07.09.09 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Aktuelle Studie zeigt Nachhaltigkeitsstrategien im Immobiliensektor

Investitionen in Immobilien oder Immobiliengesellschaften, die über eine gute Nachhaltigkeitsstrategie verfügen, sind auch wirtschaftlich interessant. Das meldet die Bank Sarasin aus Basel. Laut dem Schweizer Bankhaus stellen Gebäude den größten Endverbrauchsektor von Energie dar. Vor dem Hintergrund von Klimaschutz und Ressourcenknappheit müsse der Verbrauch reduziert werden. Der Einbezug von Nachhaltigkeitsstrategien beim Bauen und Sanieren von Gebäuden zahle sich langfristig aus. Dafür hat die Bank Sarasin den Angaben zufolge eine eigene Bewertungsmethode entwickelt. Diese bildet die Grundlage der neue Nachhaltigkeitsstudie der Bank Sarasin mit dem Titel „Auf nachhaltige Gebäude bauen“. Die Studie beleuchtet laut der Bank zentrale Aspekte des Immobiliensektors wie die Potenziale und Kriterien für umweltfreundliches Bauen, Renditeaussichten von nachhaltigen Immobilienanlagen sowie den Einbezug von Immobiliengesellschaften in ein nachhaltiges Portfolio.

Wie es weiter heißt, umfasst das aktuelle Research-Universum der Bank Sarasin 160 Immobilienaktiengesellschaften aus 17 Ländern. 64 davon hat die Bank Sarasin als nachhaltig eingestuft. Am besten schnitten zwei britische Unternehmen ab: Land Securities und British Land. Die beiden französischen Immobiliengesellschaften Gecina und Unibail-Rodamco werden als weitere überdurchschnittlich nachhaltige europäische Firmen genannt. Während in Europa Umweltanforderungen durch gesetzliche Mindestvorschriften festgelegt würden, herrschten in Asien und den USA freiwillige Standards und Zertifikate vor, so Sarasin. Zahlreiche Unternehmen mit unterdurchschnittlicher Bewertung stammten aus dem asiatischen und amerikanischen Raum. Auch unter den asiatischen Unternehmen gebe es aber Ausnahmen: Mitsubishi Estate schneide hier überdurchschnittlich ab.

Als Fallbeispiel stellt die Bank Sarasin das Unternehmen British Land vor. Dieses habe Umwelt- und Sozialziele, die mittels detaillierter Maßnahmenpläne umgesetzt würden. Alle neuen Bürogebäude sollen dem „Breeam Excellent-Standard“ entsprechen. Im Vorfeld von Bauprojekten beziehe British Land die Anwohner und andere Interessengruppen ein. Bei Projekten „auf der grünen Wiese“ lege das Unternehmen besonderen Wert auf den Anschluss an den öffentlichen Verkehr. Die Klimaschutzstrategie von British Land umfasse die Reduktion des Energieverbrauchs sowie die Nutzung erneuerbarer Energiequellen. Dies gelte sowohl bei den vom Unternehmen selbst genutzten als auch für die vermieteten Gebäude. Soweit das Unternehmen nicht direkten Einfluss nehmen könne, unterstütze es die Mieter bei Klimaschutzmaßnahmen. Auch die Fahrzeugflotte sei in das Klimaschutzkonzept einbezogen. Nicht vermeidbare Treibhausgasemissionen würden kompensiert.

Die Studie „Auf nachhaltige Gebäude bauen“ ist in deutscher und englischer Sprache gegen eine Schutzgebühr von CHF 50.--, EUR 35.-- (für Kunden und Medien gratis) erhältlich bei: Bank Sarasin & Cie AG, Gabriela Pace, Elisabethenstrasse 62, Postfach, 4002 Basel T: +41 (0)61 277 73 31  |  E-Mail: Opens window for sending emailgabriela.pace@sarasin.ch (Link entfernt)
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