09.05.05 Nachhaltige Aktien , Meldungen

9.5.2005: Wochenr?ckblick: Reihenweise Gewinne und rasantes Wachstum in der Solarbranche - Interseroh AG korrigiert Prognose nach unten - Umweltbank AG verdoppelt Dividende

In der zur?ckliegenden Woche zeigten sich die gro?en B?rsenindizes positiv: Der Dax konnte sich deutlich erholen und notierte zum Wochenschluss mit 4.311 Punkten um 3,0 Prozent h?her als noch zu Wochenbeginn; der Nikkei verbesserte sich um 2,0 Prozent auf 11.192 Punkte und der Dow Jones um 1,5 Prozent auf 10.345 Punkte. Der Euro verlor um 0,3 Prozent an Wert gegen?ber dem US-Dollar (USD), zuletzt wurde 1,2837 USD pro Euro notiert. Zu Wochenbeginn hat die US-Notenbank die Leitzinsen um 0,25 Prozent auf jetzt 3,00 Prozent erh?ht. Kupfer wurde um 1,0 Prozent, Brent Crude Oil um 1,9 Prozent billiger gehandelt und notierte zuletzt bei 51,20 USD pro Barrell.

Das Bundeskabinett hat die angek?ndigte ?nderung der Verlustverrechnung bei Fondsmodellen nun beschlossen - die parlamentarische Best?tigung steht noch aus. Verluste aus solchen Fonds k?nnen dann nur noch mit sp?teren positiven Eink?nften aus derselben Anlageform verrechnet werden, nicht aber mit anderen Einkunftsarten, beispielsweise aus Gewerbebetrieb. Diese Neuregelung soll für Fonds gelten, denen der Anleger nach dem 4. Mai 2005 beigetreten ist oder für die der Au?envertrieb durch den Fondsanbieter nach dem 17. M?rz 2005 begonnen hat (lesen Sie hierzu auch das ECOreporter.de-Experteninterview vom 27. April).

Die Bundesregierung hat die Voraussetzungen für den Bezug von ?kostrom durch Beh?rden geschaffen, das meldete das Bundesumweltministerium (BMU). Die verbesserte Rechtssicherheit erlaube nun entsprechende Ausschreibungen. Die Bundesregierung werde auch pr?fen, ob sogar eine Verpflichtung zur Beschaffung von ?kostrom in den Bundesressorts eingef?hrt werden solle.

Einen Netto-Emissionserl?s von cirka 30,5 Millionen Euro hat die Solar-Fabrik AG aus ihrer Kapitalerh?hung erhalten. Das Grundkapital des Freiburger Herstellers von Solarmodulen betr?gt nach Durchf?hrung der Kapitalerh?hung vom 10. Februar 2005 nunmehr 8,1 Millionen Euro. Den Erl?s aus der Kapitalerh?hung will das Unternehmen nutzen, um das weitere Wachstums zu finanzieren. Zudem wolle man die Fertigungskapazit?ten ausbauen und weitere Marktsegmente erschlie?en, so die Solar-Fabrik. Weitere Bestandteile der Wachstumsstrategie sind den Angaben zufolge Akquisitionen, strategische Kooperationen und Joint Ventures mit Unternehmen aus vor- und nachgelagerten Wertsch?pfungsstufen.

Evergreen Solar hat im ersten Quartal 2005 Gewinn gemacht. Wie das US-amerikanische Unternehmen weiter berichtete, erh?lt EverQ, ein Gemeinschaftsprojekt mit der deutschen Q-Cells, staatliche Zusch?sse aus Deutschland. Damit seien 45 Prozent der Kosten für die EverQ-Anlage gedeckt. Bis Mitte 2006 solle die Produktion starten.

Die Ph?nix SonnenStrom AG hat mit einer Fondsgesellschaft der Alcas GmbH Vertr?ge zur Errichtung eines Solarparks im bayerischen Miegersbach geschlossen. Das Projekt mit einer Spitzenleistung von rund 5,3 Megawatt (MW) ist das bisher gr??te der Ph?nix SonnenStrom AG. Das Auftragsvolumen bel?uft sich laut dem Unternehmen auf ?ber 21 Millionen Euro. Auf einer Fl?che von ?ber 56.000 Quadratmetern sollen 11.616 Solarmodule des franz?sischen Modulherstellers Photowatt International S.A. installiert werden.

Die Hamburger Conergy AG, Solargro?h?ndler und Projektierer von Solarkraftwerken, will D?nnschicht-Solarmodule von der First Solar GmbH aus Erfurt beziehen. Wie die Erfurter Gesellschaft meldet, soll sie in diesem und dem kommenden Jahr Module mit insgesamt acht MW Leistung an Conergy liefern.

Die Berliner Solon AG will den Umsatz im laufenden Gesch?ftsjahr auf deutlich ?ber 200 Millionen Euro steigern und rechnet beim Produktionsaussto? mit einer Verdoppelung auf 70 - 80 MW. Im Gesch?ftsjahr 2004 hatte Solon die Produktionsleistung auf 35 MW bereits verdreifacht.

Die Freiburger S.A.G. Solarstrom AG weist für das Gesch?ftsjahr 2004 einen Jahres?berschuss in H?he von 227.819 Euro aus. Wie das Photovoltaikunternehmen meldete, stieg der Gewinn vor Steuern nach einem Verlust von 6,42 Millionen Euro im Vorjahr auf 248.811 Euro; das Betriebsergebnis legte von minus 6,55 Millionen Euro auf 157.914 Euro zu. Die Umsatzerl?se des Unternehmens haben sich laut dem Bericht in 2004 nahezu verdoppelt. Sie kletterten von 11,88 auf 22,84 Millionen Euro. F?r das Gesch?ftsjahr 2005 hofft die S.A.G. Solarstrom AG auf weiteres Wachstum: Die Gesamtleistung solle auf rund 70 Millionen Euro steigen, der Gewinn auf rund 2,5 Millionen Euro. Das erste Quartal 2005 habe mit 5,98 Millionen Euro fast doppelt so viel Umsatz gebracht wie der Vergleichszeitraum des Vorjahres, so S.A.G.. Einmalige Sondereffekte h?tten das Quartalsergebnis jedoch von 46.000 Euro auf minus 17.160 Euro gedr?ckt. Im laufenden Jahr will die Gesellschaft das gr??te Solarfeld der Welt in Arnstein bei W?rzburg in Betrieb nehmen: Auf einer Fl?che von 77 Hektar sollen 1.500 Solarkraftwerke entstehen. Das Investitionsvolumen addiere sich auf voraussichtlich 75 Millionen Euro. Die Solon AG aus Berlin werde die Solarmodule liefern.

Die SolarWorld AG hat im 1. Quartal 2005 den Konzerngewinn gegen?ber dem Vorjahr auf 7,43 Millionen Euro mehr als verf?nffacht. Laut dem Bonner Solarunternehmen erreichte der Konzernumsatz im für die Solarbranche saisonal eher unterdurchschnittlichen 1. Quartal mit 57,9 Millionen Euro ebenfalls Rekordniveau. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) kletterte auf 17,7 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wuchs auf 13,4 Millionen Euro.

Die Bonner WindWelt AG baut vier Solarparks in Bayern. Die Anlagen mit insgesamt acht Megawatt Leistung sollen ?ber den Kapitalmarkt als Publikumsfonds vertrieben werden. Das Volumen des "Sonnenfonds Donau" belaufe sich auf 36 Millionen Euro, hie? es, die Kraftwerke sollten im 2. Halbjahr 2005 ans Netz gehen. Die Ausr?stung für die Anlagen soll den Angaben zufolge die SolarWorld AG liefern.

Der Windanlagenbauer REpower Systems will aus Entt?uschung ?ber die Standortpolitik des Hamburger Senats die Hansestadt verlassen. Hintergrund der Verstimmung bei REpower ist ein Streit mit der Stadt um Test-Standorte für Windkraftanlagen: Mitbewerber Enercon darf im Hafen zwei Windr?der errichten, REpower nicht. Die Aktion?re der REpower AG haben der F?hrung der Gesellschaft auf der Hauptversammlung in Hamburg erneut ihre Unterst?tzung ausgesprochen. S?mtliche Tagesordnungspunkte wurden mit deutlichen Mehrheiten entsprechend der Empfehlung von Vorstand und Aufsichtsrat verabschiedet, u.a. die Wahl von Jorge Martins, Gesch?ftsf?hrer des neuen REpower Gro?aktion?rs Martifer, in den Aufsichtsrat und der Verzicht auf eine Dividende. Mit knapp 100 Aktion?ren waren mehr als 53 Prozent des stimmberechtigten Kapitals vertreten.

Vestas A/S, Windanlagenbauer mit Sitz im d?nischen Randers, soll für ein Windkraftprojekt im Nordosten der Vereinigten Staaten 75 Anlagen liefern. Wie der Konzern mitteilte, hat der Auftraggeber vorl?ufiges Stillschweigen ?ber weitere Details des Gesch?ftes erbeten. Die Lieferung solle im kommenden Jahr erfolgen, Vestas werde 33 MW Leistung bis Juni und 91 MW Leistung bis November 2006 errichten.

Die UmweltBank AG hat die mittlerweile testierten Zahlen für das Gesch?ftsjahr 2004 vorgelegt, das erfolgreichste Jahr der Firmengeschichte. Die Bilanzsumme stieg in 2004 um 19,4 Prozent auf 580,7 Millionen Euro, das haftende Eigenkapital wuchs um 21,5 Prozent auf 37,0 Millionen Euro. Die Kundenzahl erh?hte sich um 10,8 Prozent auf 40.308 (Stand 31.12.2004). Abz?glich des Gewinnanteils der stillen Gesellschafter weist die N?rnberger Direktbank nach eigenen Angaben einen Jahres?berschuss von 2,2 Millionen Euro aus. Die Dividende soll mit 38 Cent je Aktie doppelt so hoch ausfallen wie im Vorjahr.
Nach drei Jahren mit Verlusten hat der D?sseldorfer Finanzdienstleister versiko AG 2004 wieder ein positives Vorsteuerergebnis erwirtschaftet. Wie das Unternehmen mitteilte, verbesserte sich der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) auf plus 0,5 Millionen Euro nach minus 1,8 Millionen Euro im Vorjahr. Die Provisionserl?se stiegen den Angaben zufolge um 56 Prozent auf 8,3 Millionen Euro (Vorjahr 5,2 Millionen Euro). Es handele sich um vorl?ufige Zahlen, so versiko, die noch vom Aufsichtsrat der Gesellschaft gebilligt werden m?ssten. Weitere Informationen wie etwa Angaben zu Umsatz, Nettogewinn, oder Margen stellte die Gesellschaft nicht zur Verf?gung.

Die IVU Traffic Technologies AG hat in den ersten drei Monaten des laufenden Gesch?ftsjahres rund 5,2 Millionen Euro umgesetzt, ann?hernd so viel wie im Vorjahreszeitraum. Die Kosten des Berliner Software-Unternehmens sanken allerdings erheblich. Der Personalaufwand ging um 7 Prozent zur?ck, die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sogar um 31 Prozent. Das Betriebsergebnis (EBIT) war mit minus 0,7 Millionen Euro dennoch wieder negativ, das Konzernergebnis verbesserte sich um 67 Prozent auf minus 0,6 Millionen Euro.

Init innovation in traffic systems AG soll die Betriebszentrale der M?nchener Verkehrsgesellschaft (MVG) mit seinem neuen rechnergesteuerten Betriebsleitsystem "Mobile -RBL" ausstatten. Zudem w?rden Bordrechner vom Typ "Copilot pc" für neue Busse der MVG geliefert. Wie das Unternehmen meldete, ist ferner das dynamische Fahrgastinformationssystem "Mobile-Stop info" Bestandteil des Auftrags. Das RBL solle noch vor Beginn der Fu?ball-Weltmeisterschaft im April 2006 in Betrieb gehen. Nach und nach solle der gesamte Fahrzeugpark der MVG, der rund 600 Busse und Trambahnen umfasse, umger?stet werden. Der Vertrag mit dem M?nchener Unternehmen schlie?e auch die Wartung des Systems für mehrere Jahre ein. Die Stadtwerke M?nchen sind laut dem Bericht das zweitgr??te kommunale Verkehrsunternehmen Deutschlands. Eine Reihe von Ausschreibungen zur Modernisierung des ?ffentlichen Personennahverkehrs st?nden noch bevor, so init, man sehe gute Chancen, weitere Auftr?ge für sich zu gewinnen.

Die SW Umwelttechnik AG, K?rntener Spezialistin für Abwasserinfrastruktur und Biogasanlagen, f?hrt derzeit eine Kapitalerh?hung durch. Bis zum 9. Mai werden bis zu 59.999 junge Stammaktien zur Zeichnung angeboten.


F?r das zweite Quartal 2005 hat der Dienstleistungs- und Rohstoffkonzern Interseroh AG eine Gewinnwarnung heraus gegeben. Der K?lner Recyclingspezialist erwartet einen schw?cheren Umsatz sowie ein geringeres Ergebnis in den Monaten von April bis Juni. Hauptursachen daf?r seien die schwache Binnennachfrage im Dienstleistungsbereich und eine anhaltende Nachfrageschw?che im Bereich Stahl- und Metallschrotte. Die Preise für Sekund?rrohstoffe gerieten zur Zeit zunehmend unter Druck, hie? es. Die Stahlwerke h?tten angek?ndigt, ihre Produktion herunterzufahren, dies werde sich negativ auf die Preise auswirken.


Conergy AG: ISIN DE 0006040025
Evergreen Solar Inc. :ISIN US30033R1086 / WKN 578949
init innovation in traffic systems AG: ISIN DE0005759807 / WKN 57598
SW Umwelttechnik AG: ISIN AT0000808209 / WKN 910497
Interseroh AG: ISIN: DE 0006209901 / WKN 620 990
IVU Traffic Technologies: WKN 744850 / ISIN DE0007448508
Ph?nix SonnenStrom AG: ISIN DE000A0BVU93 / WKN A0BVU9
REpower Systems AG: ISIN DE0006177033 / WKN 617703
S.A.G. Solarstrom AG: ISIN DE0007021008 / WKN 702100
Solar-Fabrik AG: ISIN DE0006614712 / WKN 661471
Solar-Fabrik AG - Neue Aktien: ISIN DE000A0DRX11
SolarWorld AG: ISIN DE0005108401 / WKN 510840
Solon AG: ISIN DE0007246308 / WKN 747119
Sto AG: WKN 727413 / ISIN DE0007274136
UmweltBank AG: ISIN DE0005570808 / WKN 557080
versiko AG: ISIN DE0005408686 / WKN 540868
Vestas Wind Systems A/S: ISIN DK0010268606 / WKN 913769
WindWelt AG: WKN 635253 / ISIN DE0006352537

Bilder: Auch Projekte im Bereich der Erneuerbaren Energien w?ren von der geplanten Neuregelung betroffen, zum Beispiel Windparks / Quelle: frei; Modulproduktion bei der Freiburger Solar-Fabrik AG; Solarkraftwerk der S.A.G. Solarstrom AG im Europapark Rust; Sitz der UmweltBank in N?rnberg; Geb?ude der Sto AG am Firmensitz St?hlingen / Quelle: Unternehmen


Dieser Umweltaktien-Wochenr?ckblick erscheint mit freundlicher Unterst?tzung der UmweltBank.
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