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8.4.2007: Japaner Top, Daimler Flop - Umweltranking der Autobauer veröffentlicht

Ein Umweltranking von US-Wissenschaftlern weist DaimlerChrysler als den Hersteller der umweltschädlichsten Autos in den USA aus. Das geht aus einem Bericht der UCS mit dem Titel "Die Umweltbilanz von Autoherstellern" hervor, der die Umweltverträglichkeit der acht größten Autobauer in den USAbewertet, die rund 96 Prozent des Auto- und Lkw-Marktes abdecken. Die Analyse nutzt Daten über Verkäufe und Emissionen der US-Umweltschutzbehörde und des Verkehrsministeriums aus dem Jahr 2005.

Am besten schnitten in dem Report die japanischen Produzenten Honda und Toyota ab. Hyundai-Kia, Nissan und Volkswagen bewegten sich demnach im Mittelfeld vor Ford und General Motors, während DaimlerChrysler das Schlusslicht bildete. Don MacKenzie, der Autor der Studie kommt zu dem Schluss: "Die Gewinner der Untersuchung nutzen saubere Technologien in ihrer ganzen Flotte, während die Verlierer sie nur stückchenweise oder gar nicht einsetzen."

Die Bewertungen zogen die Effekte auf die Klimaerwärmung und den Ausstoß schädlicher Abgase mit ein. Autos und leichte Lkw werden für 25 Prozent der klimaerwärmenden Emissionen und für 20 Prozent des Schadstoffausstoßes verantwortlich gemacht.

Honda und Toyota hatten in allen zehn Autoklassen überdurchschnittlich gute Werte im Bereich der Klimaerwärmung aufzuweisen. In der Klasse der Pick-up-Klasse und der Geländewagen trat Honda nicht an. Trotz seiner Serien in diesen Klassen schaffte Toyota dennoch Platz zwei beim Schadstoffausstoß. "Das Abschneiden von Toyota belegt, dass Größe keine Entschuldigung ist für eine umweltschädliche Flotte", betonte MacKenzie. "Alle Autobauer haben heute die Technik, alle ihre Autos deutlich sauberer laufen zu lassen. Und das jüngste Urteil des Obersten Gerichtshofs, dass Kohlendioxid und andere Emissionen offiziell zu den Schadstoffen gehören, wird staatliche Forderungen an die Autobauer nach neuester Technologie nach sich ziehen."

DaimlerChysler schnitt laut dem Bericht sowohl bei den Schadstoffen als auch bei der Klimaerwärmung am schlechtesten ab. Die Autos des Konzerns emittieren ihm zufolge 70 Prozent mehr Smog erzeugende Schadstoffe und rund 30 Prozent mehr klimaerwärmende Schadstoffe als die von Honda.
Die Analyse weist auch nach, das Hybrid-Autos die Umweltbilanz verbessern, während Dieselautos sie verschlechtern.
Die Autos von Volkswagen enttäuschten. Die Autos des Wolfsburger Konzerns gehörten laut dem Report zu den umweltschädlichsten in mehreren Klassen. Sauberere Dieselautos und Gas-Autos könnten hier ein Ausweg sein, gibt die Studie an.
Die Autos der DaimlerChrysler AG hatten in der Hälfte aller Klassen die schlechteste Klimabilanz. Deren kleine Pickups stießen mehr Schadstoffe aus als jedes andere untersuchte Auto aller Hersteller.

Bildhinweis: Der Prius ist das Vorzeigemodell von Toyota; / dieser emissionsarme Smart von Daimler geht in der Klimabelastenden Produktpalette des Konzerns unter. / Quelle: Unternehmen
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