09.05.03

9.5.2003: EnBW AG: Verschobener Börsengang Grund für schlechteres Kreditrating

Die Karlsruher Energie Baden-Württemberg AG (EnBW; ISIN DE0005220008 / WKN 522000) führt die Herabstufung ihrer Bonitätsbewertung durch die Agentur Standard & Poor"s (S&P) wesentlich auf den verschobenen Börsengang zurück. Bernd Balzereit, Finanzvorstand der EnBW, erklärte laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters, das Rating spiegele allerdings weiterhin die solide Finanzpolitik seines Unternehmens wieder. Die Analysten hatten ihre Bewertung für die langfristigen Schulden des Energieversorgers auf "A" von zuvor "A+" gesenkt. Als Begründung für den Schritt verwies S&P auf das verschlechterte Finanzprofil der EnBW, das aus Akquisitionen und einer hohen Aufnahme von Fremdkapital im vergangenen Jahr resultiere.

Utz Claassen, seit dem 1. Mai Chef von EnBW, reklamierte in einem Reuters-Interview Handlungsbedarf zur Verbesserung der Ertragskraft des viertgrößten deutschen Stromversorgers. Sein Unternehmen sei aktuell nicht börsenfähig, so Claasen. Der Manager forderte laut der Meldung die Großaktionäre EdF und die von württembergischen Gemeinden und Städten dominierte OEW auf, bald eine Kapitalerhöhung durchzuführen.

Günstig für das von EnBW heute bekannt gegebene Emissionsprogramm sei das unveränderte S&P-Rating für die kurzfristigen Verbindlichkeiten, hieß es weiter. Das Unternehmen plant die Ausgabe von Wertpapieren, die bis zu zwei Milliarden Euro in die Konzernkasse spülen sollen.
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