Windkraftanlagen der ABO Invest AG am Standort Clamency in Frankreich. Das Unternehmen betreibt 62 Windenergieanlagen, davon 24 in Frankreich, 22 in Deutschland, 14 in Irland und zwei in Finnland. / Foto: ABO Invest AG

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ABO Invest AG auf Wachstumskurs – auch die Windaktie

Die auf Windenergie spezialisierte ABO Invest AG hat im ersten Halbjahr einen Gewinn erwirtschaftet. Die Windaktie liegt auf Jahressicht mit einem Kurs von 1,52 Euro sieben Prozent im Plus und hat weiteres Kurspotential. Das Unternehmen aus Wiesbaden will seinen Windpark-Bestand weiter ausbauen. Das erfuhr ECOreporter.de auf Nachfrage.

Die ABO Invest AG betreibt Windparks in Deutschland, Finnland, Frankreich und Irland. Die Windaktie wurde von ECOreporter.de in einem  ECOanlagecheck aus 2015  und in einem  Aktientipp aus dem Juni 2016  zum Kauf empfohlen. Das Unternehmen hat nun eine positive Zwischenbilanz für das erste Halbjahr veröffentlicht. Demnach wuchs der Umsatz der ABO Invest AG im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 15 Prozent auf 15,9 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) sprang um knapp 15 Prozent auf 12,3 Millionen Euro. Die EBITDA-Marge erreichte knapp 78 Prozent.

Die ABO Invest AG erwirtschaftete ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von knapp 0,4 Millionen Euro, das im zweiten Halbjahr weiter anwachsen soll. Wie Unternehmenssprecher Alexander Koffka gegenüber ECOreporter.de erklärte, könnte es auf 0,5 bis eine Million Euro klettern.

Das positive Ergebnis erklärte Koffka insbesondere mit der Einsparung von Kosten. So habe die ABO Invest AG durch den vorzeitige Rückkauf von Genussscheinen im Volumen von knapp 7,8 Millionen Euro die jährlichen Zinsaufwendungen um rund 0,5 Millionen Euro vermindert und durch die Umfinanzierung des irischen Windparks Glenough rund 0,3 Millionen Euro Zinsen eingespart.

ABO Invest AG ist bei den Windmärkten breit aufgestellt

Das Wachstum im ersten Halbjahr erzielte der Betreiber von Windparks obwohl die Stromerträge um rund drei Prozent geringer ausgefallen sind als prognostiziert. An einigen Standorten war laut der ABO Invest AG das Windaufkommen geringer als im Durchschnitt. Hinzu kam beim Windpark Losheim ein Hauptlagerschaden an zwei Windkraftanlagen. Der habe dazu geführt, dass die Stromproduktion um 21 Prozent zu gering ausgefallen sei. Aber die Versicherung habe im Juli die Ertragsausfälle sowie den größten Teil der Reparaturkosten übernommen.

Die französischen Windparks der ABO Invest AG haben dagegen überdurchschnittlich viel Windstrom produziert. Die Projekte Escamps und Couffé lagen im ersten Halbjahr jeweils sieben Prozent über der Prognose und der Windpark Cuq sogar 17 Prozent.

Wie Koffka auf Nachfrage mitteilte, prüft das Unternehmen den Zukauf von weiteren Windparks. Nach Kalkulationen der ABO Invest AG werde dafür bis zum Jahresende voraussichtlich rund 1,3 Millionen Euro freie Liquidität zur Verfügung stehen, plus knapp zwei Millionen Euro ungenutzter Kreditlinien. Laut dem Unternehmenssprecher visiert die ABO Invest AG insbesondere Zukäufe in Finnland und in Irland an. Auch deutsche Windparks kämen in Frage, hier aber seien aufgrund der stark erhöhten nachfrage von Investoren die Preise stark angestiegen.

Kaufempfehlung für die Windaktie

ECOreporter.de bekräftigt die Kaufempfehlung für die Windaktie der ABO Invest AG. Durch die internationale Ausrichtung kann sie in Zukunft auch jenseits des deutschen Windmarktes Wachstum erzielen. Durch die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) wird es künftig schwieriger, renditestarke Windparks in Deutschland zu erwerben. Aber die ABO Invest AG verfügt über ausreichend Erfahrung und Kontakte, um dafür in anderen Windmärkten Zukäufe zu tätigen. Nachrichten über solche Abschlüsse dürften dem Aktienkurs zusätzlichen Schub geben. Starke Kurssprünge sind allerdings nicht zu erwarten.

ABO Invest AG: ISIN DE000A1EWXA4 / WKN A1EWXA
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