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aleo solar AG veröffentlicht miserable Zwischenbilanz - Bosch erlässt 25 Millionen Euro an Krediten

Die börsennotierte aleo solar AG bereitet ihrer Mehrheitsaktionärin, der Robert Bosch GmbH, weiter Sorgen. Wie das Unternehmen heute bekannt gab, hat es in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres einen Umsatzrückgang um 35,4 Prozent auf 222,4 Millionen Euro verbucht. Nach 7,4 Millionen Euro Gewinn im Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Vorjahreszeitraum fiel nun ein EBIT-Verlust in Höhe von 51,5 Millionen Euro an. Der Verlust je Aktie belief sich auf 4,88 Euro nach einem Gewinn je Aktie von 0,37 Euro im Vorjahreszeitraum.

„Unser Ergebnis wird von schwachen Märkten, dem anhaltenden Preisverfall sowie von Einmaleffekten belastet“, erklärte dazu York zu Putlitz, Vorstandsvorsitzender und Finanzvorstand der aleo solar AG. Wegen des insgesamt eingetrübten Geschäftsumfelds sei eine außerplanmäßige Wertminderung der Vermögenswerte in Höhe von 12,9 Millionen Euro erfolgt. Hinzu käme eine Wertberichtigung in Höhe von 11,3 Millionen Euro aufgrund der beschlossenen Beendigung des Joint Ventures avim solar production Co. Ltd.

Im weiteren Jahresverlauf rechnet die aleo solar AG sowohl in ihrem Heimatmarkt als auch im internationalen Geschäft mit einer weiterhin schwachen Nachfrage. In fast allen Kernmärkten hätten sich die Rahmenbedingungen für Investitionen in Photovoltaik-Anlagen verschlechtert, bei teilweise äußerst drastischen Einschnitten bei den Vergütungen für Solarstrom. Wie bereits Anfang Oktober gemeldet, erwartet die aleo solar AG im Geschäftsjahr 2012 einen deutlich gesunkenen Konzernumsatz von rund 280 Millionen Euro und ein noch weiter verschlechtertes Konzernergebnis (wir Opens external link in new windowberichteten).

Der Bosch-Konzern sah sich angesichts dieser negativen Entwicklung nach eigenen Angaben genötigt, die derzeit angespannte Kapitalsituation bei aleo Solar zu entlasten. Wie bekannt wurde, hat die Mehrheitsaktionärin dem Solarmodulhersteller einen großen Teil seiner Schulden erlassen. Bosch hatte ihm kurzfristige Gesellschafterdarlehen als Konzernkredite in Höhe von 91 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Man habe vereinbart, dass 25 Millionen Euro an Forderungen erlassen würden und weitere 50 Millionen Euro nachrangig zurückgezahlt werden müssten, hieß es nun. Ursprüngliche hätte aleo Solar die Kredite mehrheitlich zum Jahresende zurückzahlen müssen.

aleo solar AG: ISIN DE000A0JM634 / WKN A0JM63
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