22.10.09 Aktientipps

Analysten erwarten Einschnitt bei Solarförderung – deutsche Hersteller auf „Verkaufen gestellt

Eine Reduktion des Einspeisetarifs für Photovoltaikanlagen um bis zu 30 Prozent im kommenden Jahr erwarten die Analysten von Murphy&Spitz Research aus Bonn. Die Experten rechnen eigenen Angaben zufolge mit einer entsprechenden Entscheidung der neuen schwarz-gelben Regierungskoalition. Damit könnten bis zu 50.000 Arbeitsplätze vorwiegend in Thüringen, Sachsen, Berlin, Baden-Württemberg und Bayern verloren gehen.

Wegen des starken Wettbewerbsdrucks auf dem Solarmarkt sei ist vor diesem Hintergrund von einer stärkeren Marktdominanz chinesischer und US-amerikanischer Hersteller auszugehen, heißt es weiter. Murphy&Spitz stuft deutsche Hersteller wie beispielsweise Solon, Sunways, Solar-Fabrik und Q-Cells deshalb auf „Verkaufen“. Weil chinesische Unternehmen großzügige staatliche Unterstützung erhielten, könnten sie ihr Wachstum zu äußerst günstigen Konditionen finanzieren. Vom erwarteten weiteren Wachstum der PV-Installationen weltweit in den nächsten Jahren würden chinesische und amerikanische Unternehmen wie Yingli, Trina, Suntech, First Solar und Sunpower deshalb stärker profitieren, erwarten Murphy&Spitz. Diese Titel stellen die Analysten deshalb auf „Kaufen“.

Solarstrom stehe kurz vor der Wettbewerbsfähigkeit, so die Meldung. Ob deutsche Unternehmen bis dahin noch wettbewerbsfähig bleiben könnten, hänge stark vom politischen Willen ab.
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