Ozeanien
Die Baumärkte in der Konzernregion Asien, Ozeanien haben sich mehrheitlich positiv entwickelt. Die Konjunktur war insgesamt solid, und die Bauvolumen blieben speziell in Indien und China beeindruckend. In Thailand dämpfte die politische Unsicherheit das wirtschaftliche Geschehen, und auf den Philippinen belastete der angespannte Staatshaushalt das Investitionsklima. Auf relativ hohem Niveau stabil war die Baustoffnachfrage in Australien, und auch in Neuseeland herrschte eine ansprechende Bautätigkeit.

Die indischen Konzerngesellschaften konnten trotz heftigem Monsunregen die Zementlieferungen kräftig ausweiten. Im Vergleich zu den ersten neun Monaten 2005 verkaufte Holcim auch in Sri Lanka, Bangladesch und Malaysia mehr Zement. Sehr gut entwickelte sich der Absatz von Holcim Singapur.

In Thailand hat die Konzerngesellschaft den vorübergehend schwächeren Inlandbedarf durch höhere Zement- und Klinkerausfuhren nahezu ausgeglichen. Zudem wurde mehr Transportbeton verkauft. In Vietnam und Indonesien haben die Verkäufe in der Berichtsperiode abgenommen. Stabile Inlandverkäufe verzeichnete Holcim Philippinen. Wegen eines Produktionsengpasses im Werk Davao – es wird unter anderem eine neue Siloanlage gebaut – mussten die Zementexporte zurückgenommen werden. Holcim Neuseeland ist es gelungen, die witterungsbedingt aufgelaufenen Lieferrückstände des ersten Semesters weitgehend wettzumachen.

Die starke Zunahme der konsolidierten Zementverkäufe in der Konzernregion Asien, Ozeanien um 79,9 Prozent auf 39,4 Millionen Tonnen ist auf die Neukonsolidierungen ACC und Gujarat Ambuja Cements in Indien zurückzuführen. Im Segment Zuschlagstoffe bildeten sich die Verkaufsmengen wegen Holcim Neuseeland um 4,2 Prozent auf 2,3 Millionen Tonnen zurück. Angestiegen ist demgegenüber der Versand von Transportbeton, und zwar um 26,9 Prozent auf 3,3 Millionen Kubikmeter. Gründe sind der erstmalige Einbezug der neuen Positionen in Indien und die verstärkte vertikale Integration in mehreren Grossagglomerationen.

Asien, Ozeanien 3Q Resultate

Der betriebliche EBITDA hat in der Konzernregion Asien, Ozeanien markant um 121,6 Prozent auf CHF 933 Millionen zugenommen. Das deutlich bessere finanzielle Ergebnis ist auf den erweiterten Konsolidierungskreis und auf ein strenges Kostenmanagement bei mehrheitlich stabilen Verkaufspreisen zurückzuführen. Das interne betriebliche EBITDA-Wachstum betrug 0,2 Prozent.

Neue Margenziele pro Segment
Nachdem Holcim im Rahmen der Wachstumsstrategie mittels Akquisitionen im asiatischen Raum sowie in den Segmenten Zuschlagstoffe und Weitere Baustoffe und Serviceleistungen das Beteiligungsportefeuille erheblich verstärkte, wurden nun auf Konzernebene spezifische Margenziele pro Segment festgelegt, um den Kapitalkostensatz (WACC) des Konzerns von 8 Prozent nach Steuern nachhaltig zu übertreffen. Um dieses Ziel bis 2010 sicherzustellen, wird Holcim die effizienzsteigernden Programme und Massnahmen in allen Segmenten konsequent fortführen. Im Segment Zement einschliesslich der mineralischen Bindemittel beträgt das betriebliche EBITDA-Margenziel unter Einschluss der bereits angekündigten Veränderungen im Konsolidierungskreis 33 Prozent. Für die Zuschlagstoffe gilt ein Ziel von durchschnittlich 27 Prozent, und für das Segment Weitere Baustoffe und Serviceleistungen einschliesslich Transportbeton und Asphalt liegt der Richtwert bei 8 Prozent.

Weiterhin gute Aussichten für einen erfolgreichen Geschäftsabschluss 2006
In der Bauwirtschaft hat sich das Wachstum in einzelnen Marktregionen verlangsamt. Dank Neukonsolidierungen, einer ausgezeichneten geographischen Diversifikation und einem erfolgreichen Geschäftsgang bei den Konzerngesellschaften wird Holcim einen erfreulichen Jahresabschluss ausweisen. Verwaltungsrat und Konzernleitung sind überzeugt, dass das interne betriebliche EBITDA-Wachstum 2006 das langjährige Mittel von 5 Prozent deutlich übertreffen wird.

Kennzahlen

* * * * * * *
Holcim ist einer der weltweit führenden Anbieter von Zement und Zuschlagstoffen (Schotter, Kies und Sand) einschliesslich weiterer Geschäftsaktivitäten wie Transportbeton und Asphalt inklusive Serviceleistungen. Der Konzern hält Mehrheits- und Minderheitsbeteiligungen in mehr als 70 Ländern auf allen Kontinenten.
* * * * * * *
Corporate Communications: Tel. +41 58 858 87 10
Investor Relations: Tel. +41 58 858 87 87
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Diese Medienmitteilung, der gedruckte Bericht zum 3. Quartal 2006 und eine Präsentation der Resultate (in Englisch) ist unter www.holcim.com/presentations verfügbar.
8:11:2006. Meldung: Holcim AG: Neunmonatszahlen

Akquisitionen und effizientes Kostenmanagement führen bei solider Bauwirtschaft zu Rekordergebnissen

November 08, 2006 -

* Höhere Verkaufsmengen in allen Konzernregionen und Segmenten.
* Nettoverkaufsertrag nimmt um 31 Prozent auf CHF 17,514 Milliarden zu.
* Steigerung des betrieblichen EBITDA um 28 Prozent auf CHF 4,489 Milliarden.
* Betriebsgewinn legt um 27 Prozent auf CHF 3,281 Milliarden zu.
* Konzerngewinn steigt um 43 Prozent auf CHF 1,950 Milliarden.
* Geldfluss aus Geschäftstätigkeit verbessert sich um 26 Prozent auf CHF 2,348 Milliarden.


Holcim auf Wachstumskurs
In den ersten neun Monaten dieses Jahres sind die Verkäufe in allen Konzernregionen und Segmenten weiter gestiegen. Auch die finanziellen Resultate haben sich erfreulich entwickelt.

Die weltweite Baukonjunktur hat da und dort an Schwung verloren. Holcim ist es gelungen, die etwas schwächere Nachfrage in Nordamerika und in einigen asiatischen Ländern durch Wachstum in anderen Märkten zu kompensieren.

Höhere Absatzmengen, Preisanpassungen und Effizienzsteigerungen leisteten zusammen mit den Akquisitionen einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg und erlaubten, der Energieverteuerung, dem Wettbewerbsdruck und staatlichen Preiskontrollen in einigen Ländern entgegenzuwirken.

Der konsolidierte Zementabsatz hat in der Berichtsperiode um 25,1 Prozent auf 103,8 Millionen Tonnen zugenommen. Die grössten Volumensteigerungen erzielte Holcim in den Konzernregionen Asien, Ozeanien und Lateinamerika.

Bei den Zuschlagstoffen war die Entwicklung mit einem Plus von 12,8 Prozent auf 138 Millionen Tonnen substantiell. Von Bedeutung waren hier die zusätzlichen Lieferungen von Aggregate Industries. Ins Gewicht fiel aber auch der höhere Ausstoss in West- und Südosteuropa sowie Südafrika.

Beim Transportbeton wurde eine Steigerung um 16,7 Prozent auf 32,8 Millionen Kubikmeter realisiert. Zusätzliche Volumen generierte Aggregate Industries in Europa und Nordamerika.

Konzern 3Q Resultate

Der konsolidierte Nettoverkaufsertrag erhöhte sich um 30,5 Prozent auf CHF 17,514 Milliarden. Der betriebliche EBITDA hat mit CHF 4,489 Milliarden (+28,2 Prozent) in allen Konzernregionen zugenommen. Den stärksten Anstieg erzielte Holcim mit 121,6 Prozent in der Konzernregion Asien, Ozeanien. Es folgten Europa mit 16,8 Prozent, Nordamerika mit 15,1 Prozent, Lateinamerika mit 13 Prozent und Afrika, Naher Osten mit 8 Prozent. Das interne betriebliche EBITDA-Wachstum des Konzerns betrug 10,9 Prozent. Werden der veränderte Konsolidierungskreis und Produktmix einbezogen, resultiert erwartungsgemäss eine etwas tiefere betriebliche EBITDA-Marge von 25,6 Prozent. Unter Ausklammerung von Akquisitions- und Währungseinflüssen verbesserte sich die betriebliche EBITDA-Marge trotz der Energieverteuerung auf 26,5 Prozent (9 Monate 2005: 26,1). Der konsolidierte Betriebsgewinn nahm um 27,4 Prozent auf CHF 3,281 Milliarden zu, und der Geldfluss aus Geschäftstätigkeit erreichte CHF 2,348 Milliarden (9 Monate 2005: 1,864). Der Konzerngewinn stieg um 43,2 Prozent auf CHF 1,950 Milliarden, und der Anteil am Konzerngewinn der Aktionäre von Holcim Ltd erreichte CHF 1,505 Milliarden, was einem Plus von 30,5 Prozent entspricht.

Starke europäische Bauwirtschaft
Die robuste Konjunktur hat die europäische Bauwirtschaft positiv beeinflusst. Insbesondere in Frankreich, den Benelux-Staaten sowie in Spanien und der Schweiz war die Auftragslage erfreulich. In Grossbritannien stützten der staatliche Wohnbau und der gewerblich-industrielle Bau die Nachfrage, und in Deutschland führte die generell bessere Wirtschaftsverfassung zu steigenden Bauvolumen. Auch in Osteuropa setzte sich der positive Wachstumstrend fort. Im südöstlichen Teil Europas profitierte die Baustoffindustrie vom grossen Bedarf im Wohnbau und dem beschleunigten Ausbau der Infrastruktur. In Russland herrschten im Baubereich ebenfalls gute Marktverhältnisse.

Höhere Verkaufsvolumen erzielten wir in Frankreich, Belgien und den Niederlanden. Holcim Spanien realisierte beim Transportbeton einen neuen Lieferrekord, konzentrierte sich jedoch bei Zement und Zuschlagstoffen vermehrt auf margenstarke Produktsegmente. Aggregate Industries UK konnte den Absatz von Zuschlagstoffen steigern und auch bei den Transportbetonlieferungen erneut zulegen. Beim Asphalt verzeichnete die britische Konzerngesellschaft jedoch einen Rückgang der Verkäufe wegen zögerlicher Projektvergabe im Strassenbau und bei der Belagserneuerung. Holcim Deutschland profitierte von der regen Bautätigkeit im Raum Hamburg und erzielte in allen Segmenten ein Volumenplus. Trotz verhaltener Marktsituation und einem verstärkten Preisdruck konnte die italienische Konzerngesellschaft die Zuschlagstoff- und Transportbetonlieferungen ausweiten. In der Schweiz und im süddeutschen Raum führte die rege Baustoffnachfrage zu ansehnlichen Zuwachsraten. An der Spitze der Konzernländer in Osteuropa standen Rumänien, Serbien und Bulgarien; in diesen Märkten hat Holcim beim Absatz die grössten Steigerungsraten erzielt. Da auch in Zukunft mit einem steigenden Baustoffbedarf gerechnet wird, hat Holcim Bulgarien das Werk Beli Izvor modernisiert und die Klinkerkapazität substantiell ausgebaut. Die beiden Zementwerke Volsk und Shurovo in Russland waren gut ausgelastet, und die Lieferungen nahmen weiter zu.

Der konsolidierte Absatz hat in Europa in den ersten neun Monaten in allen Segmenten zugenommen. Beim Zement erhöhten sich die Lieferungen um 2,9 Prozent auf 24,7 Millionen Tonnen. Überdurchschnittlich war die Mengenausweitung mit 18,4 Prozent auf 69,6 Millionen Tonnen bei den Zuschlagstoffen und mit 14,6 Prozent auf 14,9 Millionen Kubikmeter beim Transportbeton. In dieser kräftigen Steigerung widerspiegelt sich in erster Linie Aggregate Industries UK, deren Verkäufe im Vorjahr erst ab April in die Konzernrechnung eingeflossen sind. Aggregate Industries UK setzte 22,4 Millionen Tonnen Zuschlagstoffe, 2,1 Millionen Kubikmeter Transportbeton und 4,2 Millionen Tonnen Asphalt ab. Ins Gewicht fielen aber auch die höheren Lieferungen von Holcim France Benelux und der Konzerngesellschaften in Südosteuropa.

Europa 3Q Resultate

In der Konzernregion Europa nahm der betriebliche EBITDA um 16,8 Prozent auf CHF 1,464 Milliarden zu, und das interne betriebliche EBITDA-Wachstum erreichte 9,5 Prozent. Alle Konzerngesellschaften haben ihre Leistungsausweise zum Teil markant verbessert.

Im September 2006 hat Aggregate Industries UK von der Europäischen Union die Bewilligung zur Übernahme der Baustoffgruppe Foster Yeoman erhalten. Diese Gesellschaft verfügt über attraktive Steinbrüche und Asphaltbetriebe in Grossbritannien sowie über ein interessantes Netzwerk von Verkaufsstützpunkten für Zuschlagstoffe in wichtigen Häfen an der Küste Nord- und Osteuropas. Die Zustimmung der britischen Behörden wird bis Ende dieses Jahres erwartet.

Abflachung in Nordamerika
In den USA fand insbesondere auf dem Immobilienmarkt eine Abkühlung statt. Sowohl die neu beantragten Wohnbaubewilligungen als auch die neu in Angriff genommenen Wohneinheiten waren rückläuftig. Erfreulich entwickelten sich hingegen der industrielle und kommerzielle Bau sowie die Ausbauprojekte im Infrastrukturbereich. In Kanada konnten sich nicht alle Regionen gleich gut behaupten. In den Provinzen Quebec und Ontario, dem Hauptabsatzgebiet von St. Lawrence Cement, war die Marktsituation verhalten.

Die konsolidierten Zementlieferungen von Holcim in Nordamerika entwickelten sich in den ersten neun Monaten 2006 recht stabil. Trotz einer schwächeren Bautätigkeit im dritten Quartal im Einzugsgebiet der Flüsse Mississippi und Missouri haben sie um 1,5 Prozent auf 13,7 Millionen Tonnen geringfügig zugenommen. Wegen eines Nachfrageüberhangs mussten weiterhin grössere Mengen Klinker und Zement sowie Hüttensand – das Ausgangsmaterial zur Herstellung von GranCem®-Produkten – importiert werden.

Aggregate Industries US konnte ihre Marktanteile halten, musste jedoch vor allem im Nordosten der USA und in der Region der Grossen Seen witterungs- und konjunkturbedingt Volumeneinbussen hinnehmen. Bei den Zuschlagstoffen und beim Transportbeton hat die kanadische St. Lawrence Cement Rückschläge erlitten. Dank den erstmals über neun Monate konsolidierten Verkaufsmengen von Aggregate Industries US und dem Einbezug der Volumen der neu erworbenen Meyer Material Company ab Juli 2006 resultierte in der Konzernregion Nordamerika dennoch ein deutlicher Lieferanstieg. Aggregate Industries US setzte in diesem Jahr 34,2 Millionen Tonnen Zuschlagstoffe, 3,5 Millionen Kubikmeter Transportbeton und 6,3 Millionen Tonnen Asphalt ab.

Nordamerika 3Q Resultate

Der betriebliche EBITDA der Konzernregion Nordamerika stieg um 15,1 Prozent auf CHF 776 Millionen. In einem preislich positiven Umfeld erreichte das interne betriebliche EBITDA-Wachstum 14,6 Prozent.

Die im Juli 2006 erworbene Meyer Material Company wurde vollständig in Aggregate Industries US integriert. Die in Chicago beheimatete Baustoffirma verstärkt das Zuschlagstoffgeschäft und die spartenverwandten Aktivitäten und eröffnet der Gruppe ein zusätzliches Wachstumspotential.

Anhaltender Aufwärtstrend in Lateinamerika
In Lateinamerika hielt der Aufwärtstrend in der Wirtschaft ungebrochen an. In allen Ländern, in denen Holcim tätig ist, nahm die Inlandnachfrage verglichen mit der entsprechenden Vorjahresperiode zu. Besonders positiv wirkten sich die unverändert hohen Weltmarktpreise für Rohstoffe und landwirtschaftliche Produkte aus. In diesem günstigen Umfeld hat auch die Bautätigkeit weiter an Schwung gewonnen. Im Zentrum der Aktivitäten standen einmal mehr der private und soziale Wohnbau sowie Infrastrukturvorhaben.

Kräftig zugenommen haben die Verkäufe von Holcim Apasco in Mexiko. In den Segmenten Zuschlagstoffe und Transportbeton sind die Lieferungen in diesem Jahr sogar zweistellig gewachsen, wobei der gewerblich-industrielle Bau sowie die Erweiterung der Verkehrsinfrastruktur und der Energieversorgung einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg leisteten. Gesteigert wurden auch die Klinker- und Zementausfuhren. In Zentralamerika ist es allen Gesellschaften gelungen, den Zementversand zu erhöhen; sehr gut behaupteten sich insbesondere Cemento de El Salvador und Panamá Cement. Holcim Ecuador verzeichnete erneut einen Verkaufsrekord. Gut war die Absatzlage auch in Kolumbien; die immer noch tiefen Zementpreise erholen sich allerdings nur langsam. Holcim Venezuela hat, um der stetig wachsenden Inlandnachfrage zu entsprechen, die Zementexporte zurückgenommen. Bei den Zuschlagstoffen und beim Transportbeton stiegen die Verkäufe dieser Konzerngesellschaft markant an. In Brasilien hat Holcim dank reger Bautätigkeit in allen Segmenten grössere Mengen abgesetzt. Der anhaltend grosse Wettbewerbsdruck belastete jedoch die Erfolgsrechnung. Cemento Polpaico in Chile und vor allem Minetti in Argentinien übertrafen die Liefervolumen des Vorjahres zum Teil deutlich.

Der konsolidierte Zementabsatz von Holcim in Lateinamerika nahm um 10,8 Prozent auf 19,5 Millionen Tonnen zu. Alle Konzerngesellschaften erzielten höhere lokale Verkaufsmengen. Bei den Zuschlagstoffen und beim Transportbeton stiegen die konsolidierten Lieferungen um 9 Prozent auf 9,7 Millionen Tonnen beziehungsweise um 17,2 Prozent auf 7,5 Millionen Kubikmeter.

Lateinamerika 3Q Resultate

Der betriebliche EBITDA stieg um 13 Prozent auf CHF 955 Millionen. Zu diesem erfreulichen Ergebnis haben fast alle Konzerngesellschaften beigetragen, speziell aber Holcim Apasco in Mexiko und Holcim Ecuador. Die nach wie vor tiefen Preise führten bei Holcim Brasilien zu einem operativen Verlust. Insbesondere wegen stark gestiegener Energiekosten konnte der Leistungsausweis von Minetti nicht an das gute Vorjahr anschliessen. Das interne betriebliche EBITDA-Wachstum betrug in der Konzernregion Lateinamerika 10,5 Prozent.

Gute Resultate in der Konzernregion Afrika, Naher Osten
In Afrika und im Nahen Osten war die konjunkturelle Entwicklung bei regional unterschiedlicher Dynamik insgesamt zufriedenstellend. Robust blieb die Bautätigkeit vor allem in Marokko und Südafrika. Im Libanon hingegen litt die Geschäftstätigkeit unter den kriegerischen Ereignissen, und auch in Ägypten verlangsamte sich das Wachstum vorübergehend. An der westafrikanischen Küste und im Indischen Ozean hat demgegenüber die Nachfrage in den von Holcim belieferten Baustoffmärkten zugenommen.

Beim Zement erzielte Holcim Marokko in den ersten neun Monaten 2006 eine beachtliche Absatzsteigerung. Autobahnbauten, staatliche Förderprogramme speziell im Wohnbau und steigende Investitionsvolumen im Tourismussektor führten auch zu höheren Lieferungen bei den Zuschlagstoffen und beim Transportbeton. Holcim Libanon konnte im Werk Chekka, das im Norden des Landes liegt, die Klinker- und Zementproduktion fast bis zum Ende der Kampfhandlungen aufrechterhalten. Während kurzer Zeit kam jedoch der Zementversand zum Erliegen. Er hat sich aber mit Einkehr der Waffenruhe rasch erholt. Die Inlandverkäufe von Egyptian Cement blieben recht stabil; es wurde aber weniger exportiert. Im Indischen Ozean verharrten die Zementlieferungen auf Vorjahreshöhe. Auf La Réunion führten der Strassen- und Wohnbau zu deutlich höheren Transportbetonvolumen. Die seit Jahresanfang 2006 ungebrochene Zunahme der Lieferungen von Holcim Südafrika – speziell bei den Zuschlagstoffen und beim Transportbeton – ist auf eine anziehende Baukonjunktur zurückzuführen.

Die Zementlieferungen in der Konzernregion Afrika, Naher Osten wurden durch die schwierige Lage im Libanon temporär belastet. Sie stiegen deshalb nur leicht um 0,9 Prozent auf 11,3 Millionen Tonnen an. Die Verkaufsmengen bei den Zuschlagstoffen und beim Transportbeton nahmen demgegenüber deutlich zu, und zwar um 15,1 Prozent auf 8,4 Millionen Tonnen respektive um 11,8 Prozent auf 1,9 Millionen Kubikmeter.

Afrika, Naher Osten 3Q Resultate

Der betriebliche EBITDA der Konzernregion Afrika, Naher Osten erhöhte sich um 8 Prozent auf CHF 512 Millionen. Zu diesem guten Resultat haben mit Ausnahme von Holcim Libanon alle Konzerngesellschaften beigetragen. Markant bessere Resultate erzielte Holcim in Ägypten, Marokko und Südafrika. Das interne betriebliche EBITDA-Wachstum erreichte 10,5 Prozent.

In der Berichtsperiode hat Holcim eine Absichtserklärung zur Veräusserung eines namhaften Anteils der Mehrheitsbeteiligung an Holcim Südafrika unterzeichnet. Damit will Holcim den gesetzlichen Pflichten im Rahmen von "Black Economic Empowerment" entsprechen und Holcim Südafrika im Markt optimal positionieren. Werden alle Vorbedingungen erfüllt, kann mit einem Abschluss der Transaktion im nächsten Jahr gerechnet werden. Bis dahin bleibt Holcim Südafrika Teil des Konzerns.

Indien als Wachstumsmotor in Asien, Ozeanien
Die Baumärkte in der Konzernregion Asien, Ozeanien haben sich mehrheitlich positiv entwickelt. Die Konjunktur war insgesamt solid, und die Bauvolumen blieben speziell in Indien und China beeindruckend. In Thailand dämpfte die politische Unsicherheit das wirtschaftliche Geschehen, und auf den Philippinen belastete der angespannte Staatshaushalt das Investitionsklima. Auf relativ hohem Niveau stabil war die Baustoffnachfrage in Australien, und auch in Neuseeland herrschte eine ansprechende Bautätigkeit.

Die indischen Konzerngesellschaften konnten trotz heftigem Monsunregen die Zementlieferungen kräftig ausweiten. Im Vergleich zu den ersten neun Monaten 2005 verkaufte Holcim auch in Sri Lanka, Bangladesch und Malaysia mehr Zement. Sehr gut entwickelte sich der Absatz von Holcim Singapur.

In Thailand hat die Konzerngesellschaft den vorübergehend schwächeren Inlandbedarf durch höhere Zement- und Klinkerausfuhren nahezu ausgeglichen. Zudem wurde mehr Transportbeton verkauft. In Vietnam und Indonesien haben die Verkäufe in der Berichtsperiode abgenommen. Stabile Inlandverkäufe verzeichnete Holcim Philippinen. Wegen eines Produktionsengpasses im Werk Davao – es wird unter anderem eine neue Siloanlage gebaut – mussten die Zementexporte zurückgenommen werden. Holcim Neuseeland ist es gelungen, die witterungsbedingt aufgelaufenen Lieferrückstände des ersten Semesters weitgehend wettzumachen.

Die starke Zunahme der konsolidierten Zementverkäufe in der Konzernregion Asien, Ozeanien um 79,9 Prozent auf 39,4 Millionen Tonnen ist auf die Neukonsolidierungen ACC und Gujarat Ambuja Cements in Indien zurückzuführen. Im Segment Zuschlagstoffe bildeten sich die Verkaufsmengen wegen Holcim Neuseeland um 4,2 Prozent auf 2,3 Millionen Tonnen zurück. Angestiegen ist demgegenüber der Versand von Transportbeton, und zwar um 26,9 Prozent auf 3,3 Millionen Kubikmeter. Gründe sind der erstmalige Einbezug der neuen Positionen in Indien und die verstärkte vertikale Integration in mehreren Grossagglomerationen.

Asien, Ozeanien 3Q Resultate

Der betriebliche EBITDA hat in der Konzernregion Asien, Ozeanien markant um 121,6 Prozent auf CHF 933 Millionen zugenommen. Das deutlich bessere finanzielle Ergebnis ist auf den erweiterten Konsolidierungskreis und auf ein strenges Kostenmanagement bei mehrheitlich stabilen Verkaufspreisen zurückzuführen. Das interne betriebliche EBITDA-Wachstum betrug 0,2 Prozent.

Neue Margenziele pro Segment
Nachdem Holcim im Rahmen der Wachstumsstrategie mittels Akquisitionen im asiatischen Raum sowie in den Segmenten Zuschlagstoffe und Weitere Baustoffe und Serviceleistungen das Beteiligungsportefeuille erheblich verstärkte, wurden nun auf Konzernebene spezifische Margenziele pro Segment festgelegt, um den Kapitalkostensatz (WACC) des Konzerns von 8 Prozent nach Steuern nachhaltig zu übertreffen. Um dieses Ziel bis 2010 sicherzustellen, wird Holcim die effizienzsteigernden Programme und Massnahmen in allen Segmenten konsequent fortführen. Im Segment Zement einschliesslich der mineralischen Bindemittel beträgt das betriebliche EBITDA-Margenziel unter Einschluss der bereits angekündigten Veränderungen im Konsolidierungskreis 33 Prozent. Für die Zuschlagstoffe gilt ein Ziel von durchschnittlich 27 Prozent, und für das Segment Weitere Baustoffe und Serviceleistungen einschliesslich Transportbeton und Asphalt liegt der Richtwert bei 8 Prozent.

Weiterhin gute Aussichten für einen erfolgreichen Geschäftsabschluss 2006
In der Bauwirtschaft hat sich das Wachstum in einzelnen Marktregionen verlangsamt. Dank Neukonsolidierungen, einer ausgezeichneten geographischen Diversifikation und einem erfolgreichen Geschäftsgang bei den Konzerngesellschaften wird Holcim einen erfreulichen Jahresabschluss ausweisen. Verwaltungsrat und Konzernleitung sind überzeugt, dass das interne betriebliche EBITDA-Wachstum 2006 das langjährige Mittel von 5 Prozent deutlich übertreffen wird.

Kennzahlen

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Holcim ist einer der weltweit führenden Anbieter von Zement und Zuschlagstoffen (Schotter, Kies und Sand) einschliesslich weiterer Geschäftsaktivitäten wie Transportbeton und Asphalt inklusive Serviceleistungen. Der Konzern hält Mehrheits- und Minderheitsbeteiligungen in mehr als 70 Ländern auf allen Kontinenten.
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Corporate Communications: Tel. +41 58 858 87 10
Investor Relations: Tel. +41 58 858 87 87
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Diese Medienmitteilung, der gedruckte Bericht zum 3. Quartal 2006 und eine Präsentation der Resultate (in Englisch) ist unter www.holcim.com/presentations verfügbar.
8:11:2006. Meldung: Holcim AG: Neunmonatszahlen

Akquisitionen und effizientes Kostenmanagement führen bei solider Bauwirtschaft zu Rekordergebnissen

November 08, 2006 -

* Höhere Verkaufsmengen in allen Konzernregionen und Segmenten.
* Nettoverkaufsertrag nimmt um 31 Prozent auf CHF 17,514 Milliarden zu.
* Steigerung des betrieblichen EBITDA um 28 Prozent auf CHF 4,489 Milliarden.
* Betriebsgewinn legt um 27 Prozent auf CHF 3,281 Milliarden zu.
* Konzerngewinn steigt um 43 Prozent auf CHF 1,950 Milliarden.
* Geldfluss aus Geschäftstätigkeit verbessert sich um 26 Prozent auf CHF 2,348 Milliarden.


Holcim auf Wachstumskurs
In den ersten neun Monaten dieses Jahres sind die Verkäufe in allen Konzernregionen und Segmenten weiter gestiegen. Auch die finanziellen Resultate haben sich erfreulich entwickelt.

Die weltweite Baukonjunktur hat da und dort an Schwung verloren. Holcim ist es gelungen, die etwas schwächere Nachfrage in Nordamerika und in einigen asiatischen Ländern durch Wachstum in anderen Märkten zu kompensieren.

Höhere Absatzmengen, Preisanpassungen und Effizienzsteigerungen leisteten zusammen mit den Akquisitionen einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg und erlaubten, der Energieverteuerung, dem Wettbewerbsdruck und staatlichen Preiskontrollen in einigen Ländern entgegenzuwirken.

Der konsolidierte Zementabsatz hat in der Berichtsperiode um 25,1 Prozent auf 103,8 Millionen Tonnen zugenommen. Die grössten Volumensteigerungen erzielte Holcim in den Konzernregionen Asien, Ozeanien und Lateinamerika.

Bei den Zuschlagstoffen war die Entwicklung mit einem Plus von 12,8 Prozent auf 138 Millionen Tonnen substantiell. Von Bedeutung waren hier die zusätzlichen Lieferungen von Aggregate Industries. Ins Gewicht fiel aber auch der höhere Ausstoss in West- und Südosteuropa sowie Südafrika.

Beim Transportbeton wurde eine Steigerung um 16,7 Prozent auf 32,8 Millionen Kubikmeter realisiert. Zusätzliche Volumen generierte Aggregate Industries in Europa und Nordamerika.

Konzern 3Q Resultate

Der konsolidierte Nettoverkaufsertrag erhöhte sich um 30,5 Prozent auf CHF 17,514 Milliarden. Der betriebliche EBITDA hat mit CHF 4,489 Milliarden (+28,2 Prozent) in allen Konzernregionen zugenommen. Den stärksten Anstieg erzielte Holcim mit 121,6 Prozent in der Konzernregion Asien, Ozeanien. Es folgten Europa mit 16,8 Prozent, Nordamerika mit 15,1 Prozent, Lateinamerika mit 13 Prozent und Afrika, Naher Osten mit 8 Prozent. Das interne betriebliche EBITDA-Wachstum des Konzerns betrug 10,9 Prozent. Werden der veränderte Konsolidierungskreis und Produktmix einbezogen, resultiert erwartungsgemäss eine etwas tiefere betriebliche EBITDA-Marge von 25,6 Prozent. Unter Ausklammerung von Akquisitions- und Währungseinflüssen verbesserte sich die betriebliche EBITDA-Marge trotz der Energieverteuerung auf 26,5 Prozent (9 Monate 2005: 26,1). Der konsolidierte Betriebsgewinn nahm um 27,4 Prozent auf CHF 3,281 Milliarden zu, und der Geldfluss aus Geschäftstätigkeit erreichte CHF 2,348 Milliarden (9 Monate 2005: 1,864). Der Konzerngewinn stieg um 43,2 Prozent auf CHF 1,950 Milliarden, und der Anteil am Konzerngewinn der Aktionäre von Holcim Ltd erreichte CHF 1,505 Milliarden, was einem Plus von 30,5 Prozent entspricht.

Starke europäische Bauwirtschaft
Die robuste Konjunktur hat die europäische Bauwirtschaft positiv beeinflusst. Insbesondere in Frankreich, den Benelux-Staaten sowie in Spanien und der Schweiz war die Auftragslage erfreulich. In Grossbritannien stützten der staatliche Wohnbau und der gewerblich-industrielle Bau die Nachfrage, und in Deutschland führte die generell bessere Wirtschaftsverfassung zu steigenden Bauvolumen. Auch in Osteuropa setzte sich der positive Wachstumstrend fort. Im südöstlichen Teil Europas profitierte die Baustoffindustrie vom grossen Bedarf im Wohnbau und dem beschleunigten Ausbau der Infrastruktur. In Russland herrschten im Baubereich ebenfalls gute Marktverhältnisse.

Höhere Verkaufsvolumen erzielten wir in Frankreich, Belgien und den Niederlanden. Holcim Spanien realisierte beim Transportbeton einen neuen Lieferrekord, konzentrierte sich jedoch bei Zement und Zuschlagstoffen vermehrt auf margenstarke Produktsegmente. Aggregate Industries UK konnte den Absatz von Zuschlagstoffen steigern und auch bei den Transportbetonlieferungen erneut zulegen. Beim Asphalt verzeichnete die britische Konzerngesellschaft jedoch einen Rückgang der Verkäufe wegen zögerlicher Projektvergabe im Strassenbau und bei der Belagserneuerung. Holcim Deutschland profitierte von der regen Bautätigkeit im Raum Hamburg und erzielte in allen Segmenten ein Volumenplus. Trotz verhaltener Marktsituation und einem verstärkten Preisdruck konnte die italienische Konzerngesellschaft die Zuschlagstoff- und Transportbetonlieferungen ausweiten. In der Schweiz und im süddeutschen Raum führte die rege Baustoffnachfrage zu ansehnlichen Zuwachsraten. An der Spitze der Konzernländer in Osteuropa standen Rumänien, Serbien und Bulgarien; in diesen Märkten hat Holcim beim Absatz die grössten Steigerungsraten erzielt. Da auch in Zukunft mit einem steigenden Baustoffbedarf gerechnet wird, hat Holcim Bulgarien das Werk Beli Izvor modernisiert und die Klinkerkapazität substantiell ausgebaut. Die beiden Zementwerke Volsk und Shurovo in Russland waren gut ausgelastet, und die Lieferungen nahmen weiter zu.

Der konsolidierte Absatz hat in Europa in den ersten neun Monaten in allen Segmenten zugenommen. Beim Zement erhöhten sich die Lieferungen um 2,9 Prozent auf 24,7 Millionen Tonnen. Überdurchschnittlich war die Mengenausweitung mit 18,4 Prozent auf 69,6 Millionen Tonnen bei den Zuschlagstoffen und mit 14,6 Prozent auf 14,9 Millionen Kubikmeter beim Transportbeton. In dieser kräftigen Steigerung widerspiegelt sich in erster Linie Aggregate Industries UK, deren Verkäufe im Vorjahr erst ab April in die Konzernrechnung eingeflossen sind. Aggregate Industries UK setzte 22,4 Millionen Tonnen Zuschlagstoffe, 2,1 Millionen Kubikmeter Transportbeton und 4,2 Millionen Tonnen Asphalt ab. Ins Gewicht fielen aber auch die höheren Lieferungen von Holcim France Benelux und der Konzerngesellschaften in Südosteuropa.

Europa 3Q Resultate

In der Konzernregion Europa nahm der betriebliche EBITDA um 16,8 Prozent auf CHF 1,464 Milliarden zu, und das interne betriebliche EBITDA-Wachstum erreichte 9,5 Prozent. Alle Konzerngesellschaften haben ihre Leistungsausweise zum Teil markant verbessert.

Im September 2006 hat Aggregate Industries UK von der Europäischen Union die Bewilligung zur Übernahme der Baustoffgruppe Foster Yeoman erhalten. Diese Gesellschaft verfügt über attraktive Steinbrüche und Asphaltbetriebe in Grossbritannien sowie über ein interessantes Netzwerk von Verkaufsstützpunkten für Zuschlagstoffe in wichtigen Häfen an der Küste Nord- und Osteuropas. Die Zustimmung der britischen Behörden wird bis Ende dieses Jahres erwartet.

Abflachung in Nordamerika
In den USA fand insbesondere auf dem Immobilienmarkt eine Abkühlung statt. Sowohl die neu beantragten Wohnbaubewilligungen als auch die neu in Angriff genommenen Wohneinheiten waren rückläuftig. Erfreulich entwickelten sich hingegen der industrielle und kommerzielle Bau sowie die Ausbauprojekte im Infrastrukturbereich. In Kanada konnten sich nicht alle Regionen gleich gut behaupten. In den Provinzen Quebec und Ontario, dem Hauptabsatzgebiet von St. Lawrence Cement, war die Marktsituation verhalten.

Die konsolidierten Zementlieferungen von Holcim in Nordamerika entwickelten sich in den ersten neun Monaten 2006 recht stabil. Trotz einer schwächeren Bautätigkeit im dritten Quartal im Einzugsgebiet der Flüsse Mississippi und Missouri haben sie um 1,5 Prozent auf 13,7 Millionen Tonnen geringfügig zugenommen. Wegen eines Nachfrageüberhangs mussten weiterhin grössere Mengen Klinker und Zement sowie Hüttensand – das Ausgangsmaterial zur Herstellung von GranCem®-Produkten – importiert werden.

Aggregate Industries US konnte ihre Marktanteile halten, musste jedoch vor allem im Nordosten der USA und in der Region der Grossen Seen witterungs- und konjunkturbedingt Volumeneinbussen hinnehmen. Bei den Zuschlagstoffen und beim Transportbeton hat die kanadische St. Lawrence Cement Rückschläge erlitten. Dank den erstmals über neun Monate konsolidierten Verkaufsmengen von Aggregate Industries US und dem Einbezug der Volumen der neu erworbenen Meyer Material Company ab Juli 2006 resultierte in der Konzernregion Nordamerika dennoch ein deutlicher Lieferanstieg. Aggregate Industries US setzte in diesem Jahr 34,2 Millionen Tonnen Zuschlagstoffe, 3,5 Millionen Kubikmeter Transportbeton und 6,3 Millionen Tonnen Asphalt ab.

Nordamerika 3Q Resultate

Der betriebliche EBITDA der Konzernregion Nordamerika stieg um 15,1 Prozent auf CHF 776 Millionen. In einem preislich positiven Umfeld erreichte das interne betriebliche EBITDA-Wachstum 14,6 Prozent.

Die im Juli 2006 erworbene Meyer Material Company wurde vollständig in Aggregate Industries US integriert. Die in Chicago beheimatete Baustoffirma verstärkt das Zuschlagstoffgeschäft und die spartenverwandten Aktivitäten und eröffnet der Gruppe ein zusätzliches Wachstumspotential.

Anhaltender Aufwärtstrend in Lateinamerika
In Lateinamerika hielt der Aufwärtstrend in der Wirtschaft ungebrochen an. In allen Ländern, in denen Holcim tätig ist, nahm die Inlandnachfrage verglichen mit der entsprechenden Vorjahresperiode zu. Besonders positiv wirkten sich die unverändert hohen Weltmarktpreise für Rohstoffe und landwirtschaftliche Produkte aus. In diesem günstigen Umfeld hat auch die Bautätigkeit weiter an Schwung gewonnen. Im Zentrum der Aktivitäten standen einmal mehr der private und soziale Wohnbau sowie Infrastrukturvorhaben.

Kräftig zugenommen haben die Verkäufe von Holcim Apasco in Mexiko. In den Segmenten Zuschlagstoffe und Transportbeton sind die Lieferungen in diesem Jahr sogar zweistellig gewachsen, wobei der gewerblich-industrielle Bau sowie die Erweiterung der Verkehrsinfrastruktur und der Energieversorgung einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg leisteten. Gesteigert wurden auch die Klinker- und Zementausfuhren. In Zentralamerika ist es allen Gesellschaften gelungen, den Zementversand zu erhöhen; sehr gut behaupteten sich insbesondere Cemento de El Salvador und Panamá Cement. Holcim Ecuador verzeichnete erneut einen Verkaufsrekord. Gut war die Absatzlage auch in Kolumbien; die immer noch tiefen Zementpreise erholen sich allerdings nur langsam. Holcim Venezuela hat, um der stetig wachsenden Inlandnachfrage zu entsprechen, die Zementexporte zurückgenommen. Bei den Zuschlagstoffen und beim Transportbeton stiegen die Verkäufe dieser Konzerngesellschaft markant an. In Brasilien hat Holcim dank reger Bautätigkeit in allen Segmenten grössere Mengen abgesetzt. Der anhaltend grosse Wettbewerbsdruck belastete jedoch die Erfolgsrechnung. Cemento Polpaico in Chile und vor allem Minetti in Argentinien übertrafen die Liefervolumen des Vorjahres zum Teil deutlich.

Der konsolidierte Zementabsatz von Holcim in Lateinamerika nahm um 10,8 Prozent auf 19,5 Millionen Tonnen zu. Alle Konzerngesellschaften erzielten höhere lokale Verkaufsmengen. Bei den Zuschlagstoffen und beim Transportbeton stiegen die konsolidierten Lieferungen um 9 Prozent auf 9,7 Millionen Tonnen beziehungsweise um 17,2 Prozent auf 7,5 Millionen Kubikmeter.

Lateinamerika 3Q Resultate

Der betriebliche EBITDA stieg um 13 Prozent auf CHF 955 Millionen. Zu diesem erfreulichen Ergebnis haben fast alle Konzerngesellschaften beigetragen, speziell aber Holcim Apasco in Mexiko und Holcim Ecuador. Die nach wie vor tiefen Preise führten bei Holcim Brasilien zu einem operativen Verlust. Insbesondere wegen stark gestiegener Energiekosten konnte der Leistungsausweis von Minetti nicht an das gute Vorjahr anschliessen. Das interne betriebliche EBITDA-Wachstum betrug in der Konzernregion Lateinamerika 10,5 Prozent.

Gute Resultate in der Konzernregion Afrika, Naher Osten
In Afrika und im Nahen Osten war die konjunkturelle Entwicklung bei regional unterschiedlicher Dynamik insgesamt zufriedenstellend. Robust blieb die Bautätigkeit vor allem in Marokko und Südafrika. Im Libanon hingegen litt die Geschäftstätigkeit unter den kriegerischen Ereignissen, und auch in Ägypten verlangsamte sich das Wachstum vorübergehend. An der westafrikanischen Küste und im Indischen Ozean hat demgegenüber die Nachfrage in den von Holcim belieferten Baustoffmärkten zugenommen.

Beim Zement erzielte Holcim Marokko in den ersten neun Monaten 2006 eine beachtliche Absatzsteigerung. Autobahnbauten, staatliche Förderprogramme speziell im Wohnbau und steigende Investitionsvolumen im Tourismussektor führten auch zu höheren Lieferungen bei den Zuschlagstoffen und beim Transportbeton. Holcim Libanon konnte im Werk Chekka, das im Norden des Landes liegt, die Klinker- und Zementproduktion fast bis zum Ende der Kampfhandlungen aufrechterhalten. Während kurzer Zeit kam jedoch der Zementversand zum Erliegen. Er hat sich aber mit Einkehr der Waffenruhe rasch erholt. Die Inlandverkäufe von Egyptian Cement blieben recht stabil; es wurde aber weniger exportiert. Im Indischen Ozean verharrten die Zementlieferungen auf Vorjahreshöhe. Auf La Réunion führten der Strassen- und Wohnbau zu deutlich höheren Transportbetonvolumen. Die seit Jahresanfang 2006 ungebrochene Zunahme der Lieferungen von Holcim Südafrika – speziell bei den Zuschlagstoffen und beim Transportbeton – ist auf eine anziehende Baukonjunktur zurückzuführen.

Die Zementlieferungen in der Konzernregion Afrika, Naher Osten wurden durch die schwierige Lage im Libanon temporär belastet. Sie stiegen deshalb nur leicht um 0,9 Prozent auf 11,3 Millionen Tonnen an. Die Verkaufsmengen bei den Zuschlagstoffen und beim Transportbeton nahmen demgegenüber deutlich zu, und zwar um 15,1 Prozent auf 8,4 Millionen Tonnen respektive um 11,8 Prozent auf 1,9 Millionen Kubikmeter.

Afrika, Naher Osten 3Q Resultate

Der betriebliche EBITDA der Konzernregion Afrika, Naher Osten erhöhte sich um 8 Prozent auf CHF 512 Millionen. Zu diesem guten Resultat haben mit Ausnahme von Holcim Libanon alle Konzerngesellschaften beigetragen. Markant bessere Resultate erzielte Holcim in Ägypten, Marokko und Südafrika. Das interne betriebliche EBITDA-Wachstum erreichte 10,5 Prozent.

In der Berichtsperiode hat Holcim eine Absichtserklärung zur Veräusserung eines namhaften Anteils der Mehrheitsbeteiligung an Holcim Südafrika unterzeichnet. Damit will Holcim den gesetzlichen Pflichten im Rahmen von "Black Economic Empowerment" entsprechen und Holcim Südafrika im Markt optimal positionieren. Werden alle Vorbedingungen erfüllt, kann mit einem Abschluss der Transaktion im nächsten Jahr gerechnet werden. Bis dahin bleibt Holcim Südafrika Teil des Konzerns.

Indien als Wachstumsmotor in Asien, Ozeanien
Die Baumärkte in der Konzernregion Asien, Ozeanien haben sich mehrheitlich positiv entwickelt. Die Konjunktur war insgesamt solid, und die Bauvolumen blieben speziell in Indien und China beeindruckend. In Thailand dämpfte die politische Unsicherheit das wirtschaftliche Geschehen, und auf den Philippinen belastete der angespannte Staatshaushalt das Investitionsklima. Auf relativ hohem Niveau stabil war die Baustoffnachfrage in Australien, und auch in Neuseeland herrschte eine ansprechende Bautätigkeit.

Die indischen Konzerngesellschaften konnten trotz heftigem Monsunregen die Zementlieferungen kräftig ausweiten. Im Vergleich zu den ersten neun Monaten 2005 verkaufte Holcim auch in Sri Lanka, Bangladesch und Malaysia mehr Zement. Sehr gut entwickelte sich der Absatz von Holcim Singapur.

In Thailand hat die Konzerngesellschaft den vorübergehend schwächeren Inlandbedarf durch höhere Zement- und Klinkerausfuhren nahezu ausgeglichen. Zudem wurde mehr Transportbeton verkauft. In Vietnam und Indonesien haben die Verkäufe in der Berichtsperiode abgenommen. Stabile Inlandverkäufe verzeichnete Holcim Philippinen. Wegen eines Produktionsengpasses im Werk Davao – es wird unter anderem eine neue Siloanlage gebaut – mussten die Zementexporte zurückgenommen werden. Holcim Neuseeland ist es gelungen, die witterungsbedingt aufgelaufenen Lieferrückstände des ersten Semesters weitgehend wettzumachen.

Die starke Zunahme der konsolidierten Zementverkäufe in der Konzernregion Asien, Ozeanien um 79,9 Prozent auf 39,4 Millionen Tonnen ist auf die Neukonsolidierungen ACC und Gujarat Ambuja Cements in Indien zurückzuführen. Im Segment Zuschlagstoffe bildeten sich die Verkaufsmengen wegen Holcim Neuseeland um 4,2 Prozent auf 2,3 Millionen Tonnen zurück. Angestiegen ist demgegenüber der Versand von Transportbeton, und zwar um 26,9 Prozent auf 3,3 Millionen Kubikmeter. Gründe sind der erstmalige Einbezug der neuen Positionen in Indien und die verstärkte vertikale Integration in mehreren Grossagglomerationen.

Asien, Ozeanien 3Q Resultate

Der betriebliche EBITDA hat in der Konzernregion Asien, Ozeanien markant um 121,6 Prozent auf CHF 933 Millionen zugenommen. Das deutlich bessere finanzielle Ergebnis ist auf den erweiterten Konsolidierungskreis und auf ein strenges Kostenmanagement bei mehrheitlich stabilen Verkaufspreisen zurückzuführen. Das interne betriebliche EBITDA-Wachstum betrug 0,2 Prozent.

Neue Margenziele pro Segment
Nachdem Holcim im Rahmen der Wachstumsstrategie mittels Akquisitionen im asiatischen Raum sowie in den Segmenten Zuschlagstoffe und Weitere Baustoffe und Serviceleistungen das Beteiligungsportefeuille erheblich verstärkte, wurden nun auf Konzernebene spezifische Margenziele pro Segment festgelegt, um den Kapitalkostensatz (WACC) des Konzerns von 8 Prozent nach Steuern nachhaltig zu übertreffen. Um dieses Ziel bis 2010 sicherzustellen, wird Holcim die effizienzsteigernden Programme und Massnahmen in allen Segmenten konsequent fortführen. Im Segment Zement einschliesslich der mineralischen Bindemittel beträgt das betriebliche EBITDA-Margenziel unter Einschluss der bereits angekündigten Veränderungen im Konsolidierungskreis 33 Prozent. Für die Zuschlagstoffe gilt ein Ziel von durchschnittlich 27 Prozent, und für das Segment Weitere Baustoffe und Serviceleistungen einschliesslich Transportbeton und Asphalt liegt der Richtwert bei 8 Prozent.

Weiterhin gute Aussichten für einen erfolgreichen Geschäftsabschluss 2006
In der Bauwirtschaft hat sich das Wachstum in einzelnen Marktregionen verlangsamt. Dank Neukonsolidierungen, einer ausgezeichneten geographischen Diversifikation und einem erfolgreichen Geschäftsgang bei den Konzerngesellschaften wird Holcim einen erfreulichen Jahresabschluss ausweisen. Verwaltungsrat und Konzernleitung sind überzeugt, dass das interne betriebliche EBITDA-Wachstum 2006 das langjährige Mittel von 5 Prozent deutlich übertreffen wird.

Kennzahlen

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Holcim ist einer der weltweit führenden Anbieter von Zement und Zuschlagstoffen (Schotter, Kies und Sand) einschliesslich weiterer Geschäftsaktivitäten wie Transportbeton und Asphalt inklusive Serviceleistungen. Der Konzern hält Mehrheits- und Minderheitsbeteiligungen in mehr als 70 Ländern auf allen Kontinenten.
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Corporate Communications: Tel. +41 58 858 87 10
Investor Relations: Tel. +41 58 858 87 87
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Diese Medienmitteilung, der gedruckte Bericht zum 3. Quartal 2006 und eine Präsentation der Resultate (in Englisch) ist unter www.holcim.com/presentations verfügbar.
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