Einblick in die Produktion von SolarWorld. / Quelle: Unternehmen

12.12.13 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Aktionäre erstreiten Änderung im SolarWorld-Rettungskonzept

Auf Druck einzelner Aktionäre hat es eine Änderung beim Rettungskonzept der finanziell schwer angeschlagenen SolarWorld AG gegeben. Das geht aus übereinstimmenden Medienberichten hervor. Weil streitbare Anteilseigner mit ihren Anfechtungsklagen gegen den beschlossenen Sanierungsplan Erfolg hatten, gewährt der Bonner Solarkonzern einem Teil der Altaktionäre die Möglichkeit, nach dem Schuldenschnitt außerbörslich verfügbare Aktien zu erwerben.

Der ursprüngliche Rettungsplan hatte dieses Bezugsrecht ausschließlich dem Vorstandsvorsitzenden Dr. Frank Asbeck und dem neuen katarischen Großinvestor Qatar Solar eingeräumt. Während Asbeck seinen Anteil bei der Kapitalerhöhung, die dem Schuldenschnitt folgen soll auf 21 Prozent steigern sollte, waren für Qatar Solar 29 Prozent der Anteile vorgesehen. Die Altaktionäre waren von dem Bezugsrecht ausgeschlossen und hätten so durch den Kapitalschnitt hingegen 95 Prozent ihrer Beteiligung verloren (Mehr zum Sanierungskonzept von SolarWorld lesen Sie hier).

Mit dem Bezugsrecht haben nun auch Altaktionäre die Möglichkeit der massiven Verwässerung ihrer Beteiligung zumindest etwas entgegen zu wirken. Allerdings ist das erstrittene Bezugsrecht eingeschränkt: Nur Aktionäre, die mehr als 1.000 Aktien können nach Schuldenschnitt bei einem entsprechenden Angebot Aktien über die WGZ Bank kaufen.

SolarWord AG: ISIN DE0005108401 / WKN 510840
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