08.01.07 Erneuerbare Energie

8.1.2007: Texas verlängert Galgenfrist für Biodiesel

Der US-Bundesstaat Texas hat die Prüfzeit für die Umweltauswirkungen von Biodiesel um ein Jahr verlängert. Die Branche hatte ein generelles Biodiesel-Verbot befürchtet. Wie US-Medien berichten, ist das generelle Verbot nun nicht vom Tisch. Lediglich die Entscheidung wurde um ein Jahr verschoben. In dem Jahr soll sich rausstellen, wie sehr die Biodieselbeimischung der Umwelt schadet. Die texanische Kommission für Umweltqualität rechnet demnach damit, dass eine Beimischung von 20 Prozent Biodiesel zu herkömmlichem Diesel die zu einer Überschreitung der Grenzwerte für Stickoxide führen würde. Unterschiedliche Studien sagen verschiedene Steigerungsraten bei Stickoxid-Emissionen für die Beimischung von Biodiesel voraus.

Gänzlich umgehen ließe sich den Angaben zufolge der zusätzliche Ausstoß von Stickoxid durch Beimischung verschiedener chemischer Substanzen im Produktionsprozess. Das würde allerdings die Produktionskosten um rund fünf Prozent pro Liter steigen lassen, heißt es in den Berichten weiter. Texas ist nach Iowa der zweitgrößte Biodiesel-Verbraucherstaat in den USA. Ein Verbot des Treibstoffes würde die Branche, die hier mit zahlreichen Produktionsstätten vertreten ist, hart treffen.

Auch die Schweizer Bank Sarasin hat in einer Studie negative Umwelteinflüsse beim Einsatz von Biotreibstoffen ermittelt (siehe ECOreporter.de-Beitrag vom 28. Juli).

Bildhinweis: Immer mehr Biodiesel-Tanker rollen über die Straßen. / Quelle: frei
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