08.12.06 Nachhaltige Aktien , Meldungen

8.12.2006: Im Bilanzskandal um Fannie Mae kommen erste Fakten ans Licht - Luftbuchungen in Milliardenhöhe

Der US-amerikanische Hypothekenfinanzierer Fannie Mae hat rund zwei Jahre nach seinem Bilanzskandal erstmals korrigierte Geschäftszahlen vorgelegt. Demnach erzielte er in den Geschäftsjahren 2001 bis 2004 statt der ursprünglich veröffentlichten 10,8 Milliarden nur 6,3 Milliarden Dollar Gewinn. Wie das Unternehmen US-Medienberichten zufolge erklärte, ist noch nicht absehbar, wann es endgültige Zahlen für die Geschäftsjahre 2005 und 2006 vorlegen kann. Die Kosten für die umfassende Überholung seiner Finanzdaten für die Jahre vor 1998 beliefen sich auf etwa 1 Milliarde Dollar.

2004 hatten Ermittlungen von der Regulierungsbehörde Ofheo (Office of Federal Housing Enterprise Oversight), der Staatsanwaltschaft und der Börsenaufsicht zu Tage gebracht, dass über Jahre hinweg die Bilanzen des Hypothekenfinanzierers geschönt worden waren. Etliche Führungskräfte, darunter auch CEO Franklin Raines, hatten zurücktreten müssen (wir berichteten ausführlich, unter anderem im ECOreporter.de-Beitrag vom 9. März).

Bildhinweis: Hat das Unternehmen in eine schwierige Situation geführt: Ex-CEO Franklin Raines / Quelle: Unternehmen

Fannie Mae: ISIN US3135861090 / WKN 856099
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