08.06.04 Nachhaltige Aktien , Meldungen

8.6.2004: Squeeze-Out bei Harpen - Mehrheitsaktionärin RWE will Streubesitz mit 19,50 Euro je Aktie abfinden

Die Dortmunder Harpen AG wird voraussichtlich noch im Jahr 2004 vom Kurszettel der Börse verschwinden. Wie die Essener RWE AG, mit 95 Prozent der Aktien Mehrheitsaktionär bei Harpen, am Morgen mitteilte, will sie die Anteile des Streubesitzes an der Tochter übernehmen. Im Rahmen einer außerordentlichen Hauptversammlung der Harpen solle im Frühherbst 2004 der Squeeze-Out der freien Aktionäre beschlossen werden. Die Barabfindung betrage basierend auf dem maßgeblichen durchschnittlichen Börsenwert 19,50 Euro je Stückaktie, hieß es weiter. Der Ertragswert werde nach den Erkenntnissen aus den bereits weit fortgeschrittenen Bewertungsarbeiten unter dem Börsenwert liegen. Sollte dies entgegen den bisherigen Feststellungen nicht der Fall sein, sei die Barabfindung entsprechend zu erhöhen.

Nach Berichten der Nachrichtenagentur Dow Jones-vwd hatte die RWE AG eine Meldung der Westdeutschen Allgemeine Zeitung (WAZ) über den bevorstehenden Ausschluss der freien Aktionäre bei Harpen zunächst nicht kommentieren wollen. Schließlich habe eine Konzernsprecherin die WAZ-Angaben aber doch bestätigt. Ziel des Squezze-Out ist laut der Sprecherin die engere Einbindung der Harpen AG in den RWE-Konzern. Zudem würden künftig die Kosten der Börsennotierung für Harpen eingespart. Auf das Tagesgeschäft bei Harpen werde der Wechsel keine Auswirkungen haben, so die Sprecherin.

Die Notierung der Harpen-Aktie profitierte von der Meldung: An der Frankfurter Börse wurden zuletzt 20,35 Euro für die Papiere gezahlt (Dienstag, 8. Juni 13:53 Uhr), ein Aufschlag gegenüber dem Vortag von mehr als sieben Prozent.

Ein ECOreporter.de-Portrait der Harpen AG finden Sie hier: Harpen Portrait

Harpen AG: ISIN DE0006034002 / WKN 603400
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