05.08.09 Anleihen / AIF

Aktuelle Studie rechnet mit wachsendem Anteil von Erneuerbaren Energien bei geschlossenen Fonds

Erneuerbare-Energie-Fonds werden in den nächsten Jahren zu den am schnellsten wachsenden Segmenten im Markt für geschlossene Fonds gehören. Das geht aus einer aktuellen Studie hervor, die das Research Center for Financial Services der Steinbeis-Hochschule Berlin in Zusammenarbeit mit der Commerz Real AG vorgelegt hat. Die Untersuchung „Geschlossene Fonds 2009 – Trends und Potenziale“ wurde demnach im ersten Quartal 2009 durchgeführt. Grundlage ist die Befragung von 103 Kundenberater bei Banken und Vermögensverwaltern.

Geschlossene Fonds sind nach Einschätzung der Mehrheit der Untersuchungsteilnehmer ein Anlagesegment mit wachsendem Bedarf. Die Kundenberater rechnen demnach mit einem steigenden Anteil Geschlossener Fonds an den betreuten Portfolios von heute durchschnittlich 7,2 Prozent auf 8,4 Prozent in den kommenden fünf Jahren. Die Anbieterseite werde sich konsolidieren, erwarten 62 Prozent der Befragten. Der Zweitmarkt für Geschlossene Beteiligungen habe Wachstumspotenzial. Rund 85 Prozent erwarten ein wachsendes Angebot gebrauchter Fondsanteile am Zweitmarkt.

Wie es weiter heißt, rechnen 77,2 Prozent der Befragten damit, dass die Investitionshäufigkeit in New-Energy-Fonds steigt. Es würden auch mehr New-Energy-Fonds auf den Markt kommen, prognostizieren rund 30 Prozent.

Als wichtige Entscheidungskriterien bei der Investitionsentscheidung nennen laut der Meldung alle Befragten das Image des Emissionshauses. Weitere Punkte sind: das Investitionsobjekt (98 Prozent), die Plausibilität der Prognoserechnung (96,1 Prozent), seriöse Wertansätze (96,1 Prozent) und Transparenz (95,1 Prozent). Steuervorteilen (28,1 Prozent) und dem Fremdwährungsanteil (23,3 Prozent) werden dagegen vergleichsweise wenig Bedeutung beigemessen.

Die Hälfte aller Befragten erwartet, dass die Vertriebsprovisionen sinken werden. Knapp 40 Prozent rechnen mit sinkenden Managementgebühren. 63 Prozent gehen davon aus, dass die Bedeutung von Bestandsprovisionen steigt.

Transparenz und Reporting sind bei den Befragten zentrale Anforderungen an die Anbieter Geschlossener Fonds. Rund die Hälfte der Befragten ist aktuell weniger zufrieden mit der Transparenz Geschlossener Fonds.

77,7 Prozent wünschen sich ein emittentenunabhängiges Rating für Geschlossene Fonds. Tools zur Bewertung der Fonds werden für 75,7 Prozent der Befragten immer wichtiger. Die wichtigste Anforderung an die Initiatoren im Rahmen des Serviceangebots ist nach Meinung von 93 Prozent der Befragten die Qualität des Reportings.

Die Commerz Real AG ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Commerzbank AG.

Die Studie kann auf Nachfrage bei der Commerz Real AG angefordert werden.
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