09.11.05 Erneuerbare Energie

9.11.2005: Erneuerbare Energien sind weltweit auf dem Vormarsch - neue Studie

Weltweit flossen im Jahr 2004 Investitionen von mehr als 30 Milliarden US-Dollar in den Ausbau der Erneuerbaren Energien. Das meldete die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) anl?sslich der Er?ffnung der Beijing International Renewable Energy Conference 2005 (BIREC 2005). Sonne, Wind, Wasser, Erdw?rme und Biomasse machten an der weltweiten Energieerzeugung bereits heute einen Anteil von rund 17 Prozent aus, hie? es weiter. Mittlerweile h?tten auch multinationale Energieunternehmen die Chancen der Erneuerbaren Energien erkannt: Siemens, Shell, General Electric, Sharp oder BP seien neben den vielen mittelst?ndischen Unternehmen heute wichtige Global Player im Sektor. Weltweit besch?ftige die Branche derzeit rund 1,7 Millionen Menschen.

Die Zahlen stammen den Angaben zufolge aus der aktuellen Studie "Globaler Statusbericht für Erneuerbare Energien" (Global Status Report), die im Auftrag des Bundesentwicklungsministeriums (BMZ) und des Bundesumweltministeriums (BMU) sowie GTZ vom Washingtoner Worldwatch Institute erstellt wurde. Sie erscheine im Rahmen des neu formierten Netzwerkes "Renewable Energy Policy Network for the 21st Century" - kurz REN21 - und stehe auf dessen Internetseite (www.ren21.net) als Download zur Verf?gung, so der Bericht.

Die M?rkte in Industriel?ndern wie Deutschland, Spanien, den USA oder Japan bieten laut der Studie derzeit die gr??ten Investitionschancen. Aber auch Schwellen- und Entwicklungsl?nder nutzten zunehmend die M?glichkeiten der Erneuerbaren Energien, insbesondere für die l?ndliche Energieversorgung und als Reaktion auf die stark steigenden ?lpreise: China wolle den Anteil der Erneuerbaren Energien bis 2010 auf 10 Prozent erh?hen. Das Land sei bereits heute Marktf?hrer bei der Nutzung von Sonne zur Wassererw?rmung. Bei der Entwicklung von Biokraftstoffen sei wiederum Brasilien f?hrend.

Entscheidend für den Erfolg beim Einsatz erneuerbarer Energien ist der politische Wille der Regierungen. Laut dem Globalen Statusbericht verf?gen heute fast 50 L?nder weltweit ?ber staatliche Instrumente zur F?rderung von Wasserkraft, Solarstrom, Windenergie oder Erdw?rmenutzung. Unter anderem werden quantitative Ausbauziele gesetzlich definiert oder finanzielle Investitionsanreize geboten. Zur F?rderung von Biokraftstoffen für den Einsatz in Fahrzeugen wird deren Beimischung zu konventionellen Kraftstoffen gesetzlich erm?glicht.

Bild: Besonders für Entwicklungsl?nder attraktiv: Netzunabh?ngige Stromversorgung durch Photovoltaik / Quelle: Kyocera
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