08.08.03 Anleihen / AIF

8.8.2003: "50 Prozent des Kommanditkapitals platziert " - ECOreporter.de-Interview mit Anke Mannel von Enova zum Enova-Offshore-Fonds.

Die Enova Projektentwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG aus Bunderhee bei Leer hat bislang Windkraftanlagen an Land geplant und errichtet. Nun wollen die Ostfriesen den See-Gang wagen und in das Offshore-Geschäft einsteigen: Enova beabsichtigt, mit Hilfe von Beteiligungsgesellschaften einen Windpark zu errichten und betreiben - rund 40 Kilometer vor der ostfriesischen Insel Juist in der Nordsee, bei einer Wassertiefe von etwa 30 Metern. ECOreporter.de sprach mit Anke Mannel von Enova.


ECOreporter.de: Seit Oktober 2002 ist Ihr Enova-Offshore-Fonds im Angebot - ein neuartiges Projekt insofern, als die Offshore-Windenergie ja noch jung ist. Wie läuft der Verkauf der Fondsanteile?
Zu Ende Juli waren über 50 Prozent des Kommanditkapitals platziert. Der Verkauf läuft sehr zufriedenstellend, so dass wir im Zeitplan liegen.

ECOreporter.de: Bei dem Fonds handelt es sich um einen Offshore-Entwicklungsfonds. In welchem Stadium ist das Genehmigungsverfahren
Die Anforderungen des Standarduntersuchungskonzeptes (STUK) werden abgearbeitet. Das erste Untersuchungsjahr ist abgeschlossen. Die Unterlagen für die Umweltverträglichkeitsstudie (UVS) werden aktuell zusammengestellt. Im Herbst diesen Jahres wird die UVS bei der zuständigen Genehmigungsbehörde, dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, eingereicht, so dass die Baugenehmigung wie prospektiert Ende diesen bzw. Anfang nächsten Jahres erwartet werden kann.

ECOreporter.de: Welche weiteren Hürden sind als nächstes im Genehmigungsverfahren zu überwinden?
Das Genehmigungsverfahren ist ein standardisiertes Verfahren, das sich am STUK orientiert. Die Auflagen der Baugenehmigung werden abgearbeitet und bis zum Baubeginn vorgelegt. Parallel wird an der Realisierung der Kabelanbindung bis zum Umspannwerk an Land gearbeitet. Eine landesplanerische Feststellung für die Kabeltrasse innerhalb der 12-Seemeilen-Zone über Norderney liegt bereits vor. Ein Antrag bzgl. der Befreiung von den Verboten des Nationalparks Wattenmeer ist gestellt. Die Befreiung ist erforderlich, um das Stromkabel durch das Wattenmeer an das Festland verlegen zu können.

ECOreporter.de: Was schätzen Sie, wie viele Offshore-Projekte bis Ende 2006 in der Nordsee (deutsche Bucht) realisiert sein werden?
Hierzu verweisen wir auf die Ziele der Bundesregierung, die diese in ihrem Strategiepapier zur Windenergienutzung auf See im Januar 2002 veröffentlicht hat. Hier geht die Bundesregierung davon aus, dass bis zum Jahr 2006 in der Startphase mindestens 500 Megawatt erreicht werden können.

ECOreporter.de: Zur Zeit wird in der Windkraft-Branche diskutiert, dass die Versicherungsprämien für die Anlagen steigen. Werden die steigenden Versicherungskosten die Offshore-Branche besonders treffen?
Hierzu kann noch keine Aussage getroffen werden.

ECOreporter.de: Frau Mannel, wir danken ihnen für das Gespräch.
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