09.07.04 Erneuerbare Energie

9.7.2004: Klarheit für Windmüller in Deutschland: Erneuerbare-Energien-Gesetz passiert den Bundesrat

Der Bundesrat hat heute dem Vermittlungsvorschlag für das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zugestimmt. Das meldet der Bundesverband WindEnergie (BWE). Kern der neuen Regeln für Strom aus Windenergie sei eine einmalige Reduzierung der Vergütung mit Inkrafttreten des Gesetzes sowie eine Verdoppelung der jährlichen Degression: Ab 2005 werde die Vergütung für Windstrom jedes Jahr um zwei Prozentpunkte gesenkt.
Das Gesetz sieht den Angaben zufolge ferner keinen Inflationsausgleich vor. Bei einer Inflation von zwei Prozent sinke die Einspeisevergütung damit real um vier Prozent. Neue Windenergieprojekte müssten nun jedes Jahr vier Prozent kostengünstiger werden, sagt dazu Peter Ahmels, Präsident des BWE. Das sei eine große Herausforderung für die Windindustrie.

Seit 1991 seien die Kosten für Windstrom bereits um 55 Prozent gefallen, berichtet der Verband weiter. Aufgrund der EEG-Novelle würden sie in den nächsten 10 Jahren nochmals um rund 35 Prozent fallen. Angesichts steigender Preise für konventionellen Strom werde die Windenergie etwa ab diesem Zeitpunkt kostengünstiger als Strom aus konventionellen Kraftwerken.

Bild: Bundesratsgebäude in Berlin: Sitz des Gremiums ist seit August 2000 das ehemalige Preußische Herrenhaus - im Zentrum von Berlin, ganz in der Nähe des Potsdamer Platzes
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