02.07.09 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Alles zurück auf Null: Solarunternehmen sucht neues Geschäftsmodell

Einen Kurseinbruch um mehr als 30 Prozent löste eine Unternehmensmeldung der Berliner Solarvalue AG aus. Das Unternehmen verabschiedet sich demnach von seinen bisherigen Plänen, eine Produktion von Solarsilizium aus metallurgischem Silizium am Standort Ruse (Slowenien) aufzubauen. Hintergrund seien andauernde technische Schwierigkeiten bei der Umsetzung des bisher lediglich im US-Testlabor der MB Scientific Corporation erprobten Produktionsverfahrens, so Solarvalue. Damit sei auch die Geschäftsgrundlage für die weitere Zusammenarbeit mit der Moser Baer Gruppe entfallen. Der Beteiligungsvertrag mit dem indischen Unternehmen Moser Baer Photo Voltaic Ltd. hinsichtlich der Solarvalue Proizvodnja d.d. sei deshalb im Juni 2009 gekündigt worden.

Claudia Boehringer, Vorstandsvorsitzende (CEO) der Solarvalue, kündigte an, dass ihr Unternehmen ein neues Verfahren testen werde. Die verfügbaren Mittel sollten bis zum Bau eines Prototypen ausreichen.

Obwohl es dem Unternehmen in den letzten Jahren nicht gelungen ist, tatsächlich eine Produktion aufzubauen, erlebte die Solarvalue-Aktie erhebliche Schwankungen. Der Höchstkurs der letzten fünf Jahre lag bei 10,88 Euro (19.7.2007), am billigsten waren die Anteilscheine mit 0,179 Euro am 23.3.2009. In Frankfurt brach die Notierung am Morgen um zuletzt knapp 32 Prozent ein auf 0,27 Euro (11:17 Uhr).

Solarvalue AG: ISIN DE000A0B58B4 / WKN A0B58B
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