08.04.05 Erneuerbare Energie

8.4.2005: Bundesregierung beklagt Stil der ?ffentlichen Diskussionen um die Windenergie

Als teilweise "sehr emotional" und zum Teil "unsachlich" hat die Bundesregierung die ?ffentlichen Diskussionen um die Windenergie bezeichnet. Das berichtete der Pressedienst des Deutschen Bundestages. Die Regierung habe sich im Zusammenhang mit ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP entsprechend ge?u?ert, hie? es. Die FDP hatte Auskunft zur "Gef?hrdung einheimischer Greifvogel- und Fledermausarten durch Windkraftanlagen" verlangt (15/5064).

In ihrer Antwort verwies die Regierung den Angaben zufolge unter anderem auf US-Studien. Danach kollidierten etwa 60 bis 80 Millionen V?gel an Fahrzeugen, 98 bis 980 Millionen V?gel an Geb?uden und Fenstern, bis zu 17 Millionen V?gel an Freileitungen, bis zu 40 Millionen an Sendemasten und etwa 10.000 bis 40.000 an Windenergieanlagen. Einen weiteren Beitrag zur Versachlichung lieferten zudem die Ergebnisse einer Studie des Naturschutzbundes Deutschland ?ber die Auswirkungen regenerativer Energiegewinnung auf die biologische Vielfalt am Beispiel der V?gel. Danach seien Beeintr?chtigungen der Vogelfauna durch Windenergieanlagen "nicht in dem Ma?e eingetreten, wie dies in der Vergangenheit vermutet und in der Presse dargestellt wurde". Zur Verminderung der Vogelschlaggefahr werde eine standortbezogene Risikoabsch?tzung im Einzelfall vorgenommen.

Insgesamt sind den Angaben zufolge im Erfassungszeitraum 1989 bis November 2004 bundesweit 278 tote V?gel und 285 tote Flederm?use an Windkraftanlagen gefunden und als so genannte Schlagopfer erfasst worden. Die meisten Opfer bei den V?geln waren insgesamt 44 Rotmilane, 27 M?usebussarde, 14 Seeadler, 12 Silberm?wen und 10 Turmfalken.
Zu den gesch?tzten Vogelarten Rotmilane und Seeadler wird dargelegt, die Bestandszahlen der Seeadler h?tten - mit 467 Brutpaaren im Jahr 2004 - "stetig zugenommen". Beim Bestand an Rotmilanen lasse sich aufgrund der aktuellen Daten keine Bestandsver?nderung feststellen.
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