Fahrrad aus dem Sortiment der MIFA. / Foto: Unternehmen

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Akute Insolvenzgefahr: Eigenkapital der MIFA AG aufgezehrt

Dem Fahrradhersteller Mitteldeutsche Fahrradwerke AG droht die Überschuldung. Das geht aus einer kurzen Pflichtmitteilung des Unternehmens hervor. Die MIFA-Aktie stürzte daraufhin unter die Ein-Euro-Marke. Sie startete mit 17,1 Prozent Kursverlust in den heutigen Handelstag an der Deutschen Börse. Um 9:15 Uhr notierte sie bei 0,91 Euro, knapp 84 Prozent unter dem Kurs vor einem Jahr.

In der Pflichtmitteilung erklärt der MIFA-Vorstand, dass das Eigenkapital des Unternehmens zu mehr als 50 Prozent aufgezehrt ist. Darin heißt es: Das Eigenkapital im Halbjahresabschluss (HGB) der MIFA zum 30. Juni 2014 werde „nach derzeitiger Einschätzung negativ sein.“ Das bedeutet, der Fahrradhersteller ist akut von der Insolvenz bedroht. Gemäß den Vorschriften des Aktiengesetzes, kündigten die Verantwortlichen die unverzügliche Einberufung einer außerordentlichen Aktionärsversammlung an.


Fehler in den Bilanzen der Vorjahre haben die Krise der Mitteldeutsche Fahrradwerke AG ausgelöst. Dadurch stürzte das Unternehmen 2013 tief in die Verlustzone. Für 2014 hat die MIFA-Führung bislag nur eine vorläufige Bilanz für das erste Quartal veröffentlicht (ECOreporter.de  berichtete).  Zur Rettung  des schwer angeschlagenen Unternehmens steht der indische Radhersteller Hero Cycles als Käufer bereit. Die Übernahme ist allerdings an Bedingungen geknüpft. Diese betreffen auch die Anleger einer Anleihe über die MIFA 25 Millionen Euro eingeworben hatte (mehr dazu lesen Sie  hier).

MIFA Mitteldeutsche Fahrradwerke: ISIN DE000A0B95Y8 / WKN A0B95Y

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