08.12.04

8.12.2004: Automobilhersteller wehren sich gegen kalifornische Maßnahmen für mehr Klimaschutz

Die Ankündigung wurde umgesetzt: US-Medienberichten zufolge hat die Alliance of Automobile Manufacturers Klage gegen die Regelungen des Bundesstaates Kalifornien zur Reduzierung des Schadstoffausstoßes von Autos eingereicht. Sie sieht vor, dass Autohersteller den Schadstoffausstoß bei PKW und LKW bis 2009 um 25 Prozent bzw. bis 2016 um 34 Prozent verringern müssen. Dem klagenden Industrieverband gehören auch in Nachhaltigkeitsfonds und -indices enthaltene Automobilhersteller wie BMW, DaimlerChrysler und Volkswagen an. Vor zwei Jahren waren die Autohersteller bereits mit einer Klage gegen strengere Klimaschutzvorschriften in Kalifornien erfolgreich gewesen. Die Bush-Administration hatte zu ihren Gunsten eingegriffen. So nimmt es nicht Wunder, dass die aktuelle Klage des Verbandes behauptet, allein die Bundesregierung in Washington sei für Maßnahmen zur Verringerung der Klimabelastung durch Autos zuständig. Die Autohersteller gehören auch zu den wichtigsten Wahlkampfspendern von US-Präsident Bush, der für seine Ablehnung des Kyoto-Protokolls und ähnlicher Klimaschutzmaßnahmen bekannt ist. Laut der Wirtschaftswoche erhielt seine republikanische Partei zum Beispiel zwei Drittel der Wahlkampfspenden von DaimlerChrysler.

Bildhinweis: Nur ein Feigenblatt? Emissionsfreier Smart / Quelle: ECOreporter.de
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x