09.03.04 Erneuerbare Energie

9.3.2004: Steter Tropfen höhlt den Geist: Und wieder meldet der VDEW Erneuerbare Energien-"Förderungen"

Erneut hat der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) gezeigt, dass ihm Fachterminologie nicht wichtig ist. In einer Meldung des Verbandes, in der über die Verdoppelung der Ökostrom-Produktion seit 1999 auf jetzt 45 Milliarden Kilowattstunden durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) berichtet wird, spricht der VDEW von der "Förderung" der Erneuerbaren Energien durch das EEG. Mit der Produktion seien auch die Kosten der "Förderung" gestiegen, so die Meldung. Durch staatlich festgelegte Vergütungen seien 2003 fast zwei Milliarden Euro für die "Förderung" Erneuerbarer Energien gezahlt worden. Was der VDEW nicht meldet ist, was er unter "Förderung" versteht: Die Einspeisevergütung? Die Differenz zwischen dem Einkaufspreis für deutschen Durchschnittsstrom und der Einspeisevergütung? Auch verrät der VDEW nicht, ob er es auch als "Förderung" der konventionellen Kraftwerke versteht, dass diese nicht für die Umwelt- und Klimaschäden aufkommen müssen, die sie verursachen.

"Am stärksten wirkten die Förderprogramme bei Windstrom: Die Produktion stieg 2003 auf 19 (5,5) Milliarden Kilowattstunden, ermittelte der VDEW." Dass es sich beim EEG nicht um ein Förderprogramm handelt, dürfte vielen Tageszeitungsredakteuren, die der VDEW mit Meldungen beliefert, kaum bekannt sein. Aber wir sagen es hier immer wieder gerne: Windstrom wird bezahlt, Kohle und Atomstrom wird gefördert. Bitte Ausschneiden und an die Wand hängen, VDEW-Pressestelle!
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