09.08.04 Nachhaltige Aktien , Meldungen

9.8.2004: RWE AG drohen erhebliche Verluste aus dem Wassergeschäft

Die RWE AG muss mit erheblichen Verlusten aus ihrem Wassergeschäft rechnen. Das berichtet die Berliner Zeitung (BZ). Laut dem Blatt kann die britische Tochter Thames Water die durch den Konzern vorgegebenen Renditeziele auf absehbare Zeit nicht erreichen. Hintergrund sei ein Streit mit der britischen Regulierungsbehörde Ofwat, heißt es. Diese hat sich den Angaben zufolge geweigert, die von Thames Water geplanten Wasserpreiserhöhungen von knapp 30 Prozent zu genehmigen. Realistisch sei jetzt ein Preisaufschlag von nur 15 Prozent, so die BZ.

Die RWE-Tochter habe Investitionen von insgesamt vier Milliarden Pfund (6,06 Milliarden Euro) ins Feld geführt, um die gewünschten Preiserhöhungen durchzusetzen, heißt es weiter. Ohne Erfolg: Philip Fletcher, Chefregulierer von Ofwat, will nur 2,7 Milliarden Pfund anerkennen. Wie die BZ berichtet, brachte Fletcher die Sichtweise seiner Behörde in einem persönlichen Gespräch mit dem Vorstandsvorsitzenden der RWE AG Harry Roels auf den Punkt. Es sei kaum den britischen Wasserverbrauchern anzulasten, wenn RWE beim Kauf von Thames Water einen überhöhten Preis gezahlt habe, so Fletcher laut dem Blatt.

Thames Water wolle in den nächsten drei Monaten versuchen, die Regulierer doch noch von der Dimension des tatsächlich erforderlichen Investitionsaufwandes zu überzeugen, sagte ein Sprecher des Unternehmens gegenüber der Berliner Zeitung.

RWE AG: ISIN DE0007037129 / WKN 703712
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