21.03.13 Anleihen / AIF

Anbieter geschlossener Neue-Energie-Fonds müssen Weichkosten senken

Im vergangenen Jahr sind die so genannten Weichkosten von geschlossenen Neue- Energie-Fonds stark gesunken. Das hat die Berliner Ratingagentur Scope ermittelt. Weichkosten sind ein wichtiger Faktor für die Rendite eines geschlossenen Fonds. Sie stehen in keinem direkten Zusammenhang mit dem jeweiligen Investitionsobjekt des geschlossenen Fonds. Vielmehr fallen darunter zum Beispiel Aufwendungen für Vertrieb und Marketing der Fondsgesellschaft oder für die Vermittlung einer Finanzierung. Sie dienen also nicht dem Werterhalt des Investitionsobjektes beziehungsweise des Fonds. Im Gegenteil verringern sie den Gewinn der Fondsgesellschaft und damit auch die Rendite des Anlegers.

Laut Scope wiesen geschlossene Neue-Energie-Fonds im Jahr 2011 durchschnittliche Weichkosten inklusive Agio in Höhe von 22,1 Prozent des Eigenkapitals aus. In 2012 seien die Weichkosten solcher Fonds im Durchschnitt auf 18,5 Prozent gefallen, also um 3,5 Prozentpunkte. Dies erklären die Experten der Ratingagentur zum einen mit den europaweit sinkende Einspeisevergütungen für Grünstrom, vor allem für Solarstrom. Zum anderen gebe es einen verstärkten Wettbewerb um die besten Standorte. Diese steigende Einkaufskonkurrenz führe ebenso wie die sinkende Grünstromvergütung zu sinkenden Renditen. Um Anlegern dennoch eine attraktive Rendite in Aussicht stellen zu können, müssten Initiatoren die Weichkosten senken.

Scope erwartet, dass die Weichkosten im Energiebereich stabil bleiben oder tendenziell noch weiter sinken werden. Denn auch in Zukunft werde die intensive Konkurrenzsituation um attraktive Investitionsobjekte bestehen bleiben oder sich gar verschärfen.
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x