09.01.03

9.1.2003: Timberland fliegt aus dem NAI - Sechs Unternehmen neu aufgenommen

Der ethisch-ökologische Aktienindex NAI (Natur-Aktien-Index) ist mit Beginn des neuen Jahres von 20 auf 25 Titel aufgestockt worden, das meldet Norbert Schnorrbach, Pressesprecher der Hamburger Securvita. Der hanseatische Finanzdienstleister verwaltet den Aktienfonds Greeneffects, der sich in seiner Titelauswahl streng am NAI orientiert.

Der NAI-Ausschuss hat laut Schnorrbach entschieden, den Bekleidungshersteller Timberland aus dem NAI auszuschließen und durch Starbucks Corporation zu ersetzen. Timberland könne in seinen Zuliefererfirmen keine sozial verträglichen Arbeitsbedingungen garantieren (vergleiche hierzu den Beitrag auf ECOreporter.de vom 13.12.2001). Der Kaffeekonzern Starbucks (WKN 884437) Corporation überzeuge vor allem durch sein Engagement in Sachen "Fair Trade Kaffee" und ökoverträglichem Kaffee-Anbau im Regenwald.

Neu im NAI sind Energy Conversion Devices (WKN 858643), Kansas City Southern Industries (WKN 502665), Kurita Water Industries (WKN 851119), Oxford-Health-Plans (WKN 882570 ) und Ricoh (WKN 882570). Nach Beurteilung des NAI-Ausschusses gehören diese fünf Firmen zu den Branchenvorreitern hinsichtlich ökologischer und sozialer Entwicklungen. Das US-Unternehmen Energy Conversion Devices entwerfe Lösungen zur Nutzung von Energie aus Sonnenlicht und Wasserstoff - vor allem zur Speicherung und zum Transport von Strom. Das Transportunternehmen Kansas City Southern Industries setze ganz auf Schienenverkehr. Die japanische Kurita Water Industries sei Hersteller von Systemen zur Wasseraufbereitung. Der amerikanische Krankenversicherer Oxord Health Plans biete den Versicherten außergewöhnlich umfassend Naturheilverfahren als Alternative zur konventionellen Behandlung. Der japanische Büromaschinenhersteller Ricoh habe sich - vorbildlich für die Branche - durch umfassende Konzepte zum Produktrecycling und zur Substitution gefährlicher Stoffe hervorgetan.

Mit der Erweiterung wolle der NAI-Ausschuss dem steigenden Interesse von Anlegern, der zunehmenden Zahl ökologisch orientierter Unternehmen und der rasanten Entwicklung grüner Geldanlagen gerecht werden, so die Meldung.
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