08.04.03 Nachhaltige Aktien , Meldungen

8.4.2003: Auch Interseroh will beim Dosenpfand mitmischen

Die Interseroh AG (WKN 620990) sieht gute Chancen, die zentrale Clearing-Stelle für das Pflichtpfand auf Einweg-Getränkeverpackungen einzurichten. Nach Angaben des Kölner Dienstleistungs- und Rohstoffkonzerns ist dafür eine Zusammenarbeit mit dem weltweit operierenden Unternehmen Experian vorgesehen. Das Modell sieht vor, dass Interseroh die Hersteller-Akquisition, das Monitoring sowie den Mengenstromnachweis übernimmt. Experian erhebt die Pfandgelder, wenn die beiden Unternehmen den Zuschlag erhalten. Außerdem würde Experian die Händlerkonten führen und wäre für das Finanz-Clearing zuständig. Aufgabe von Interseroh wäre es schließlich, die Daten des Clearingprozesses mit den Mengenstromdaten abzugleichen. So könne ausgeschlossen werden, dass Pfandgelder durch die Clearingstelle ausgezahlt werden, ohne dass eine ordnungsgemäße Verwertung erfolgt, heißt es.

Hintergrund der Interseroh-Offerte ist die Selbstverpflichtung von Handel und Getränkeindustrie, bis 2003 ein einheitliches Rücknahmesystem zu präsentieren. Eine einheitliche Verrechnung gilt dabei als unentbehrlich, weil jeder Händler jede bepfandete Verpackung zurücknehmen muss. Die beteiligten Händler würden dabei zwangläufig ungleichmäßig belastet. Mitte Februar hatte das Bundeskartellamt aus Wettbewerbsgründen die Vergabe der Clearing-Stelle an das Duale System Deutschland (DSD/Köln) abgelehnt.
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