Im Bild eine Shopping-Mall von Unibail-Rodamco in Wien. Der Immobilien-Konzern ist vor allem in Europa aktiv. / Foto: Unternehmen

08.09.17 Aktientipps , Aktien-Favoriten

Aktienrückkauf bei Unibail-Rodamco - was sind die Folgen?

Das französische Immobilienunternehmen Unibail-Rodamco will bis zum 10. Oktober 2017 eigene Aktien im Volumen von 750 Millionen Euro zurückkaufen. Welche Auswirkungen hat der Aktienrückkauf für Anleger? 

Schuldengrenze wird nicht überschritten

Um den Aktienrückkauf finanzieren zu können, will Unibail-Rodamco neue Schulden aufnehmen. Je nach Marktlage kauft der Konzerne eigene Aktien schrittweise zurück.

Die neue Schuldenlast soll jedoch keinerlei Auswirkungen auf den Vermögenswert des Unternehmens haben. Der Konzern will nach eigenen Angaben das Verhältnis von Vermögen zu Schulden "in einem gesunden Bereich" halten. Die Schuldenlast soll demnach einen Anteil am Vermögen von 40 Prozent nicht überschreiten.

Der Konzern sieht sich gut aufgestellt

Bereits in einer vergangenen Meldung wiesen wir auf die Stärken der Immobilienaktie hin.  Unibail-Rodamco konnte das erste Halbjahr 2017 mit guten Zahlen abschließen: Die Mieteinnahmen stiegen im Vergleich zum ersten Halbjahr 2016 um 1,7 Prozent auf 794 Millionen Euro. Vor allem in Spanien konnte der Konzern einen Zuwachs bei Mieteinnahmen von 11,2 Prozent verzeichnen. In Österreich erzielte er ein Plus von 8,6 Prozent.

Nur in den Niederlanden kassierte Unibail-Rodamco im ersten Halbjahr weniger Mieteinnahmen. Sie sanken um minus 4,8 Prozent (in welchen Ländern Unibail-Rodamco noch aktiv ist, erfahren Sie in unserem Portrait (Link entfernt)).  

Dividende um 5 Prozent gestiegen

Seit dem Geschäftsjahr 2007 hat Unibail-Rodamco die Dividende stetig erhöht. Für 2016 hatte das Unternehmen die Ausschüttung zuletzt um rund 5 Prozent auf 10,20 Euro je Aktie angehoben. Das Immobilienunternehmen zahlte dabei rund 91 Prozent des Jahresgewinns aus. Für das laufende Gesamtjahr 2017 soll die Dividende erneut auf 10,73 Euro angehoben werden.

Nach der letzten Dividendenerhöhung bietet die Aktie aktuell (8. September 2017) eine Ausschüttungsrendite von 5,1 Prozent. Für die Aktionäre lag die Dividendenrendite in den vergangenen 5 Jahren bei durchschnittlich 4,5 Prozent.

Fazit: Kleine Position aufbauen und Dividende kassieren

Der Rückkauf eigener Aktien sollte die Bilanz von Unibail-Rodamco stärken und dem Aktienkurs langfristig Auftrieb verleihen. Aktienrückkäufe machen ein Unternehmen von außen weniger angreifbar, die Anzahl der Stimmrechte im Unternehmen werden erhöht. So kann der Konzern eigene Interessen besser durchsetzen und ist weniger abhängig. Das ist gut für den Aktienkurs.  

Wir empfehlen daher Neu-Einsteigern eine kleine Position einzugehen und an der aktuell attraktiven Dividendenrendite von 5,1 Prozent teilzunehmen. Der Kurs ist mit 212,30 Euro je Aktie (8. September 2017, Xetra-Handel) günstig für den Einstieg. Anleger, die bereits Anteile im Depot haben, halten die Aktie und profitieren weiterhin von den angekündigten Dividendensteigerungen.

Investoren können ebenfalls eine Aufstockung der Position im kleinen Rahmen erwägen. Wir empfehlen, die Position auf maximal 3 Prozent des Gesamtdepotvolumens aufzustocken.

Unibail-Rodamco ist eine  ECOreporter-Favoriten-Aktie (Link entfernt) aus der Kategorie nachhaltige  Dividendenkönige. (Link entfernt)

Unibail-Rodamco SE: ISIN FR0000124711 / WKN 863733
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