Silizium ist für die meisten Solarhersteller der wichtigste Rohstoff. / Quelle: Wacker Chemie AG

13.06.13 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Analyse sagt Nachfrageboom für Solarzulieferer voraus

Solarzulieferer leiden gegenwärtig unter der Krise der Solarhersteller. Weil die Produzenten von Solarwafern, -zellen und -modulen infolge der starken Überkapazitäten im Markt weniger in Material und Produktionsanlagen investieren, erhalten Solarzulieferer weniger Aufträge und müssen sie ebenfalls einen erhöhten Preisdruck auffangen. Doch eine aktuelle Studie sagt diesen Unternehmen mittelfristig wieder gute Geschäfte voraus.

Lux Research aus dem US-amerikanischen Bosten ist auf Analysen zum Solarmarkt spezialisiert. Deren Experten erwarten, dass der Weltmarkt für Solarzulieferer von 2012 bis 2018 um satte 52 Prozent wachsen wird. Zum Beispiel dürfte nach ihrer Prognose die Nachfrage für Silizium, dem wichtigsten Rostoff für die Produktion von Solarmodulen, in diesem Zeitraum deutlich zulegen. Silizium wird zu Solaringots gebrannt, aus denen man dann Wafer schneiden und daraus Solarzellen fertigen kann, um diese in Modulen zu bündeln. Die börsennotierte Wacker Chemie AG aus München ist einer der weltweit größten Hersteller von Silizium. Lux Research  prognostiziert, dass der weltweite Siliziummarkt bis 2018 um sechs Millionen Dollar wachsen wird.

Im Zuliefermarkt spielen neben Silizium und aber auch weitere Materialien wie etwa Metalle einen wichtige Rolle. Laut Lux Research wird der Gesamtmarkt für Materialien in der Produktion von Solarkomponenten im Zeitraum 2012 bis 2018 von 17,8 Milliarden auf 27,2 Milliarden US-Dollar wachsen.
 
„Mit dem ausdifferenziertem Einsatz bestimmter Materialien können die Solarhersteller die Effizienz ihrer Produkte verbessern“, erläutert dazu Fatima Toor, Analystin von Lux Research. Das sei ein Anreiz, verstärkt in Materialien zu investieren. Die Hersteller könnten so den Preis je Watt Solarstromleistung für ihre Produkte senken und sich besser im Wettbewerb behaupten.

Aber auch für weitere Zulieferungen, etwa für Verkapselungsstoffe oder für Beschichtungen von Soalrmodulen, werde die Nachfrage steigen, heißt es in der Untersuchung von Lux Research. Solche produziert etwa der börsennotierte Solarzulieferer STR Holdings Inc. aus Enfield im US-Bundesstaat Connecticut.

STR Holdings: ISIN US78478V1008
Wacker Chemie AG: ISIN DE000WCH8881 / WKN WCH888
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