09.12.03 Nachhaltige Aktien , Meldungen

9.12.2003: Enro AG setzt auf Geothermie und Biomasse - Umsatz soll 2003 auf 11 Millionen Euro steigen

Die Essener Enro AG will im Geschäftsjahr 2003 ihren Umsatz leicht auf elf Millionen Euro steigern. Laut einer Meldung des Münchner Wertpapierhandelshauses Valora unter Berufung auf die Gesellschaft sieht sich das Unternehmen damit geschäftsmäßig gut im Plan. Im Rahmen Ihres EoS-Klimaschutz-Programms befasse sich die Enro AG vorrangig mit der Energieerzeugung aus regenerativen Quellen, hieß es weiter, vor allem auf Basis von fester und flüssiger Biomasse. Es würden z. Zt. Biomasse-Heizkraftwerke in mehreren Projekten bearbeitet. Verstärkt werde sich das Unternehmen zukünftig mit der Nutzung von Tiefen-Geothermie beschäftigen mit dem vorrangigen Ziel, neben der Gewinnung von Heizungswärme die natürliche Erdwärme insbesondere für die Erzeugung von Strom zu nutzen.

Während an geologisch günstigen Standorten im Ausland die Nutzung von geothermischer Energie bereits praktiziert werde, befinde sich die Erschließung dieser umweltfreundlichen Energiequelle in Deutschland noch im Entwicklungsstadium, so die Meldung. Insbesondere gebe es noch keine kommerzielle Anlage in Deutschland zur Erzeugung von Strom aus Erdwärme. Der wesentliche Grund hierfür liege darin, dass erst in einer Tiefe von 4.000 - 5.000 Metern ein ausreichendes Wärmepotential von rd. 150°C zur Verfügung stehe. Die dafür nötigen Erschließungskosten hätten der Wirtschaftlichkeit bisher im Wege gestanden. Jedoch zeichne sich jetzt im Zuge der Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) durch Anhebung der Stromvergütung für Strom aus geothermischen Quellen von bisher 8,96 auf zukünftig 15 ct/KWh eine verbesserte Wirtschaftlichkeit ab.

Enro AG: WKN 549282
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